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Kontakt: Petra Jansen
Durch ihr räumliches Verhalten, d.h. durch ihre aktive Exploration, erwerben Kinder im Vorschul- und Grundschulalter ein Wissen über ihre nähere Umgebung. Dieses Wissen umfasst neben der Kenntnis bestimmter Orte bzw. Objekte in der Umgebung (Landmarkenwissen) ein Wissen über die Verbindungen zwischen den Orten (Routenwissen). Werden Routen und Orte zu einer Gesamtkonfiguration mental integriert, spricht man von Überblickswissen. Dieses Projekt hatte zum Ziel, die Entwicklung des Routen- und Überblickswissens prozessanalytisch bzw. unter der Berücksichtigung des Anforderungsgehaltes der Aufgabe zu betrachten, Verschiedenartige Aspekte räumlichen Verhaltens bei 7 bis 12jährigen Kindern wurden auf die Entwicklung des Routen- und Überblickswissens untersucht. Zu diesen Aspekten gehörten die Nutzung einer bestimmten Strategie beim Wegefinden, die Dauer der Exploration des Raumes, die Ausführung von Handlungen während der Exploration und die potentiell Kohärenz fördernde Wirkung von Gestaltungsmerkmalen. Die Untersuchungen fanden in virtuellen - dreidimensionalen computergenerierten - Umgebungen statt.
Unterstützung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG JA 889/3-1,3-3)
Kontakt: Petra Jansen
Bisherige Untersuchungen hatten gezeigt, dass Kinder mit Spina Bifida (Neuralrohrdefekt) Einbußen in ihrer visuell-räumlichen Leistungsfähigkeit zeigen. Dabei lag die Betonung der Untersuchungen bislang auf dem visuellen Aspekt. Untersuchungen zur Diagnose der räumlichen Leistungsfähigkeit der erkrankten Kinder fehlten. Ziel dieses Projektes war es daher zunächst, die räumlichen, weniger die visuellen, Fähigkeiten der erkrankten Kinder zu diagnostizieren. Wir konnten zeigen, dass Kinder mit Spina Bifida schlechtere räumliche Fähigkeiten besitzen als eine nach dem Alter, Geschlecht und Verbal-IQ gematchte Kontrollgruppe. Darüber hinaus zeigten wir, dass ihre räumlichen Fähigkeiten mittels eines virtuellen Rotationstests trainiert werden konnten.
Unterstützung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG JA 889/4-1)
Kontakt: Petra Jansen
Ziel des geplanten Forschungsvorhabens war es, das in der ersten Phase des Projektes entwickelte Training weiter zu evaluieren und die Bedeutsamkeit weiterer Trainingsprogramme der räumlich-kognitiven Fähigkeiten zu evaluieren. Wir konnten zeigen, dass das von uns entwickelte virtuelle motorische Rotationstraining nicht nur die mentale Rotationsleistung sondern auch die Leistungen, Richtungen in einer virtuellen Umgebung zu schätzen verbessert. Dabei zeigte sich diese Leistungsverbesserung jedoch nur für Erwachsene, nicht aber für Kinder. Darüber hinaus konnten wir zeigen, dass sich die visuell-räumlichen Leistungen sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen durch ein Jongliertraining verbessern lassen.
Unterstützung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG JA 889/4-2)
Kontakt: Petra Jansen und Martin Heil (Heinrich-Heine Universität Düsseldorf)
Ziel des Projektes war es demnach, bei Vorschulkindern den Einfluss eines musischen, tänzerischen und motorischen Trainings auf die mentale Rotationsleistung sowohl auf einer Verhaltens- als auch auf einer neuronalen Ebene zu untersuchen. Insgesamt nahmen an der Untersuchung 100 Kinder im Kindergartenalter teil. Sie führten zunächst einen mentalen Rotationstest mit Tierzeichnungen als Stimuli durch. Bei der mentalen Rotationsaufgabe wurden 2 Stimuli auf dem Bildschirm präsentiert, wobei das linke zum rechten rotiert war. Die Kinder sollten so schnell und genau wie möglich entscheiden, ob die beiden Objekte gleich oder gespiegelt sind. Gemessen wurden die elektrische Aktivität mittels des EEGs, die Reaktionszeit und die Fehlerzahl. Danach erhielten die Kinder in unterschiedlichen Gruppen ein musikalisches Training (Erlernen einfacher Keyboard-Sequenzen), ein sportives Training oder ein tänzerisches Training (kreativer Kindertanz), darüber hinaus gab es eine Zuwendungsgruppe. Nach dem jeweils 8 Wochen dauernden Training führten die Kinder noch einmal einen mentalen Rotationstest mit EEG-Ableitung durch. Die Ergebnisse zeigen einen Einfluss des Trainings auf das visuell-räumliche Vorstellungsvermögen. Dies spiegelt sich tendenziell in den Verhaltensdaten, speziell aber auf neuronaler Ebene wieder. Die Tanzgruppe zeigte eine erhöhte neuronale Aktivität, die jedoch unabhängig von der Ausrichtung des Stimulus auftrat. Darüber hinaus fanden wir in Abhängigkeit des Geschlechts eine unterschiedliche Lateralisierung, während diese bei Jungen bilateral war, zeigte sich bei den Mädchen eine Linkslateralisierung.
Unterstützung: BMBF (GFGJ01000707)