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Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt "Lernen mit visuellen Medien")

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte sind der Pädagogischen Psychologie oder der Empirischen Pädagogik zuzuordnen und liegen in den Bereichen (1) kognitive Lernprozesse, unter besonderer Berücksichtigung des Lehrens und Lernens mit Neuen Medien sowie (2) Expertiseentwicklung in der Lehre.

Der Forschungsschwerpunkt „Kognitive Lernprozesse, unter besonderer Berücksichtigung des Lehrens und Lernens mit Neuen Medien“ gliedert sich in die Teilbereiche
1.1 Analyse und Förderung selbstgesteuerter Lernprozesse
1.2 Lernen aus Beispielen und Modellen
1.3 Der Einsatz des Social Web in Training und Lehre

Ad 1.1) Im Rahmen selbstgesteuerter Lernprozesse werden Lernende mit Problemen konfrontiert, die sie alleine nicht lösen können. Im Bewältigungsprozess entwickelt der Lernende verschiedene Verfahrensmuster, die einerseits durch personale Faktoren (z.B. kognitive und metakognitive Fähigkeiten) und andererseits durch situative Faktoren (z.B. Gestaltungsmerkmale der jeweiligen Lernumgebung) beeinflusst werden.

Ad 1.2) Das Lernen aus Beispielen und Modellen hat sich in zahlreichen Domänen gerade zu Beginn des Fertigkeitserwerbs als eine effektive Lehrform erwiesen. Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich spezifisch mit dem Einsatz von komplexen Beispielen in computerbasierten Lernumgebungen.

Ad 1.3) Beim Lernen und Lehren mit Neuen Medien gewinnt der Einatz von Web 2.0 Applikationen zunehmend an Bedeutung. Gegenstand der Forschung hier ist die Wirkung der Einbindung von Social Web Features und anderer Komponenten der Informationstechnologie in computerbasierte Lernumgebungen auf Leistungskritierien aber auch auf die Akzeptanz der Lernumgebungen durch die Lernenden. Konkret untersucht wird dies einerseits mittels Feldstudien in Schule und Hochschule, aber auch durch experimentelle Laborstudien, in denen einzelne Wirkmechanismen genauer analysiert werden.

Der Forschungsschwerpunkt Expertiseentwicklung in der Lehre kann in 2 Teilbereiche untergliedert werden.

2.1    Professionelle Hochschullehre: Die bedarfsgerechte Entwicklung zukunftsorientierter Lehrkompetenz.
2.2    Kompetenzentwicklung von Studierenden im Kontext des Hochschulstudiums unter besonderer Berücksichtigung individueller Merkmale

Ad 2.1) Dieses Themenfeld ist Gegenstand eines vom BMBF geförderten Forschungsprojekts. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Modells hochschuldidaktischer Kompetenz sowie die Entwicklung des Prototyps eines Verfahrens zur Diagnose dieser Kompetenz, um eine bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung des Akademischen Nachwuchses zu ermöglichen.

Ad 2.2) Es zeigt sich vielfach, dass nicht nur Leistungsvariablen für die Einschätzung des Studienerfolges relevant sind. Zur Kompetenzentwicklung gehört, neben dem Erwerb von Fachkompetenz,  auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und der Erwerb sogenannter sozialer Kompetenzen. Forschungsgegenstand ist hier die Entwicklung spezifischer individueller Merkmale wie beispielsweise epistemologische Überzeugungen und Leistungsmotivation unter dem Einfluss instruktionaler Maßnahmen.

publikationen

Schworm S. & Nistor N., (in press). Elements of social computing in online help design - fostering help seeking activities in communities of practice. In Karabenick, S. A., & Puustinen, M. (Eds.), Advances in help-seeking research and applications: The role of emerging technologies. Charlotte, NC: Information Age Publishing.


Schworm S., Fiehn, J., Kollar I., & Fischer F. (submitted). Prävalenz und Förderung von Hilfesuchprozessen beim computerunterstützten kooperativen Forschenden Lernen in der Biologie. Psychologie in Erziehung und Unterricht.


