Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

Kathrin Morgenstern

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kathrin Morgenstern, M.A.

Kathrin Morgenstern 1

Gebäude PT, Zi. 3.1.27
Telefon 0941 943-3554
Kathrin.Morgenstern@politik.uni-regensburg.de

Forschungsschwerpunkte

  • Politik und Philosophie bei Hannah Arendt
  • Politische Philosophie im 20. Jahrhundert in Deutschland und Frankreich
  • Narrativität und politisches Denken
  • Politische Identität im interkulturellen Vergleich (Deutschland-Brasilien)

Feriensprechstunden

Um Voranmeldung per E-Mail wird gebeten!
Mi, 25.09.2012, 10-11 Uhr

und nach Vereinbarung

For information in english click here.


CV

Kathrin Morgenstern studierte an der Universität Regensburg Politikwissenschaft und Geschichte (Schwerpunkte: Politische Philosophie, Alte Geschichte, Zeitgeschichte). Im Wintersemester 2007/08 legte sie die Magisterprüfung ab. In ihrer Magisterarbeit „Handeln und Denken. Zur Kontinuität von Politik und Philosophie bei Hannah Arendt“ befasste sie sich mit dem praxis- und erfahrungsgeleiteten Philosophiebegriff Hannah Arendts über deren gesamtes Werk hinweg. Daran anknüpfend beschäftigt sie sich derzeit mit dem Dissertationsprojekt „Einer wird immer bleiben, um die Geschichte zu erzählen.“ Freiheit und Narration in der politischen Philosophie Hannah Arendts, das an der Schnittstelle von politischer Philosophie, Historiographie und Literaturtheorie angesiedelt ist. Mit ihrem Dissertationsprojekt ist sie in das Bayerische Promotionskolleg Politische Theorie eingebunden.
Nach dem Magisterabschluss arbeitete sie als Wissenschaftliche Hilfskraft beim Akademischen Auslandsamt der Universität Regensburg, bevor sie im Oktober 2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstuhl für Politische Philosophie und Ideengeschichte wechselte.
 

Lehre

WS 2013/14

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Sokrates/Platon - Kant - Rorty (in englischer Sprache)

SoSe 2013

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Aristoteles - Hobbes - Marx"

WS 2012/13

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Rousseau - Hannah Arendt"
  • Haupt-/Oberseminar (mit Prof. Herb) "Demarkationslinien der Demokratie. Privatheit und Öffentlichkeit im politikwissenschaftlichen Diskurs"
  • Übung (mit Magdalena Scherl) "Freiheit und Macht. Zeitgenössische Strömungen der politischen Philosophie in Frankreich"
  • EWS-Seminar (mit Mareike Gebhardt und Magdalena Scherl) "Klassische Positionen der Politischen Philosophie"

SoSe 2012

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Hobbes - Foucault"

WS 2011/12

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Kant - Habermas"
  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Kant - Habermas"

SoSe 2011

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Machiavelli - Arendt"

WS 2010/11

  • Grundkurs "Einführung in die Politische Philosophie: Aristoteles - Rousseau - Hannah Arendt"

Publikationen

  • Imagination and Space. An Interdependent Relationship. In: Herb, Karlfriedrich/ Marsal, Eva/ Glaser, Jen/ Weber, Barbara (Hrsg.): Narrations, Dreams, Imaginations.Israeli and German Youth imagine the Future, Lit Publisher Münster 2013. (Im Erscheinen)
  • Von Freiheit und Ketten. Die Fragilität des Politischen als Grundkonstanten in der Auseiandersetzung Hannah Arendts mit Rousseau. in: Herb, Karlfriedrich/ Scherl, Magdalena (Hrsg.): Der Zauber Rousseaus. Lesarten der Politischen Philosophie. Würzburg 2012, S. 67- 89.
  • Im Schatten der Öffentlichkeit. Privatheit und Intimität bei Jean-Jacques Rousseau und Hannah Arendt. In: Jahrbuch für Recht und Ethik 19 (2011), S. 275- 298. (zusammen mit Magdalena Scherl und Karlfriedrich Herb)
  • Ambivalente Transparenz. Vorgehens- und Funktionsweise von WikiLeaks. In: Politische Studien 43 (2011), S. 16- 25. (zusammen mit Lucia Görke)
  • The Recovery of the Body: The Disclosure of a Forgotten Precondition in James Mensch´s Embodiments. From the Body to the Body Politic. In: Research in Phenomenology 41 (2011), S. 441- 448. (zusammen mit Barbara Weber)
  • Keine Öffentlichkeit ohne Körper. Über James R. Menschs Phänomenologie der Verkörperung. In: Zeitschrift für Politische Theorie 1 (1/2010), S.89-93. (zusammen mit Barbara Weber)

