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Reinhart Koselleck-Projekt für Regensburger Wissenschaftler

Prof. Dr. Burkhard König erhält Förderung von Deutscher Forschungsgemeinschaft


Pressemitteilung vom 30. Mai 2017

Prof. Dr. Burkhard König vom Institut für Organische Chemie der Universität Regensburg wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Reinhart Koselleck-Projekt mit einer Laufzeit von 60 Monaten und einem Fördervolumen von 1 Mio. Euro bewilligt. Reinhart Koselleck-Projekte bieten Freiraum für innovative, aber auch besonders risikoreiche Forschungsprojekte.

Im Zentrum des bewilligten Projekts mit dem Titel „Carbanions for synthesis by photoinduced sequential multi-electron transfer“ steht die Frage: Kann man Metalle, wie Zink, Magnesium oder Eisen in der Synthesechemie durch sichtbares Licht ersetzen? Viele chemische Reaktionen mit denen Chemikalien, Medikamente oder Farbstoffe synthetisiert werden, benötigen den Zusatz von elementaren Metallen. Diese müssen zunächst aus natürlich vorkommenden Metalloxiden oder Metallsalzen durch Reduktion mit Kohle oder Strom hergestellt werden. In der chemischen Reaktion dienen die Metalle als Reagenz, das verbraucht wird und sich wieder in Metallsalze oder -oxide verwandelt, die als Abfall entsorgt werden. Im Forschungsvorhaben werden nun Methoden entwickelt, mit denen die Metalle direkt im Reaktionsgemisch recycelt werden, so dass nur noch geringste Mengen benötigt werden. Die Energie dafür wird von sichtbarem Licht bereitgestellt. Gelingt der Forschungsansatz, könnten viele chemische Reaktionen verbessert werden und umweltfreundlicher ablaufen.


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Prof. Dr. Burkhard König, Foto: Birgit König


Prof. Dr. Burkhard König (geboren 1963 in Wiesbaden) wurde 1991 an der Universität Hamburg promoviert. Anschließend forschte er als Postdoktorand an der Australian National University und an der Stanford University. Im Jahr 1996 schloss er seine Habilitation an der Technischen Universität Braunschweig ab. Seit 1999 hat er einen Lehrstuhl für Organische Chemie an der Universität Regensburg inne.

Informationen zu Reinhart Koselleck-Projekten

Reinhart Koselleck-Projekte stehen für mehr Freiraum für besonders innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Forschung. Durch besondere wissenschaftliche Leistung ausgewiesenen Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftlern soll die Möglichkeit eröffnet werden, in hohem Maße innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Projekte durchzuführen.


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Sichtbares Licht wird als Energiequelle in Metall-vermittelte Reaktionen eingebracht. Foto: Burkhard König


Ansprechpartner für Medienvertreter

Prof. Dr. Burkhard König
Universität Regensburg
Lehrstuhl für Organische Chemie
Telefon: 0941 943-4576
E-Mail burkhard.koenig@ur.de

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