Schworm, S. & Bolzer M. (submitted). Instructional Attempts to Foster Learners’ Awareness of Their Need for Help when Learning with Video-Based Examples. Journal of Computer Assisted Learning.


Schworm, S. & Heckner, M., & Strumberger, S. (submitted). Help Design Matters! Supporting Knowledge Development with Design Patterns and Social Computing. International Journal of Human-Computer Studies.

2012


Nistor, N., Schworm, S. & Werner, M. (2012). Online help-seeking in communities of practice: Modeling the acceptance of conceptual artifacts. Computers & Education, 59 (2), 774-784.


Schworm, S. & Stiller, K. D. (2012). Does personalization matter? The role of social cues in instructional explanations. Intelligent Decision Technologies, 6(2), 105-111.



2011
Paetz, N., Ceylan, F., Fiehn, C, Schworm, S. & J., Harteis, (2011). Kompetenz in der Hochschuldidaktik:  Ergebnisse einer Delphi-Studie vor dem Hintergrund der Bologna-Reformen. Wiesbaden :VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schworm, S., & Gruber, H. (2011). E-learning in universities: Supporting help-seeking processes by instructional prompts. British Journal of Educational Technology. 42(3) DOI: 10.1111/j.1467-8535.2011.01176.x.

2010
Harteis, C., Schworm, S., Hawelka, B., Ceylan, F. & Fiehn, J. (2010). Lehre Profi - Professionelle Hochschullehre: Die bedarfsgerechte Entwicklung zukunftsorientierter hochschuldidaktischer Kompetenz. HD Journal, 21(1).

Heckner, M., Schworm, S., & Wolff, C. (2010). Combining design patterns and elements of social computing for the design of user centered online help systems. Journal of Educational Technology Systems, 38(1), 3-20.

2009
Heckner, M., & Schworm, S. (2009). The tagblog: exploring social web user contribution to encourage students to actively engage in learning content. International Journal of Web Based Communities (IJWBC), 5(4), 528-542.

Renkl, A., Hilbert, T., & Schworm, S. (2009). Example-based learning in heuristic domains: A cognitive load theory account. Educational Psychology Review, 21(1), 67-78.

Schworm, S., & Heckner, M. (2009). Tagblog – Die Nutzung einer Blogging Plattform für kollaboratives Lern- und Wissensmanagement. In M. Koch & A. Richter (Eds.), Enterprise 2.0: Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen. Verlag: Oldenbourg.

Schworm, S. & Heckner, M. (2009). E-collaborative help-seeking using social web features. In B. Ertl (Ed.), E-Collaborative Knowledge Construction: Learning from Computer-Supported and Virtual Environments. Hershey: IGI-Global.

2008
Busch, C., Renkl, A., & Schworm, S. (2008). Towards a generic self-explanation training intervention for example-based learning. In G. Kanselaar, V. Jonker, P. A. Kirschner, & F. J. Prins (Eds.), Proceedings of the 8th International Conference of the Learning Sciences 2008. Utrecht, NL: ICLS.

Schworm, S., Bradler, P., & Renkl, A. (2008). Help design in a computer-based learning environment - teaching argumentation skills through the use of double-content examples. In G. Kanselaar, V. Jonker, P. A. Kirschner, & F. J. Prins (Eds.), Proceedings of the 8th International Conference of the Learning Sciences 2008 . Utrecht , NL: ICLS.

Hilbert, T. S., Renkl, A., Schworm, S., Kessler, S., & Reiss, K. (2008). Learning to teach with worked-out examples: A computer-based learning environment for teachers. Journal of Computer-Assisted Learning, 24, 316–332.

2007
Schworm, S. & Neger, T. (2007). Präsentieren und Referieren. In B. Hawelka, M. Hammerl & H. Gruber (Hrsg.), Förderung von Kompetenzen in der Hochschullehre. Kröning: Asanger.

