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500 Mal "Stimmscreening für Lehramtsstudierende" an der Universität Regensburg

Große Nachfrage nach Beratungsangebot zur Stimmgesundheit


Pressemitteilung vom 1. Februar 2018

Das Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung am ZSK (Zentrum für Sprache und Kommunikation) an der Universität Regensburg bietet seit sieben Jahren das Beratungsangebot „Stimmscreening für Lehramtsstudierende“ an. Angelika Kunz, die im dritten Semester Lehramt Grundschule studiert, hat das kostenlose und individuelle Beratungsangebot zur Stimmgesundheit und –prophylaxe im Wintersemester 2017/18 als fünfhundertste Studierende in Anspruch genommen. Das seit dem Wintersemester 2010/11 existierende Beratungsangebot bereitet Lehramtsstudierende auf die späteren Anforderungen eines Sprechberufs vor und steht Lehramtsstudierenden aller Fachrichtungen offen.

Eine gesunde und tragfähige Stimme und eine verständliche Sprechweise ist für Lehrkräfte die wichtigste Grundvoraussetzung, um ihren Beruf ausüben zu können. Häufig erkennen Lehrerinnen und Lehrer die Bedeutung der eigenen Stimme erst, wenn vermehrt Heiserkeit und mangelnde Leistungsfähigkeit den Schulalltag erschweren: Stunden- und Unterrichtsausfälle aufgrund von Stimmerkrankungen stehen auf der Tagesordnung. In Bayern ist eine stimmliche und sprecherische Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften nicht verpflichtend in die einzelnen Studiengänge integriert.

Beim Beratungsangebot „Stimmscreening für Lehramtsstudierende“ erhalten die Studierenden während einer 45-minütigen Screeningsitzung mittels computergestützter Analyseverfahren Feedback zu ihrer stimmlichen Leistungsfähigkeit und Stimmqualität und ggf. auch begleitende Unterstützung und Hilfe für das spätere Ergreifen eines Sprechberufs. Häufig wissen Lehramtsstudierende nicht ausreichend über die späteren stimmlichen und sprecherischen Anforderungen ihres zukünftiges Berufs Bescheid, weshalb sich ein ungünstiger Stimmgebrauch oder mangelnde konstitutionelle Voraussetzungen erst während der ersten langfristigen Unterrichtserfahrung im Referendariat offenbaren: Die Stimme reicht nicht aus, um dem Lärm in der Klasse standzuhalten, Stress und fehlende Kenntnis zum physiologischen Einsatz der eigenen Stimme tun ein übriges. Es kann sich eine zeitweise oder dauerhafte Stimmstörung einstellen. Nationale und internationale Untersuchungen konnten deutlich belegen, dass im Vergleich zu anderen Berufsgruppen Lehrpersonen signifikant häufiger an Stimmstörungen leiden.

Neben der Universität Regensburg gibt es in Bayern nur an der Universität Passau ein ähnliches Angebot. Dort hat sich der Lehrstuhl für Schulpädagogik und das Sportzentrum das Regensburger Modell zum Vorbild genommen und in einer Kooperation mit dem ZSK ein Stimmscreening für Lehramtsstudierende eingerichtet.


Stimmscreening

Angelika Kunz bem Stimmscreening mit Christian Gegner. Foto: Universität Regensburg, Zentrum für Sprache und Kommunikation, Margret Heimrath


Ansprechpartner für Medienvertreter:

Christian Gegner (Sprecherzieher Univ./DGSS)
Geschäftsführer des ZSK
Zentrum für Sprache und Kommunikation
Universität Regensburg
Tel.: 0941 943-2413
christian.gegner@ur.de

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