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Leitung: Prof. Dr. Christoph Meinel
Mitarbeiter/innen: Dipl.-Chem. Ulrike Fell; Dipl.-Chem. Britta Görs; Martin Kirschke; Dr. Carsten Reinhardt
Förderung: European Science Foundation, Straßburg; Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft; International Union of the History and Philosophy of Science
Durch ihren frühen Praxisbezug steht die Chemie exemplarisch für die Herausbildung eines modernen Typs von Naturwissenschaft. Im Anschluss an ein fünfjähriges Forschungsprojekt, in dem WissenschaftlerInnen aus 25 Ländern die Herausbildung der Chemie im europäischen Vergleich untersucht haben, wurden sowohl theorie- als auch sozial- und institutionengeschichtliche Fragen der Chemie- und Industriegeschichte weiter verfolgt. Einzelstudien galten dem chemischen Atomismus, der Bedeutung von Modellen, den Anfängen der Industrieforschung, den Verbindungen von Chemie und Pharmazie sowie der Professionalisierung des Faches in Frankreich.
Leitung: Prof. Dr. Christoph Meinel
Mitarbeiter/innen: Dipl.-Chem. Thomas Steinhauser, M.A., Martin Schneider, M.A.
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ziel ist die kommentierte Edition der Korrespondenz zwischen zwei Forschern, die die Entwicklung der Chemie in Europa und ihre Institutionalisierung als Hochschulfach maßgeblich geprägt haben. In den ca. 1700 Briefen spiegelt sich die entscheidende Phase der Wissenschaftsentwicklung in Deutschland vor der Reichsgründung.
Leitung: Prof. Dr. Christoph Meinel
Mitarbeiterin: Sandra Wilde, M.A.
Förderung: Hans R. Jenemann-Stiftung
Eine im Besitz der Universität befindliche und bis ins 18. Jahrhundert zurückreichende Sammlung physikalischer und astronomischer Instrumente wird unter instrumentengeschichtlichen Gesichtspunkten erforscht und in einer Datenbank verzeichnet; ausgewählte Stücke der Sammlung konnten im Zusammenhang mit Ausstellungsprojekten publiziert werden. Wissenschaftsgeschichtlich interessierte vor allem der Zusammenhang von Instrumental- und Experimentalkulturen sowie die Geschichte der Naturforschung in Regensburg.
Leitung: Apl. Prof. Dr. Lis Brack-Bernsen
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Die Bearbeitung des Keilschrifttextes TU11, der Rechenregeln für astronomische Vorhersagen enthält, führt zu ganz neuen Einsichten in den empirischen und methodischen Gehalt der babylonischen Astronomie sowie in die unterschiedliche Funktion ihrer Textgattungen. Das in Zusammenarbeit mit Assyrologen und Astronomiehistorikern in Wien, London und den USA durchgeführte Projekt stützt sich methodisch auf computergestützte Rückrechnungen.
Leitung: Dr. Roland Wittje
Nachdem die Akustik seit den 1890er Jahren als altmodisch angesehen wurde und wenig Beachtung fand, erfuhr sie als Forschungsgebiet in den 1920er Jahren eine grundlegende Erneuerung und einen Boom, deren Ursrprung auf militärische Entwicklungen und Anwendungen im Ersten Weltkrieg zurückzuführen ist. Die erneuerte Akustikforschung hatte einen stark angewandten Charakter und etablierte sich unter den Bezeichnungen technische Akustik und Elektroakustik. Ihre treibenden Kräfte waren Systeme von Medientechnologien - besonders Rundfunk, Tonfilm, Telefon und Tonaufnahmetechniken. Die Akustik der 1920er und 1930er Jahre unterschied sich in ihrer Forschungstechnologie, ihrer Forschungspraxis und in der Repräsentation akustischer Effekte grundsätzlich von der Akustik des 19. Jahrhunderts. Während die Akustik des 19. Jahrhunderts eine mechanische Wissenschaft war, dominierten elektroakustische Technologien die Akustik des 20. Jahrhunderts, basierend auf der Massenproduktion von elektroakustischen Geräten, auf dem Massenkonsum von elektroakustisch hergestellter, regenerierter und verstärkter Sprache, Musik und anderen Tönen und auf dem Erfolg der elektroakustischen Massenmedien. Die Schauplätze elektroakustischer Forschung waren weniger die Universitäten und Kaiser Wilhelm Institute als die Technischen Hochschulen, die Forschungslaboratorien der elektrotechnischen Industrie und Forschungseinrichtungen mit Anbindung an Hochschule, Industrie und staatlichen Einrichtungen, wie das Heinrich Hertz Institut für Schwingungsforschung in Berlin.
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