Schworm, S. & Renkl, A. (2007). Learning argumentations skills through the use of prompts for self-explaining examples. Journal of Educational Psychology, 99/2, pp 285-296.

Renkl, A., Hilbert, T., Schworm, S., & Reiss, K. (2007). Cognitive skill acquisition from complex examples: A taxonomy of examples and tentative instructional guidelines. In M. Prenzel (Eds.), Studies on the educational quality of schools (pp. 239-249). Münster: Waxmann.

2006
Renkl, A., Hilbert, T. S., Schworm, S, & Reiss, K. (2006). Sich Beispiele selbst zu erklären ist ein probates Mittel, Verständnis zu fördern – bei Schülern wie bei Lehrern. In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule (S. 291-310). Münster: Waxmann.

Renkl, A., Wittwer, J., Große, C., Hauser, S. Hilbert, T., Nückles, M., & Schworm, S. (2006). Instruktionale Erklärungen beim Erwerb kognitiver Fertigkeiten: Sechs Thesen zu einer oft vergeblichen Bemühung. In I. Hosenfeld & F.-W. Schrader (Hrsg.), Unterricht und schulische Leistung. Grundlagen, Konsequenzen, Perspektiven. Münster: Waxmann.

Schworm, S., & Renkl, A. (2006) Computer-supported example-based learning: When instructional explanations reduce self-explanations. Computers and Education, 46/4, pp 426-445.

2005
Schworm, S., & Fischer, F. (2005). Academic help seeking. In H. Mandl & H. F. Friedrich (Hrsg.), Handbuch Lernstrategien (S. 135-147). Göttingen: Hogrefe.

Schworm, S., Hilbert, T. S., & Renkl, A. (2005) Die Erstellung beispielbasierter Lehrmaterialien: Ein Experiment zu einer computer-basierten Lernumgebung für Lehrende. Unterrichtswissenschaft, 33, 160-183.

2004
Schworm, S. (2004). Lernen aus Beispielen - Computerbasierte Lernumgebungen zum Erwerb argumentativer und didaktischer Fertigkeiten (Dissertation). http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/1383/

Renkl, A., Schworm, S., & Hilbert, T. S. (2004). Lernen aus Lösungsbeispielen: Eine effektive, aber kaum genutzte Möglichkeit, Unterricht zu gestalten. In J. Doll & M. Prenzel (Hrsg.), Studien zur Verbesserung der Bildungsqualität von Schule: Lehrerprofessionalisierung, Unterrichtsentwicklung und Schülerförderung (S. 77-92). Münster: Waxmann.

Hilbert, T. S., Schworm, S., & Renkl, A. (2004). Learning from worked-out examples: The transition from instructional explanations to self-explanation prompts. In P. Gerjets, P. A. Kirschner, J. Elen & R. Joiner (Eds.), Instructional design for effective and enjoyable computer-supported learning " (pp. 184-192). Tübingen: Knowledge Media Research Center.

2003
Aleven, V., Stahl, E., Schworm, S., Fischer, F., & Wallace R. (2003). Help seeking and help design in interactive learning environments. Review of Educational Research, 73, 277-320.

2002
Renkl, A., & Schworm, S. (2002). Lernen mit Lösungsbeispielen zu lehren. Zeitschrift für Pädagogik, Beiheft 45, 259-270.

Schworm, S., & Renkl, A. (2002). Learning by solved example problems: Instructional explanations reduce self-explanation activity. In W. D. Gray & C. D. Schunn (Eds.), Proceeding of the 24th Annual Conference of the Cognitive Science Society (pp. 816-821). Mahwah, NJ: Erlbaum.

Schworm, S. & Renkl, A, (2002). Lernen effektive Lösungsbeispiele zu erstellen: Ein Experiment zu einer computer-basierten Lernumgebung für Lehrende. Unterrichtswissenschaft, 30, 7-26.

