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Hier werde ich nach und nach die Antworten auf Anfragen als kurzes Statement veröffentlichen; d.h. die Reihenfolge folgt keiner besonderen Ordnung. Benutzung dieser Tipps auf EIGENES Risiko. Wenn ich weiter unten von irgendwelchen Fehlern spreche heißt dies nicht, das ich mit dem Produkt unzufrieden bin, ganz im Gegenteil. Fehler gibt es überall.
Wenn Sie Fragen zu GroupWise haben empfehle ich Ihnen die Support Seiten (oder die Support-Newsgroups) und das hervoragende Novell European Support Center. Natürlich gibt es auch etliche Firmen die viel Erfahrung mit diesem Produkt haben und Ihnen gerne weiterhelfen.
Das folgende Kochhrezept ist nichts für ein 20-User ein Server System. Die Tipps beziehen sich auf die Netware und OES2 Linux Versionen (was kaum einer weiß GroupWise laüft auch unter Windows Server Betriebsystemen).
Benutzen Sie mehrere Domains (d.g. mindestens eine secondary Domain). Auch in einer secondary-wpdomain.db ist alles drinnen was eine primäre Domain so braucht; d.h. geht Ihnen die primary-wpdomain.db mal kaputt können Sie (entweder via Novell Support Webportal oder Sie haben einen Support-Vertrag) aus einer secondary-wpdomain.db eineprimary machen.
Leisten Sie sich den "Luxus" einer primary Domain die nichts anderes tut (also keine POs keine Gateways usw...)
Auf jedem Server wo ein Gateway (GWIA, WebAccess) läuft sollte ein MTA laufen. Der/Die Gateways werden unter die Domain dieses MTAs installiert. Der Grund ist ganz einfach. Ein Gateway schreibt Dateien in ein Unterverzeichis der Domain (unter wpgate). Sind MTA und Gateway auf verschiedenen Servern dann müssen diese Schreib/Lesezugriffe von Server zu Server. Eine zusätzliche Fehlerquelle.
Trennen Sie die POs von den GateWays (eine Ausnahme ist ein oder mehrere GWIAs die nur SMTP-Gateway spielen, die sollten zu den POs). In anderen Worten bauen Sie sich PO-Server und Applikationsserver (IMAP4 und WebAccess). Dadurch bekommen Sie automatisch mehrere Domains. WebAccess und IMAP4 Server werden viel stärkeren "Belastungen" durch wildgewordene Clients, hängenden Verbindungen usw. ausgesetzt. Wenn ein Fehler auftritt dann hier.
Wieviele POs verträgt ein Server? Nach unseren Erfahrungen verträgt ein Mehrpozessorserver durchaus mehrere POs (wie haben über 6 POs pro Server). Eine gute Idee ist die POs an virtuelle IP-Adressen zu hängen (macht einen späteren Umzug viel einfacher).
Warum nicht alles in ein PO? Die PO-Datenbankgröße bedingt eine evtl. Restore Zeit. Denken Sie daran, das Sie für einen einzigen versehentlich gelöschten Termin Ihres Chefs, die ganze PO-DB zurück in das Restore-Verzeichnis holen müssen. Die PO-Größe ergibt sich also aus der Restoregeschwindigkeit und der Frust-Toleranz Ihres Chefs.
Achten Sie darauf, das alle Verbindungen die von einem Server zum anderen gehen, TCP/IP-Verbindungen (keine UNC-Verbindungen) sind.
Denken Sie ernsthaft über ein Cluster System (natürlich mit einem SAN) für die POs nach...
Es ist möglich, das GroupWise einen externen SMTP-Mailer als Relay benutzt. Dies wird im ConsoleOne beim SMTP-Gateway bei dem SMTP/Mime Settings als "Relay Host for Outbound Messages" eingetragen (Name oder IP-Adresse). Dieser SMTP Mail Server muss SMTP-Mails routen können (das werden Sie z.B. mit Mercury nicht hinkriegen), ist also üblicherweise eine Unix-Box mit Postfix/Sendmail.
