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Humboldt-Forschungspreisträger zu Gast an der Universität Regensburg

Prof. Robert E. Mulvey forscht für ein Jahr am Institut für Anorganische Chemie


Pressemitteilung vom 16. Mai 2018
Der international anerkannte Chemiker Prof. Robert E. Mulvey von der University of Strathclyde in Glasgow, Scotland (UK) ist seit Mai 2018 Gastprofessor am Institut für Anorganische Chemie an der Universität Regensburg. Prof. Mulvey ist im März 2018 mit dem Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet  und damit zu einem Forschungsaufenthalt an die Universität Regensburg eingeladen worden, wo er zusammen mit Prof. Dr. Manfred Scheer, Lehrstuhl für Anorganische Chemie, im Bereich der Reduktion von Polypnictogen-Verbindungen forschen wird. Er bringt seine breite wissenschaftliche Expertise im Elite Masterstudiengang „Synthese und Katalyse“ ein und unterstützt am Institut für Anorganische Chemie die anorganischen Nachwuchsgruppen von Dr. Robert Kretschmer und Dr. Jonathan Bauer.

Prof. Mulvey ist weltweit bekannt für seine bahnbrechenden Forschungen auf dem Gebiet der s-Block-Elementchemie, die eine Schnittstelle zwischen anorganischer und organischer Chemie markieren. Als herausragender Forscher auf dem Gebiet der Organolithium Chemie, wofür er 2013 mit dem Arfvredson-Schlenk-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet wurde, hat er das Gebiet der „synergetischen bimetallischen Chemie“ erschlossen. Ein Konzept, das kooperative Effekte zwischen zwei unterschiedlichen Metallen nutzt, um spezielle Reaktivitäten und Selektivitäten zu generieren, die eine entsprechende Metallverbindung allein nicht aufweisen. Dieses äußerst innovative Herangehen nutzen viele Forscher weltweit zunehmend, wobei die hohe Reaktivität von Alkalimetallen sich auch auf die verbesserte Reaktivität sonst meist inerter Metalle auswirkt. Prof. Mulveys wesentliche Arbeit zur C-H-Bindungsaktivierung durch Deprotonierung findet zunehmend in katalytischen Prozessen ihre Anwendung, so dass teure und giftige Übergangsmetalle durch bereits vorrätige Elemente ersetzt werden können. In fast 300 wissenschaftlichen Publikationen in international führenden Journalen, wie z. B. in Science und Nature Chemistry konnte Prof. Mulvey seine Forschungsergebnisse bisher darlegen.

Informationen zum Humboldt-Forschungspreis
Den Humboldt-Forschungspreis erhalten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen, deren Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben. Der Humboldt-Forschungspreis ist eine der höchsten Auszeichnungen für im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Deutschland vergeben werden. Die Wissenschaftler erhalten ein Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro und werden zu einem Gastaufenthalt nach Deutschland eingeladen.

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Prof. Robert E. Mulvey © Prof. Dr. Arno Pfitzner


Ansprechpartner für Medienvertreter:

Prof. Dr. Manfred Scheer
Lehrstuhl für Anorganische Chemie
Universität Regensburg
Tel.: 0941 943-4441
E-Mail: manfred.scheer@ur.de




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