2001
Renkl, A., Schworm, S., & vom Hofe, R. (2001). Lernen mit Lösungsbeispielen. mathematik lehren, 109, 14-18.

Schworm, S., & Renkl, A. (2001). Lernen mit Hilfe von Lösungsbeispielen zu lehren: Selbsterklärungen und instruktionale Erklärungen [Langfassung auf CD-ROM]. In A. C. Zimmer et al. (Hrsg.), Tagungsband der 43. Tagung experimentell arbeitender Psychologen (TeaP 2001). Regensburg: Universitätsbibliothek.

Lehre

Die Konzeption des Lehrangebots beruht auf dem Learning-Community-Ansatz (Bielaczyc & Collins, 1999) und integriert didaktische Elemente aus den Ansätzen zum Blended Learning. Dabei werden die folgenden Prinzipien realisiert:

  • Selbstgesteuertes Lernen durch problemorientierten Unterricht;
  • Kontinuierliche Reflexion auf den Lernprozess durch das Schreiben und wechselseitige Kommentieren von Lernprotokollen und Blogs;
  • Kontinuierliche Dokumentation des gemeinsamen Wissens in einem virtuellen Arbeitsbereich;
  • Dozent mehr Coach und Initiator von Lernprozessen als Wissensvermittler durch teilnehmerzentrierte Unterrichtsmethoden;
  • Tiefe vor Breite, realisiert dadurch, dass die Studierenden eigenständig spezifische Fragestellungen aus den Themenfeldern bearbeiten bzw. eigene Lernarrangements entwickeln und evaluieren.

lebenslauf

Akademische Grade

Juli 2011 
Lehrbefähigung für das Fachgebiet „Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie“
Habilitation: „Lernen in computerbasierten Lernumgebungen: Theoretische und empirische Analysen instruktionaler Unterstützungsmöglichkeiten“

Mai 2004  
Promotion (magna cum laude)
Dissertation: „Lernen aus Beispielen: Computerbasierte Lernumgebungen zum Erwerb argumentativer und didaktischer Fertigkeiten“

April 2000  
Diplom in Psychologie, Gesamtnote „sehr gut“ (1,1)

September 2002  
Förderpreis Pädagogische Psychologie der Fachgruppe Pädagogische Psychologie in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Bisherige Tätigkeiten

Seit Oktober´12  
Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt "Lernen mit visuellen Medien") an der Universität Regensburg;
 
April ´11 - September ´11
Wissenschaftliche Assistentin von Prof. Dr. Klaus-Peter Wild am Institut für Pädagogik der Universität Regensburg;

April ´09 – März ´11  
Professorin (in Vertretung) für Lehr-Lern-Forschung im Department Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München;

April ´04 - März ´09  
Wissenschaftliche Assistentin und Habilitandin von Prof. Dr. Klaus-Peter Wild am Institut für Pädagogik der Universität Regensburg;

Mai´00 - April ´04  
Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Alexander Renkl im Institut für Psychologie der Universität Freiburg, Abteilung Pädagogische Psychologie.
Projektmitarbeiterin im DFG-Projekt: Lernen mit Lösungsbeispielen zu Lehren – Entwicklung einer computerbasierten Lernumgebung für Lehrende.

Hochschulstudium

Okt.´94-April´00   
Studium der Psychologie an der Universität Mannheim

Quirl-Projekt

Informationen zum Quirl-Projekt Teilbereich Erziehungswissenschaft erhalten Sie unter folgendem Link:

http://www.uni-regensburg.de/psychologie-paedagogik-sport/quirl-projekt/index.html

  1. Fakultät für Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft
  2. Institut für Pädagogik

Prof. Dr. Silke Schworm

Professur für Erziehungswissenschaften

Schwerpunkt: 
Lernen mit visuellen Medien

 

Prof. Dr. Silke Schworm
Kontakt:

Telefon 0941 943-3821
Telefax 0941 943-1595
E-Mail silke.schworm@ur.de
Gebäude PT, Zi. 5.0.06
Universitätsstraße 31
D-93053 Regensburg