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Forschungsprojekt „Individuelle Förderung durch Mentoring“

Pädagogen wollen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler besser fördern


Pressemitteilung vom 7. Februar 2018

Die optimale Förderung besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schülern ist eine Herausforderung für jede Lehrkraft und jede Schule. Mentoring kann dabei helfen. Das Forschungsprojekt „Individuelle Förderung durch Mentoring“ möchte die Schulen unterstützen, mehr und besseres Mentoring für ihre Schülerinnen und Schüler anzubieten. Prof. Dr. Heidrun Stöger, Lehrstuhl für Pädagogik (Schulpädagogik) der Universität Regensburg und Prof. Dr. Dr. Albert Ziegler, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Exzellenzforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, leiten das Projekt, das Teil des bundesweiten Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“ ist. Das Programm hat eine Laufzeit von zehn Jahren und wird mit einem Gesamtvolumen von 125 Millionen Euro zu gleichen Teilen von Bund und Ländern getragen. Das Mentoring-Teilprojekt wird mit 1,15 Millionen Euro gefördert.

Zur individuellen Förderung der leistungsstarken und potentiell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler nutzt das Projekt eine der erfolgreichsten Methoden der Begabtenförderung: Mentoring. Mentorings sind nur unter bestimmten Bedingungen hoch effektiv. An den teilnehmenden Schulen bilden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daher Koordinatorinnen und Koordinatoren für die neuen Mentoring-Programme der Schulen fort, unterstützen bei der Konzeption der individuellen Schul-Mentoring-Programme und begleiten die Umsetzung an den Schulen kontinuierlich. In Abhängigkeit von Schwerpunkt und Adressatengruppe (z. B. MINT-Mädchenförderung, Förderung des selbstregulierten Lernens, Förderung von Kindern und Jugendlichen aus weniger bildungsnahen Elternhäusern) können unterschiedliche Mentoring-Konzepte (z. B. durch andere Schülerinnen und Schüler, durch Eltern oder durch externe Experten) genutzt werden. In formativen Evaluationen überprüfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unter welchen Bedingungen Mentoring an unterschiedlichen Schulen besonders effektiv ist.

Das Projekt „Individuelle Förderung durch Mentoring“ ist Teil des bundesweiten Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“, mit dem Bund und Länder gemeinsam die Entwicklungsmöglichkeiten leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler fördern möchten. Dafür erarbeiten 24 Projekte in den nächsten fünf Jahren wissenschaftlich fundierte Grundlagen und Maßnahmen zur Begabungsförderung. Im Rahmen der gesamten Förderinitiative ergibt sich eine bisher einmalige Kooperation von Bund und Ländern, Akteuren aus der schulischen Praxis und der Wissenschaft. An der Initiative sind 300 Schulen aus dem Primar- und Sekundarbereich aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt. In Bayern nehmen 47 Schulen an der Initiative teil.

Mit dem offiziellen Auftakt des Projekts am 30. Januar 2018 in Berlin wurde der Weg frei für ein „Matching“ der Schulen zu den wissenschaftlichen Teilprojekten und damit für eine intensive Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. Die Konzepte, die in den nächsten fünf Jahren entwickelt und erprobt werden und sich in der Evaluation bewähren, sollen anschließend auf weitere Schulen in ganz Deutschland übertragen werden.

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Bildunterschrift: Prof. Dr. Heidrun Stöger (zweite Reihe, zweite von rechts) mit Vertretern der anderen Teilprojekte des bundesweiten Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“ Foto: Koordination Leistung macht Schule


Ansprechpartner für Medienvertreter:

Prof. Dr. Heidrun Stöger
Lehrstuhl für Pädagogik (Schulpädagogik)
Universität Regensburg
Tel.: 0941 943-1700
E-Mail: heidrun.stoeger@ur.de


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