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Lehrstuhl Dutta

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Der Lehrstuhl befasst sich vor allem mit grenzüberschreitenden Sachverhalten, in denen sich die klassischen Fragen des Internationalen Privatrechts stellen: Welche Gerichte sind bei Berührungen zu mehreren Staaten zuständig? Welches Recht ist auf den Sachverhalt anwendbar? Welche Wirkungen entfalten im Ausland ergangene Entscheidungen im Inland?

Neben diesem Schwerpunkt im Internationalen Privatrecht liegt ein Fokus auf der rechtsvergleichenden Forschung.

Besonderes Interesse besteht ferner am Familien- und Erbrecht, und zwar sowohl aus internationaler als auch aus rechts-vergleichender und interdisziplinärer Perspektive.


Scheidung ohne Gericht?
Symposium in Regensburg

Scheidung ohne Gericht? - Neue Entwicklungen im europäischen Scheidungsrecht

Das Scheidungsrecht hat in den europäischen Ländern seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts tiefgreifende Änderungen erfahren. Das betrifft zum einen das Recht der Scheidungsgründe: Die Tendenz geht seitdem dahin, die Scheidung zu erleichtern. Neben die Liberalisierung der Scheidungsgründe tritt zum anderen aber auch mehr und mehr der Gedanke der zwischen den Ehegatten vereinbarten Scheidung als Ausfluss der Privatautonomie. Innerhalb des herkömmlichen Systems, das die Auflösung der Ehe an eine Gerichtsentscheidung bindet, erfolgt die einverständliche Scheidung durch entsprechende Erklärungen der Ehegatten gegenüber dem Gericht, die dann die Grundlage der richterlich ausgesprochenen Scheidung bilden. In neueren Reformen einiger Länder, etwa in Italien, wird demgegenüber auf die Mitwirkung einer richterlichen Erkenntnis verzichtet: Die Scheidung erfolgt privatautonom durch Vereinbarung oder Erklärungen gegenüber den für die Registrierung zuständigen Stellen.

Das vom Lehrstuhl organisierte 13. Symposium für europäisches Familienrecht (6. bis 8. Oktober 2016) will anlässlich dieser neueren Entwicklungen den derzeitigen Stand des europäischen Scheidungsrechts rechtsvergleichend in den Blick nehmen, auch um eine Grundlage für eine rechtspolitische Diskussion in Deutschland zu legen.

Weitere Informationen | Programmflyer


Dnoti
Wissenschaftliches Symposium in Würzburg

Die Europäischen Güterrechtsverordnungen

Der Lehrstuhl veranstaltet am 10. Februar 2017 gemeinsam mit dem Deutschen Notarinstitut in Würzburg eine wissenschaftliche Tagung zu den im Sommer dieses Jahres vom europäischen Gesetzgeber erlassenen Güterrechtsverordnungen für Ehegatten und eingetragene Partner, die das internationale Güterrecht der Mitgliedstaaten ab Januar 2019 nahezu vollständig verdrängen werden. Das neue Recht soll einer ersten kritischen Analyse unterzogen werden. Vortragen werden:

  • Prof. Dr. Andrea Bonomi, Université de Lausanne
  • Prof. Dr. Michael Coester, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Dr. Christoph Döbereiner, Notar in München
  • Prof. Dr. Anatol Dutta, Universität Regensburg
  • Dr. Andreas Köhler, Universität Passau
  • Prof. Dr. Christian Kohler, Europa-Institut der Universität des Saarlandes
  • Prof. Dr. Stephan Lorenz, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Peter Mankowski, Universität Hamburg
  • Joanna Serdynska, Europäische Kommission, Brüssel
  • Dr. Rembert Süß, Deutsches Notarinstitut, Würzburg
  • Dr. Johannes Weber, Geschäftsführer des Deutschen Notarinstituts, Würzburg

