Startseite UR
Als Studieneinheit im Rahmen des Frei Kombinierbaren Nebenfaches wird Wissenschaftsgeschichte primär als Reflexionsinstanz über Wissenschaft vermittelt. Die Studierenden eignen sich sowohl ein historisches Überblickswissen als auch die grundlegenden Methoden und Fragestellungen der Wissenschaftsgeschichte an und lernen, die Wissenschaft in ihren Wechselwirkungen mit Kultur und Gesellschaft als historischen Prozess zu begreifen. Auf diese Weise werden sie in die Lage versetzt, über Wissenschaft in historisch begründeter Weise zu reflektieren und zu kommunizieren. In den (naturwissenschaftlichen) Objektwissenschaften wird eine derartige Metaperspektive in der Regel nicht vermittelt. Ihr Fehlen wirkt sich gesamtgesellschaftlich als Kommunikationsdefizit zwischen den „Zwei Kulturen“ aus. Ein auch historisch fundiertes Wissen über Wissenschaft sowie die Fähigkeit, über Wissenschaft zu kommunizieren, gehört deshalb zu den Schlüsselqualifikationen der Moderne.
Als Studieneinheit im Rahmen des Frei Kombinierbaren Nebenfaches vermittelt die Wissenschaftsgeschichte Kenntnisse und Methoden, die zur historischen Reflexion über Wissenschaft sowie zur interdisziplinären Kommunikation über Wissenschaft befähigen. Wissenschaftshistoriker besitzen in besonderer Weise die Fähigkeit, traditionelle Grenzen zwischen den Naturwissenschaften einerseits und den Sozial- und Geisteswissenschaften andererseits zu überschreiten: eine Fähigkeit, die in ganz unterschiedlichen wissenschaftsbezogenen Berufsfeldern verlangt wird. Dies gilt auch für den Lehrerberuf.