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Auf dem Jakobsweg – Unterwegs nach Navarra

Tagung zum 5. Spanischen Film- und Kulturfestival


Pressemitteilung vom 4. Mai 2012

Im Vorfeld des 5. Spanischen Film- und Kulturfestivals veranstaltet das Forschungszentrum Spanien der Universität Regensburg am Samstag, den 12. Mai 2012, eine Tagung zum Jakobsweg. Unter dem Titel „Unterweges nach Navarra“ findet die Tagung ab 10.00 Uhr im Diözesanmuseum Obermünster (Emmeramsplatz 1, 93047 Regensburg) statt. Mehrere Vorträge nehmen dabei verschiedene Aspekte des Jakobswegs in der Autonomen Gemeinschaft Navarra in Spanien in den Blick. Direkt im Anschluss an die Tagung findet am Abend die Eröffnung der Ausstellung „Der Jakobsweg - eine orientalische Sichtweise“ statt.

Einer der Schwerpunkte der Tagung liegt auf dem Ort Roncesvalles. Das gleichnamige Kloster war und ist für viele Pilger die erste Station des Jakobswegs auf spanischem Boden. Neben seiner Bedeutung als Rastort nach der anstrengenden Pyrenäenüberquerung klingt mit dem Namen Roncesvalles seit dem Mittelalter auch die Rolandsschlacht mit, in der im Jahre 778 die Nachhut Karls des Großen bei seiner Rückkehr aus dem Spanienfeldzug aufgerieben wurde. Das Rolandslied hat über Jahrhunderte hinweg die Erinnerung an dieses Ereignis in Europa aufrecht erhalten. Im sogenannten „Pseudo-Turpin“ – einer im 12. Jahrhundert verfasste Legendensammlung über den Spanienfeldzug Karls des Großen – wurde allerdings schon im Hochmittelalter der Versuch unternommen, die Rolandsschlacht und die Jakobsverehrung zusammenzuführen. Mit jeweils einem Vortrag zum „Pseudo-Turpin“ (PD Dr. Hubert Pöppel, Universität Regensburg) und zum Rolandslied (Dr. Alexander M. Kalkhoff, Universität Regensburg) startet das Programm der Tagung.

Vielgestaltig wie der Jakobsweg selbst sind auch die Formen seiner Darstellung in den unterschiedlichsten Medien. Dass dazu neben Büchern, Filmen und Zeitungsberichten auch der Comic gehört, ist allgemein weniger bekannt, aber deshalb umso spannender, wie ein weiterer Vortrag der Tagung (Dr. Marina Ortrud Hertrampf, Universität Regensburg) zeigen wird. Das Symposium schließt mit Vorträgen des angesehenen Jakobsweg-Experten Dr. Francisco Singul (Santiago de Compostela) und der Regensburger Kunsthistorikerin Julia Bayerl, die „Tomohiro Mudas fotografischen Blick auf den Jakobsweg“ beleuchtet.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zur Tagung eingeladen; der Eintritt ist frei. Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten.


Das Programm zur Tagung und Informationen zum Forschungszentrum Spanien an der Universität Regensburg:
http://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/romanistik/institut/spanienzentrum/index.html


Ansprechpartner für Medienvertreter:
PD Dr. Hubert Poeppel
Universität Regensburg
Institut für Romanistik
Geschäftsführer Forschungszentrum Spanien
Tel.: 0941 943-1556
Hubert.Poeppel@sprachlit.uni-regensburg.de

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