Vorträge

  • "All sorrows can be borne if you put them in a story". Funktionen der Narrativität für das politische Denken bei Hannah Arendt (27. Oktober 2012, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD): Narrative Formen politischen Denkens, TU München)
  • Discovering Intimacy. Public and Private in the Works of Jean-Jacques Rousseau (20. Oktober 2012, Internationales Kolloquium "Je suis autre. Tricentenaire de la naissance de Jean-Jacques Rousseau", Universidade de São Paulo)
  • Being present. On the Political Dimension of Time and Space in Hannah Arendt´s Thought (10. November 2011, Internationale Arendt-Tagung "Time and Space. On Hannah Arendt´s Modes of Political Thinking, Regensburg, zusammen mit Mareike Gebhardt)
  • Ambivalente Transparenz. Eine Betrachtung der Vorgehens- und Funktionsweise von WikiLeaks aus politisch-philosophischer Perspektive. (9. November 2011, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Workshop: "Leaking. Sicherheitsbedrohung oder subversive Demokratisierung?", zusammen mit Lucia Görke)
  • Limits of language – limits of imagination? Imagination and linguistic representation. (1. November 2010, Tagung Imagining the Future, Hebrew University, Jerusalem)
  • „Amor mundi“oder „Rebellion des Herzens“? Die Fragilität des Politischen als Grundkonstante in Hannah Arendts Auseinandersetzung mit Jean-Jacques Rousseau. (25. Juni 2010, Tagung Der Zauber Rousseaus. Lesarten und Wirkungsweisen einer politischen Philosophie, Universität Regensburg)
  • Denken. Schreiben. Erzählen. Narrativität und Intersubjektivität im Spannungsfeld von Theorie und Praxis. Das politische Denken von Hannah Arendt und Simone de Beauvoir. (3. Juli 2009, Bayerisches Promotionskolleg Politische Theorie, Wildbad Kreuth)

Projekte

Dissertationsprojekt

"Einer wird immer bleiben, um die Geschichte zu erzählen." Freiheit und Narration in der politischen Philosophie Hannah Arendts

Im Einklang mit ihrer Forderung nach Pluralität zeichnet sich Hannah Arendts Gesamtwerk durch eine enorme Vielschichtigkeit aus. Demgegenüber findet sich in der Literatur häufig eine Lesart, die das gesamte Denken auf die Perspektive eines einzigen Werks verkürzt.Um Arendts Anspruch ernst zu nehmen, nimmt das Dissertationsprojekt ihr Gesamtwerk zum Gegenstand.

Um darin konstante Entwicklungslinien aufzuzeigen, wird eine Werkerschließung versucht, die vom Zusammenhang von Freiheit und Narration ausgeht. Diese beiden Begriffe stellen wichtige Konstanten in Arendts Werk dar: als inhaltliche Quintessenz und als Grundlage des methodischen Vorgehens.

In diesem Ansatz lassen sich auch Politik und Philosophie einander annähern. Beide verbinden sich mit einem spezifischen Begriff von Freiheit und von Narration. Anders als in Arendts eigenem resignativem Verständnis verliert die „Politische Philosophie“ so den Makel, das Unvereinbare vereinen zu wollen. Es ist also möglich, hier „mit Arendt gegen Arendt“ (Seyla Benhabib) zu denken: Politische Philosophie ist keine Quadratur des Kreises, sondern bietet eine vielversprechende Sichtweise auf aktuelle Fragen.


Magisterarbeit

Handeln und Denken. Zur Kontinuität von Politik und Philosophie bei Hannah Arendt

In ihrer Magisterarbeit befasste sich Kathrin Morgenstern mit dem Zusammenhang von Politik und Philosophie im Werk von Hannah Arendt. Dieses Verhältnis wird als weitaus weniger spannungsgeladen rekonstruiert als es auf den ersten Blick erscheint. Statt durch Brüche ist es eher durch tiefgreifende Kontinuitäten gekennzeichnet. Arendts Aussage, sie sei keinesfalls eine Philosophin, wird der grundsätzlich philosophische Inhalt ihrer politischen Schriften (v.a. Vita activa) gegenübergestellt, der sich jedoch von der traditionellen Philosophie auf verschiedene Weisen abgrenzt. Es gab also nie eine völlige Abkehr von der Philosophie – schon deswegen kann es keine späte Rückkehr zur Philosophie im Alterswerk Vom Leben des Geistes geben. Darüber hinaus kommt die Magisterarbeit zu dem Ergebnis, dass die Leitkategorien von Arendts politischem Werk (Pluralität, Natalität, Freiheit) auch hier immer noch zum Tragen kommen. Politik und Philosophie treten bei Arendt also nie völlig isoliert voneinander zutage. Davon profitieren beide Bereiche: Die Politik erfährt durch diese Allianz eine theoretische Fundierung, die Philosophie gewinnt an praktischer Relevanz.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Politikwissenschaft

Politische Philosophie und Ideengeschichte

Sekretariat

Sabine Hausner

Mitarbeiter

Gebäude PT, Zi. 3.1.15.
Telefon 0941 943-3514
E-Mail

Öffnungszeiten:
Mo - Do, 9 -12 Uhr