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Promotion


Eine Promotion im Fach Wissenschaftsgeschichte bedeutet i.d.R. eine Doppelqualifikation, nämlich in historischer und in objektwissenschaftlicher (z.B. naturwissenschaftlicher) Hinsicht. Da die Promovierenden unterschiedliche Studienabschlüsse mitbringen, müssen in der Doktorandenausbildung individuelle Lösungen für die interdisziplinäre Betreuung gefunden werden. Dazu gehört, dass Promotionsvorhaben von Anfang an von einem weiteren Hochschullehrer mitbetreut werden sollten, der i.d.R. die für die Arbeit einschlägige (naturwissenschaftliche) Objektdisziplin vertritt. Damit trägt die Betreuung der interdisziplinären Natur wissenschaftshistorischer Promotionen Rechnung.


Voraussetzungen

Die Annahme als Doktorand/in setzt ein für die angestrebte Promotion fachlich einschlägiges und mindestens mit der Note ‚gut' abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium voraus. Das Studium an einer ausländischen Hochschule sowie gleichwertige Abschlussprüfungen an in- und ausländischen Hochschulen können anerkannt werden. Deutsche Sprachkenntnisse sind erforderlich; die Dissertation kann jedoch auch auf Englisch verfasst werden. Einzelheiten regelt die Promotionsordnung der Philosophischen Fakultäten.


Studienorganisation

Die Promotionsphase ist eine besonders kritische Phase. In vielen Fächern bauen Promotionsvorhaben thematisch auf Magister- oder Diplomarbeiten auf und sind oft Teil von Forschungsprojekten einer Arbeitsgruppe. In der Wissenschaftsgeschichte ist die Aufnahme einer Promotion häufig mit einer fachlichen Neuorientierung und Neusozialisierung verbunden: z.B. vom Naturwissenschaftler zum Historiker; außerdem sind wissenschaftshistorische Promotionsvorhaben meist Einzelprojekte, in die auch sehr persönliche Vorlieben, Erfahrungen und Stärken einfließen dürfen. Um so wichtiger ist die Einbindung in Strukturen der Nachwuchsförderung, wie sie das fächerübergreifende gemeinsame Promotionskolleg der Philosophischen Fakultäten bietet.

Eine fachspezifisches Promotionsstudium mit festem Curriculum, wie dies z.B. in Graduiertenkollegs vorgesehen ist, gibt es in der Wissenschaftsgeschichte in Regensburg nicht. Dank der guten Betreuungsrelation haben Doktoranden die Chance des tagtäglichen informellen Kontakts mit den Dozenten. Verbindlich für alle Doktoranden der Wissenschaftsgeschichte in Regensburg ist:

  • der erfolgreiche Besuch von drei Hauptseminaren in Wissenschaftsgeschichte (wobei schon im Hauptstudium erbrachte Leistungen angerechnet werden);
  • die Teilnahme am Doktorandenkolloquium der Wissenschaftsgeschichte, wo Doktoranden im Laufe der Promotionszeit mindestens zweimal über den Fortgang ihrer Arbeit berichten;
  • die Präsentation des eigenen Promotionsvorhabens in einem Doktorandenkolloquium/Oberseminar der jeweiligen (naturwissenschaftlichen) Objektdisziplin oder eines Nachbarfaches;
  • die Teilnahme an auswärtigen Kolloquiumsvorträgen, zu denen vom Lehrstuhl aus eine gemeinsame Fahrt organisiert wird (etwa drei- bis viermal im Jahr);
  • ferner die regelmäßige und fortlaufende Berichterstattung über den Fortgang der eigenen Arbeit im persönlichen Gespräch mit beiden Betreuern.
  • Vom ersten Promotionsjahr an wird die Teilnahme an den Jahrestagungen des Driburger Kreises (einem überregionalen Gesprächskreis von Nachwuchswissenschaftler(inne)n der Wissenschafts-, Medizin- und Technikgeschichte) empfohlen;
  • vom zweiten Promotionsjahr an wird von den Doktoranden erwartet, dass sie Ergebnisse ihrer Arbeit mindestens einmal auf einer nationalen oder internationalen wissenschaftshistorischen Tagung zu Diskussion stellen.

Es wird begrüßt und unterstützt, wenn Doktoranden im Rahmen von Tutorien oder Übungen eigene Erfahrung in der akademischen Lehre sammeln. Darüber hinaus soll das Promotionsstudium auch an unterschiedliche Aspekte des Wissenschaftsbetriebes heranführen. Die Doktoranden erhalten z.B. Gelegenheit, die organisatorischen, redaktionellen oder hochschul- und wissenschaftspolitischen Aufgaben des Lehrstuhls kennenzulernen. Externe Praktika (Museen, Archive, Öffentlichkeitsarbeit) werden ausdrücklich empfohlen.


Finanzierung

Eigene Promotionsstellen gibt es am Lehrstuhl nicht. Bei Stipendiaten dürfte eine Promotionsdauer von 3-4 Jahren noch realistisch sein. Als Träger kommt die Graduiertenförderung der einzelnen Begabtenförderungswerke sowie eine Reihe von Stiftungen in Betracht. Nützliche Hinweise finden Doktoranden auch auf den Seiten von THESIS, einem interdisziplinären Netzwerk von Promovierenden und Promovierten.


Promotionsordnung

Einzelheiten regelt die gemeinsame Promotionsordnung der Philosophischen Fakultäten der Universität Regensburg.



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