Wenn Sie nur 2 Mailsysteme (z.B. Mercury und GroupWise) benutzen wollen (ohne einen SMTP-Router) können Sie auch den folgenden Trick anwenden:
Wieder beim SMTP-Gateway - SMTP/Mime Setings - Undeliverables (entspricht dem /FUT Switch in der GWIA.CFG), hier können Sie die IP-Adresse (oder den Namen) Ihres Mercury Systems eintragen. Alle Mails müssen dann ZUERST in den GroupWise-SMTP Gateway rein, kann dann GroupWise mit der Mail nichts anfangen (Undeliverable) schickt GrouWise die Email an das Mercury System weiter, wo die Mail entwerder korrekt zugestellt wird oder korrekt unzustellbar ist.
Die Installation ist an sich recht einfach und das Produkt funktioniert auch sehr gut, wenn Sie ein gut gepfegtes (alle Patche drinnen) GW-System haben und SOAP schon an den POs aktiviert ist. Ansonsten müssen Sie noch über die SSL-Zertifikatshürde springen.
GW-Mobile scheint nur einen GroupWise Server zu kennen, das stimmt aber nicht ganz. Es benutzt diesen Server um sich die Benutzerliste zu holen und dann "weiß" GW-Mobile in welchen POs die einzelnen Benutzer sitzen.
Zwei Tipps: Verwenden Sie den Trusted-App Modus des Zugriffs (die Installation ist etwas abenteuerlich), warum? Im User-Mode "merkt" sich GW-Mobile die Paasswörter der Benutzer um die Mailboxen pollen zu können; Beim ersten Passwortwechsel haben Sie einen Intruder-Lockout-Benutzer der von GW-Mobile regelmäßig alle 10 Minuten neu ausgesperrt wird.
Denken Sie daran an dem GW-Mobile Windows Server die Firewall für die SOAP-Callbacks (TCP: 8191) zu öffnen (die Fehlermeldung am PO ist übrigens "Error with GWEvent notification").
Ein recht nützliches deutsches Tool gibt es unter http://www.iff-online.de (GW-Feiertage) bei Service/Downloads findet sich eine Demo-Version, die geringfügig eingeschränkt ist. Das Programm wird in Würzburg und Regensburg seit mehreren Jahren ohne Probleme (schnell ist es nicht gerade aber es muß ja nur einmal pro Jahr sein) eingesetzt.
Seit GroupWise 8 können Sie alternativ auch einfach einen Feiertagskalender via ICAL-abbonieren, einfacher geht es kaum.
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Novell Support. Novell Support bietet Ihnen auch (fragen Sie danach) Consulting und Training an. Wenn Ihr System groß werden soll (d.h. > 10000 Benutzer) wäre mein Tipp:
Dies sind lediglich die Consultats mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben. Alle anderen guten Consultats mögen mir verzeihen oder (mit den Kunden) sich bei mir melden.
Eine einfache Antwort:
Bei uns laufen 30.000 Benutzer mit einer NormQuota von 750 MByte, fast 40 POs, PO-db Größe 400 GByte, auf..auf..?
einem 6 Node Cluster.
Mehr Fragen?
Sie müssen sich im Allgemeinen keine Gedanken machen, wo Ihr Postoffice ist, welche Ports usw., wenn Ihre Default-Domain richtig gesetzt ist und Ihr Systemverwalter die beiden DNS-Aliase "ngwnameserver" und ngwnameserver2" eingetragen hat. Der GroupWise Client versucht dann, zu dem Host "ngwnameserver" + Default-Domain eine Verbindung aufzubauen (klappt das nicht, wird "ngwnameserver2" versucht).
Wenn Sie den Client via einer DSL/Einwahl/Kabelverbindung starten, ist die Default-Domain wahrscheinlich nicht die Domain Ihrer Hochschule, sondern die des Providers. Dann müssen Sie bei der TCP-IP Adresse explizit "ngwnameserver.uni-regensburg.de" (nur für die Benutzer aus Regensburg, analoges für die anderen Hochschulen) eintragen.