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Bewerbungen sind zu richten an den Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte, Universität Regensburg, 93040 Regensburg. Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen (Zeugnisse nur in Kopie):
Ziel des Studiums ist die Vermittlung von Inhalten und Methoden der Wissenschaftsgeschichte auf fortgeschrittenem Niveau, um diese sowohl für eine anspruchsvolle Berufstätigkeit als auch für die Weiterqualifikation in der Forschung nutzbar machen zu können. Der Masterstudiengang orientiert sich am spezifischen Profil der Regensburger Wissenschaftsgeschichte sowie am internationalen Diskussionsstand des Faches History of Science. Dazu gehört die Vermittlung einer Doppelqualifikation in der Geschichte der Wissenschaften sowie in den Objektdisziplinen. Das Studium soll in die Lage versetzen, wissenschaftliches Wissen und Wissenschaft als soziales System hinsichtlich der Voraussetzungen, der Mechanismen des Wissenschaftswandels und der Folgen unter Einbeziehung des aktuellen Forschungsstandes historisch zu analysieren. Der studienfachspezifische Kernbereich ist dabei unter den Perspektiven „Naturbegriff und Wissensordnung“ sowie „Wissenschaft und Gesellschaft“ organisiert; diese werden als sich komplementär ergänzende Betrachtungsweisen systematisch aufeinander bezogen.
Eine Besonderheit des Regensburger Master-Studienganges liegt darin, dass Studierende mit einem ersten Studienabschluss in den Geistes-, Kultur- oder Gesellschaftswissenschaften mit Studierenden zusammenführt werden, die ein naturwissenschaftliches oder mathematisches Studium absolviert haben, und dass deshalb einführend die Grundlage der jeweils anderen Wissenschaftskultur vermittelt und diese Interdisziplinarität im Laufe des Studiums weiter vertieft wird.
Die moderne Wissensgesellschaft basiert nicht nur auf Wissenschaft; sie ist auch in verstärktem Maße auf ein Wissen über Wissenschaft angewiesen. Wissenschaftsorganisation und Forschungsmanagement, die Vermittlung und Akzeptanz von Wissen in Medien und Öffentlichkeit, die Bewertung von Wissen und Wissenschaftsfolgen erfordern perspektivisches und kontextualisierendes Denken. Wer gelernt hat, Wissen und Wissenschaft hinsichtlich ihrer Voraussetzungen, der Mechanismen des Wissenschaftswandels und ihrer Folgen historisch zu analysieren, und wer zugleich die hier geforderte Doppelqualifikation sowohl als Wissenschaftshistoriker als auch in der Objektdisziplin besitzt, bringt diese Voraussetzungen in besonderer Weise mit.
Auch wenn ein umrissenes Berufsbild außerhalb der akademischen Forschung nicht existiert, vermittelt das Studium der Wissenschaftsgeschichte ein Wissen über Wissenschaft, das zunehmend wichtiger wird. So arbeiten Wissenschaftshistoriker in der Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, in der Wissenschaftsverwaltung oder als Wissenschaftsjournalisten, in Verlagen, Forschungsbibliotheken, Wirtschafts- und Firmenarchiven oder in Wissenschafts- und Technikmuseen. Der Masterstudiengang bereitet insbesondere auch für eine anschließende Tätigkeit in der Forschung (Promotion) vor.
Die Zulassung zum Studium erfolgt aufgrund eines Eignungsfeststellungsverfahrens. Sie setzt einen ersten Studienabschluss voraus, und zwar entweder in einem historischen, kultur- oder gesellschaftswissenschaftlichen Fach oder in einer Naturwissenschaft bzw. in Mathematik. Der Erwerb der jeweils komplementären Sachkompetenz sowie der interdisziplinären Urteilsfähigkeit ist Bestandteil des Studiums. Aufgrund der unterschiedlichen ersten Studienabschlüsse und wegen der Vielzahl von Fächerkombinationen, die sinnvoll darauf aufbauen, sind innerhalb der ersten drei Fachsemester zwei ausführliche Orientierungsgespräche mit prüfungsberechtigten Dozenten des Faches Wissenschaftsgeschichte verpflichtend vorgesehen.
Das Studium ist vollständig modularisiert. Die Module M31 und M32/33 sind im ersten Studienjahr zu absolvieren; Wahlmöglichkeit besteht in der Auswahl der Lehrveranstaltungen sowie beim individuellen Zuschnitt des Interdisziplinären Ergänzungsmoduls M36.
WIG-M31: Wissenschaftsgeschichte (Methoden, Positionen)
WIG-M32: Basis Naturwissenschaften/Mathematik
WIG-M33: Basis Geschichte/Philosophie
WIG-M34: Naturbegriff und Wissensordnung
WIG-M35: Wissenschaft und Gesellschaft
WIG-M36: Interdisziplinäre Vertiefung
WIG-M37: Forschungsmodul
Modulbeschreibungen finden Sie auf den entsprechenden Webseiten der Universität Regensburg.
Die Module des Masterstudiengangs Wissenschaftsgeschichte sind so angelegt, dass jedes Modul innerhalb eines Studienjahres absolviert werden kann. Die Veranstaltungen werden im jährlichen Turnus angeboten und können in unterschiedlicher Weise kombiniert werden. Das hier vorgestellte Lehrangebot wird im Rahmen der Lehrverpflichtung von Privatdozenten sowie durch Lehraufträge nach Möglichkeit verbreitert. Studierende, die die Zyklusvorlesung und das zugehörige Tutorium bereits im Rahmen der Bachelor-Module WIG-M01 bis WIG-M04 belegt haben, belegen im Masterstudiengang statt dessen zusätzliche Hauptseminare mit mindestens der gleichen Zahl von Leistungspunkten. Einen exemplarischen Studienverlauf finden Sie hier.