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Forschung

Forschung seit 2000

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

  • Kindheitsforschung (Fölling-Albers)
    Es geht um die Untersuchung der Frage, welche Auswirkungen veränderte Bedingungen des Aufwachsens auf Lehr- und Lernprozesse in der Grundschule haben und wie Grundschüler schulische Lerninhalte mit ihrer Alltagswelt verknüpfen.
  • Lehr-Lern-Forschung (DFG-Projekt; Fölling-Albers/ Hartinger, Universität Ausgsburg/ Rank)
    Es wird untersucht, ob sich unterschiedliche Lehrmethoden in der Lehrerfortbildung auf das anwen-dungsbezogene Wissen von Lehrer/innen auswirken.
  • Was behalten Kinder vom Unterricht? Wie rekonstruieren Kinder ihre schulischen Lernerfahrungen? (Fölling-Albers/ Meidenbauer/ Haider)
  • Aufbau naturwissenschaftlicher Konzepte bei Grundschüler/innen (M. Haider/Th. Haider)
  • Kibbutzforschung (Fölling-Albers)
    Wie wirken sich gesellschaftliche Transformationsprozesse auf das Erziehungssystem und die Erziehungspraxis des Kibbutz (Israel) aus?

Kindheitsforschung – Schulisches Lernen und Alltag der Kinder in der Grundschule
Welche Bedeutungen haben schulische Lernaufgaben für den Alltag der Grundschüler und wie wirkt sich die Freizeittätigkeit auf das Lernen in der Schule aus? Es wurden Daten aus einem bereits durchgeführten Forschungsprojekt ausgewertet, in in dem das Zusammenwirken von schulischem und außerschulischem Lernen genauer untersucht worden ist. Überwiegend in Form von Fallstudien an einzelnen Kindern wurden die gegenseitigen Einflüsse genauer überprüft.
Im Rahmen von Zulassungs- und Diplomarbeiten werden einzelne Aspekte dieser Fragestellung erforscht. Interessenten mögen sich in der Sprechstunde und/oder per e-mail melden.

Krise des Kibbutz und Transformationsprozesse in der Kibbutzerziehung
(DFG-Projekt, in Kooperation mit Prof. Dr. W. Fölling, TU Dresden)
Seit der Mitte der 1980er Jahre machen sich in der Kibbutz-Bewegung verstärkt Krisen- und Transformationsprozesse bemerkbar, die auch auf das Erziehungssystem Einfluß gehabt haben. Es werden Merkmale der Veränderungen untersucht, ihre (unterschiedlichen) Einschätzungen durch die Mitglieder der verschiedenen Genera-tionen. Dabei wird gleichzeitig das reformpädagogisch beeinflusste Konzept der Erziehung in ihren verschiedenen Entwicklungs- und Veränderungsphasen untersucht.
Veröffentlichungen:
M. Fölling-Albers/W. Fölling (2000): Kibbutz und Kollektiverziehung. Entstehung, Entwicklung, Veränderung. Opladen: Leske + Budrich.
W. Fölling/M. Fölling-Albers (Eds.) (1999): The Transformation of Collective Education in the Kibbutz. The End of Utopia? Frankfurt/M u.a.: Lang.

Rekonstruktionen schulischer Lernerfahrungen von Grundschüler/innen
(DFG-gefördert) unter Mitarbeit von Katja Schwarzmeier, Michael Haider und Thomas Haider
Unterricht, der für die Schüler/innen lernwirksam werden soll, muss zunächst einmal bei ihnen „ankommen“ – d.h. sie müssen ihn als für sich bedeutsam "abspeichern" und sich mit ihm auseinander setzen. In welcher Weise dieser aber von verschiedenen Schülergruppen rekonstruiert wird, ist in der Unterrichtsforschung noch eine offene Frage. Die beantragte Studie will zur Klärung folgender zwei Fragen beitragen:
a) Wie schätzen Grundschüler/innen die (Lern-)Bedeutsamkeit von Unterrichtserfahrungen ein; an welche Lerninhalte erinnern sie sich?
b) Mit welchen unterrichtlichen Lernerfahrungen setzen sie sich auch noch am Nachmittag auseinander?
Es werden individuelle (z.B. lernschwächere und leistungsstärkere Schüler/innen; am Unterrichtsfach bzw. am Thema besonders interessierte bzw. wenig interessierte Kinder), und schulstrukturelle (Relevanz von Zeugnissen und Übertrittsempfehlungen) Aspekte berücksichtigt werden.

Der Einfluss individueller Differenzen in der Ambiguitätstoleranz auf den Wissensaufbau bei Lehramtsstudierenden in situierten Lernbedingungen
(DFG-gefördert; gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Hartinger, Universität Augsburg; Mitarbeit: Dr. Dženana Mörtl-Hafizović)
Die Umsetzung aktueller Modelle der Schriftsprachdidaktik stellt (künftige) Lehrer/innen vor immer komplexere Anforderungen. Traditionelle Wege der Lehrerbildung geraten hier an ihre Grenzen; erforderlich sind Methoden zum Aufbau einer Wissensbasis, die sich durch einen hohen Grad an Anwendungsqualität und Komplexität auszeichnet. Die Integration situierter Lernformen in die universitäre Lehre der Schriftsprachdidaktik könnte hier hilfreich sein; jedoch profitieren nicht alle Lernergruppen gleichermaßen von Formen situierten Lernens. Es wird angenommen, dass bei Personen mit niedriger Ambiguitätstoleranz die positiven Wirkungen situierter Lernumgebungen durch die Scheu vor den damit implizierten komplexen, authentischen und damit ‚ungewissen' kognitiven Situationen aufgehoben wird und sie deshalb eher von traditionell-textbasierten Lernsituationen profitieren. Diese für die Lehrerausbildung überaus relevante, empirisch bislang noch nicht untersuchte Hypothese wurde in einem 2x2-faktoriellen Design mit den Faktoren ‚Ambiguitätstoleranz' (hoch vs. niedrig) und ‚Lernbedingung' (situiert vs. traditionell-textbasiert) überprüft. Dabei wurden die Lernergebnisse von Lehramtsstudierenden in Bezug auf das Faktenwissen und die Anwendbarkeit des erworbenen Wissens erfasst. Aus den Ergebnissen können Konsequenzen für die Lehramtsausbildung gezogen werden.

Aufbau und Anwendung förderdiagnostischer Kompetenzen durch situiertes Lernen in der Lehrerfortbildung
(DFG-Projekt; gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Hartinger, Universität Augsburg; Mitarbeit: Dr. Astrid Rank)
Es wird geprüft, ob und in welcher Weise durch Fortbildungen, die an Ansätzen des situierten Lernens anknüpfen, komplexe, anwendungsbezogene förderdiagnostische Kompetenzen bei Grundschullehrerinnen nachhaltig aufgebaut und in der Unterrichtspraxis genutzt werden.

  1. Fakultät für Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft