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Wissenschaftsgeschichte in Regensburg studieren


In der Lehre ist eine disziplin- oder epochenspezifische Differenzierung innerhalb des Studienangebotes im Fach Wissenschaftsgeschichte weder wünschenswert noch aus Kapazitätsgründen möglich. Vielmehr wird eine integrative Betrachtungsweise angestrebt, die – eher struktur- als ereignisgeschichtlich – auf die allgemeinhistorischen Voraussetzungen, die grundlegenden Konzepte/Methoden und die gesellschaftlichen Folgen der Naturwissenschaft zielt.

Indem das Fach historisches Wissen über Naturwissenschaft für Studierende ganz verschiedener Fachrichtungen bereitstellt, bietet es innerhalb der Universität eine Plattform für eine historisch fundierte Reflexion über Wissenschaft, auf der unterschiedliche Wissenskulturen einander begegnen können. Die geringe Studentenzahl erleichtert den persönlichen Kontakt mit den Dozenten. Da die Wissenschaftsgeschichte Studierende aus mehreren Disziplinen zusammenführt, ist eine individuelle und mit den Dozenten abgesprochene Studienplanung unabdingbar.


Lehrexport und Bezug zu anderen Studiengängen

Das Wahlmodul Wissenschaftsgeschichte (WIG-M10) verbindet den Masterstudiengang Wissenschaftsgeschichte mit anderen Regensburger Masterstudiengängen, insbesondere der Naturwissenschaften, sofern diese ein entsprechendes Wahl- oder Nebenfach vorsehen. Die dafür geforderten Leistungen bestünden dann im erfolgreichen Abschluss dieses Moduls. Zur Zeit sieht der Masterstudiengang Chemie (2. Nebenfach) eine solche Möglichkeit bereits vor; eine vergleichbare Regelung für andere Fächer wird angestrebt.

Lehrveranstaltungen der übrigen Module können darüber hinaus fall- und bedarfsweise in Module anderer Masterstudiengänge integriert werden. Zur Zeit sind dies z.B.: Philosophie (Spezialisierungsmodul Wissenschaftsreflexion) PHI-M34; Kulturwissenschaftliche Mittelalter-Studien; Frankreich-Studien II (Geschichte, Gesellschaft, Kultur) FRA-M20; Gender Studien (Geschichte, Gesellschaft, Theologie, Recht) GEN-M02; Großbritannien-Studien GBS-M04; Italien-Studien II (Geschichte, Gesellschaft, Kultur) ITA-M20; Biologie (Qualifikationsmodul).


Berufsprofil

Die moderne Wissensgesellschaft basiert nicht nur auf Wissenschaft; sie ist auch in verstärktem Maße auf ein Wissen über Wissenschaft angewiesen. Wissenschaftsorganisation und Forschungsmanagement, Vermittlung und Akzeptanz von Wissen in Medien und Öffentlichkeit, Bewertung von Wissen und Wissenschaftsfolgen erfordern perspektivisches und kontextualisierendes Denken. Wer gelernt hat, Wissen und Wissenschaft hinsichtlich der Voraussetzungen, der Mechanismen des Wissenschaftswandels und der Auswirkungen zu analysieren, und wer zugleich die hier geforderte Doppelqualifikation sowohl als Historiker als auch in der Objektdisziplin besitzt, bringt diese Voraussetzungen in besonderer Weise mit. Wissenschaftshistoriker sind damit in der Lage, traditionelle Grenzen zwischen den „Zwei Kulturen“ zu überschreiten.

Berufsbild und Arbeitsmarkt für Wissenschaftshistoriker lassen sich nicht klar umreißen. Außer an Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten Absolventen in Archiven, Museen, Bibliotheken, Verlagen, in der Wissenschaftskommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit, in der Wissenschaftsverwaltung oder im Wissenschaftsjournalismus.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Philosophie

Professur für Wissenschaftsgeschichte

Studienberatung: Sprechstunde

Dienstag 11-12 Uhr und nach Vereinbarung (siehe auch Aktuelles)

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