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Dr. Martina Walther

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Aktuelles

Vita

1988 – 1992  Studium Lehramt an Grundschulen (Universität Augsburg) 
1992  1. Staatsexamen 
1990 – 1993  Magisterstudium (Deutsche Sprachwissenschaft, Deutsche Literaturwissenschaft, Pädagogik) 
1993 – 2002  Referendarin, 2. Staatsexamen (1995), Lehrerin an verschiedenen Grundschulen im Landkreis Neu-Ulm, zuletzt an der Katholischen Freien Grundschule St. Michael in Neu-Ulm (Marchtaler-Plan-Schule) 
1996 – 1998  Reformpädagogische Ausbildung (Montessori-Diplom) 
2002 – 2006  Promotion am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik der Universität Augsburg (Titel der Dissertation: „Der Marchtaler Plan – Beispiel einer Reform von unten“) 
2007 – 2008  Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der Universität Passau 
seit 1.11.2008  Akademische Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft I in der Abteilung Schulpädagogik (Fach: Empirische Unterrichtsforschung) der PH Schwäbisch Gmünd 
seit 2011  Theorie-Assistentin in den Montessori-Kursen der Deutschen Montessori-Vereinigung  
seit SS 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik der Universität Regensburg

Schwerpunkte

Schwerpunkte in der Lehre

  • Schulpädagogik
  • Umgang mit Heterogenität im Unterricht
  • Diagnose und Förderung
  • Lehr- Lerntheorien und Unterrichtsplanung
  • Lehrforschungsprojekt: „Merkmale erfolgreichen Unterrichtens in heterogenen Klassen“

 

Schwerpunkte in der Forschung

  • Empirische Unterrichtsforschung
  • Heterogenität in Schule und Unterricht
  • Unterrichtsqualität
  • Bildungsgerechtigkeit
  • Lehrerprofessionalisierung
  • Reformpädagogik

Projekte

Aktuelle Projekte

Merkmale erfolgreichen Unterrichtens in heterogenen Klassen
(Finanzierung: Fördermittel der PH Schwäbisch Gmünd)

Im geplanten Forschungsvorhaben soll eine Schulklasse einer Hauptschule / Werkrealschule, die erwartungswidrig gut bei den Vergleichsarbeiten abgeschnitten hat, in das Blickfeld genommen werden. Im Projekt soll u. a. per Videoanalysen des Unterrichts analysiert werden, ob und wenn ja welche Unterrichtsmerkmale zu diesem Erfolg beitragen. Um diese Merkmale annähernd zu isolieren, soll der Unterricht der erwartungswidrig gut abschneidenden Klasse mit einer weiteren Klasse derselben Schule verglichen werden, die durchschnittlich oder erwartungsgemäß abgeschnitten hat. Es wird dabei eine Schule gesucht, die einen sozial eher ungünstigen Einflussbereich hat, eine sogenannte Brennpunktschule, die von einer heterogenen Schülerschaft besucht wird. Heterogenität findet sich in sogenannten Brennpunktschulen vor allem hinsichtlich Gender und Migrationshintergrund. Hinsichtlich der Leistungsstärke und dem sozio-ökonomischem Hintergrund ist die Schülerschaft an derartigen Schulen eher homogen. Um diese Einflussfaktoren beurteilen zu können, werden die Lernvoraussetzungen, der sozioökonomische und kulturelle Hintergrund der Lernenden sowie ihre Lernfortschritte in einem kleinen Längsschnitt überprüft. Auch die Haltungen und didaktischen Überlegungen der beteiligten Lehrkräfte sollen per Interviews einbezogen werden.

Abgeschlossene Projekte

Heterogenität im Spiegel der Einstellungen und Haltungen von Grund- und Volksschullehrer/innen in Österreich und Deutschland

Eine adäquate Reaktion der Lehrerschaft auf heterogene Lerngruppen wird in der empirischen Schul- und Unterrichtsforschung in Zweifel gezogen. Heterogenität wird einigen Studien nach als Belastung wahrgenommen. Professionelle Handlungskompetenz stützt sich neben Professionswissen auch unter anderem auf ‚beliefs’. Im vorliegenden Projekt werden die Einstellungen von Lehrkräften untersucht, die an Schulen mit (anteilmäßig vielen) Lernenden mit Migrationshintergrund, mit Integrations-/Inklusionsklassen oder mit altersgemischten Klassen arbeiten. Neben den Einstellungen generell werden die ‚beliefs’ zur Heterogenität hinsichtlich der drei genannten Aspekte erfasst sowie hinsichtlich einer Leistungsheterogenität. Die Einstellungen gegenüber Heterogenität, so zeigen erste Ergebnisse, sind ambivalent. Oberösterreichische Lehrer/innen scheinen aufgeschlossener zu sein als bayerische. Eine konzeptuell sowie bildungspolitisch unterstützte Einführung von heterogenen Lerngruppen scheint sich positiv auf die Einstellungen der Lehrkräfte auszuwirken.

Publikationen

Walther, Martina: (2012): Geschlechterforschung in der Schulpädagogik. In: Kampshoff, Marita / Wiepcke, Claudia (Hrsg.): Handbuch Geschlechterforschung und Fachdidaktik. Wiesbaden: VS Verlag 2012, S. 355 – 368.

Kampshoff, Marita / Walther, Martina (2011): Unterricht für alle Lernenden. Erfahrungen mit Gemeinsamem Unterricht in Südtiroler Schulklassen und empirisch begründete Schlüsse für eine gelungene Unterrichtgestaltung. In: Bräu, Karin / Carle, Ursula / Kunze, Ingrid (Hrsg.): Differenzierung, Integration, Inklusion – Was können wir vom Umgang mit Heterogenität an Kindergärten und Schulen in Südtirol lernen? Baltmannweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2011, S. 141 – 150.

Kampshoff, Marita / Walther, Martina (2010): Jungen und Mädchen in der Schule. In: Mägdefrau, Jutta (Hrsg.): Schulisches Lehren und Lernen – Pädagogische Theorie an Praxisbeispielen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 190 – 211.

Kampshoff, Marita / Walther, Martina (2010): Einstellungen von Lehrer/innen gegenüber Heterogenität. Vergleich von oberösterreichischen und bayerischen Lehrkräften aus Schulen mit altersgemischten, Integrations- und ‚Migrationsklassen’. In: Erziehung und Unterricht. Heft 3+4/2010, S. 401 – 414.

Walther, Martina (2008): Zur Rolle der Religion in der Pädagogik Maria Montessoris und deren Rezeption in der deutschen Religionspädagogik. In: TheoWeb – Zeitschrift für Religionspädagogik 7 (2008). H. 2, S. 214 – 225.

Walther, Martina (2008): Der Marchtaler Plan – Ein katholisches Schulkonzept macht Schule. In: SchulVerwaltung Ausgabe Bayern Nr. 11/2008, S. 293 – 297.

Walther, Martina (2006): Der Marchtaler Plan – Beispiel einer Reform von unten. Münster: LIT-Verlag.

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