Tagungsprogramm und weitere Informationen zur Anmeldung


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Workshop in Cambridge

The Legal Status of Intersex Persons

Gemeinsam mit der Universität Cambridge und der Universität Marburg veranstaltete der Lehrstuhl am 21. und 22. Juli 2016 im Gonville and Caius College in Cambridge einen Workshop zu Rechtsfragen der Intersexualität. Dabei wurde nicht nur ein Blick in die Rechtsgeschichte geworfen, sondern anhand ausgewählter Rechtsordnungen der rechtspolitische Rahmen abgesteckt. Basis für die Diskussion bildeten Beiträge zu ethischen, medizinischen und psychologischen Fragen der Intersexualität. Auch Probleme des Internationalen Privatrechts wurden erörtert. An dem Workshop nahmen neben Juristen, Theologen, Medizinern und Psychologen aus Australien, Belgien, Deutschland, Irland, Italien, Malta, Neuseeland, Spanien und dem Vereinigten Königreich auch Vertreter des deutschen Bundesjustizministeriums und der englischen Law Commission teil. Eine Teilnahme am Workshop war aufgrund begrenzter Kapazitäten nur auf Einladung möglich; die Beiträge werden in einem Buch bei Intersentia veröffentlicht.


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Neuerscheinung

Dutta/Weber (Hrsg.), Internationales Erbrecht (2016)

Der neue Kommentar bietet eine ausführliche Kommentierung der europäischen Erbrechtsverordnung. Erläutert werden ferner die neuen deutschen Ausführungsbestimmungen: Das Internationale Erbrechtsverfahrensgesetz enthält zahlreiche wichtige Bestimmungen zur Anwendung der Verordnung in Deutschland, vor allem zum Europäischen Nachlasszeugnis und zur gerichtlichen Zuständigkeit bei grenzüberschreitenden Erbsachen. Auch wurden neue Rechtsinstitute eingeführt, etwa ein Aneignungsrecht des Staates für herrenlose Nachlässe. Zusätzlich kommentiert werden die einschlägigen multilateralen Übereinkommen und bilateralen Abkommen, die für die Bundesrepublik in Kraft sind und die Verordnung verdrängen, sowie die künftigen erbrechtlichen Restvorschriften des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Systematische Abschnitte zum internationalen Erbschaftsteuerrecht und zum internationalen Schenkungsrecht runden den Kommentar ab.

Zum Kommentar haben Frank Bauer, Anatol Dutta, Matteo Fornasier, Florian Haase, Eva Lein, Robert Magnus, Jan Peter Schmidt, Rembert Süß und Johannes Weber beigetragen.

Weitere Informationen


Vormundschaft
Neuerscheinung

Dutta/Schwab/Henrich/Gottwald/Löhnig (Hrsg.), Vormundschaft in Europa (2015)

Die Vormundschaft - die Übernahme von Sorgeverantwortung an Stelle der Eltern durch Dritte - stand bisher nicht im Fokus der Familienrechtsvergleichung. Auf Anregung des Bundesjustizministeriums fand deshalb an der Universität Regensburg am 12. und 13. Dezember 2014 im Rahmen der Symposien für europäisches Familienrecht ein Sonderworkshop zum Vormundschaftsrecht im europäischen Vergleich statt. Die Veranstaltung sollte ein rechtsvergleichendes Fundament für die anstehende Reform des deutschen Vormundschaftsrechts schaffen. Ausgewiesene Experten aus dem europäischen Ausland berichteten über die Entwicklung in ihren Rechtsordnungen.

Die Beiträge des Sonderworkshops wurden nunmehr in einem Sammelband veröffentlicht. An eine Einleitung (Anatol Dutta) sowie Beiträge über die Entwicklung des deutschen Vormundschaftsrechts (Dieter Schwab) und den dortigen Reformbedarf (Thomas Meyer) schließen sich deutsch- und englischsprachige Länderberichte zur Schweiz (Alexandra Jungo und Lucie Mazenauer), zu Österreich (Astrid Deixler-Hübner), Slowenien (Barbara Novak), Finnland (Markku Helin), Ungarn (Orsolya Szeibert), England und Wales (Brian Sloan), Frankreich (Laurence Francoz Terminal), Spanien (Josep Ferrer Riba), Polen (Błażej Bugajski) und Griechenland (Eleni Zervogianni) sowie eine abschließende Zusammenfassung (Anatol Dutta) an. 

Weitere Informationen


Dradio
Radio

"Der letzte Wille zählt nur europäisch" - Reportage zur europäischen Erbrechtsverordnung

In der Sendung "Hintergrund" des Deutschlandfunks berichten Britta Fecke und Annette Wilmes über den Anwendungsbeginn der Erbrechtsverordnung am 17. August 2015 und sprechen dabei u. a. mit Anatol Dutta. 

Zum Artikel | → Zur Sendung (26. 7. 2015, 18:40 Uhr)


Flyer Workshopmarburg 2015 Webicon
Workshop in Marburg

Ein Name in ganz Europa - Entwurf einer Europäischen Verordnung über das Internationale Namensrecht

Im Namensrecht ist man innerhalb der Europäischen Union von der Herausbildung einheitlicher Kollisionsregeln noch weit entfernt, sodass der Name eines Unionsbürgers in verschiedenen Mitgliedstaaten nicht selten unterschiedlich beurteilt wird. Eine Arbeitsgruppe des Bundesverbandes der Deutschen Standesbeamtinnen und Standesbeamten hat daher einen Entwurf für eine Europäische Verordnung über das internationale Namensrecht ausgearbeitet. Dieser Entwurf wurde mit ausführlicher Begründung veröffentlicht in StAZ 2014, 33 ff., eine englische Zusammenfassung ist im Yearbook of Private International Law 2014, 31 ff., sowie eine französische Zusammenfassung in der Revue critique de droit international privé 2014, 733 ff., erschienen.

In einem Workshop in Marburg am 27. November 2015 werden die Verfasser den Entwurf der Fachöffentlichkeit nunmehr zur Diskussion stellen. In Impulsreferaten werden Experten aus dem In- und Ausland die einzelnen Aspekte kritisch beleuchten.

Programmflyer


978-3-7694-1148-5 Dutta Schwab Henrich Gottwald Lhnig
Neuerscheinung

Dutta/Schwab/Henrich/Gottwald/Löhnig (Hrsg.), Künstliche Fortpflanzung und europäisches Familienrecht (2015)

Der Sammelband veröffentlicht die Referate des 12. Symposiums für europäisches Familienrecht, das der künstlichen Fortpflanzung gewidmet war. Den Beiträgen zur deutschen Rechtslage (Martin Löhnig und Ina Plettenberg), zur Vertragsgestaltung (Herbert Grziwotz) und zum Internationalen Privatrecht (Tobias Helms) schließen sich elf Länderberichte zu Italien (Amalia Diurni), Belgien und Frankreich (Walter Pintens), Niederlande (Philipp Reuß), Schweiz (Regina Aebi-Müller und Bianca Dörr), Österreich (Susanne Ferrari), Griechenland (Lena Zervogianni), Spanien (Josep Ferrer Riba), Polen (Błażej Bugajski), Slowenien (Barbara Novak), England und Wales (Jens M. Scherpe), Norwegen (Anneken Sperr) sowie ein Überblick über außereuropäische "Anbieterrechtsordnungen" (Anatol Dutta) an. Eine rechtsvergleichende Schlussbetrachtung (Dieter Henrich) rundet den Tagungsband ab.

Weitere Informationen


70060-1 Cover Dutta Familie Personenstand
Neuauflage

Hepting/Dutta, Familie und Personenstand (2015)

Das bisher von Reinhard Hepting betreute und nun von Anatol Dutta fortgeführte Werk behandelt das gesamte personenstandsrelevante Familienrecht. Detailiert dargestellt werden neben den klassischen Statusverhältnisse (Ehe und Lebenspartnerschaft, Abstammung, Adoption und Name) auch aktuelle personenstandsrechliche Fragen (etwa vertrauliche Geburt, Trans- und Intersexualität, Herausforderungen durch die Reproduktionsmedizin). Gegenstand des Handbuchs ist nicht nur das deutsche Sachrecht, sondern auch – eingebettet in den jeweiligen Kontext – Fragen des internationalen Privat- und Verfahrensrechts.

Weitere Informationen


Veranstaltung

Vortag von Lajos Vékás

Der Lehrstuhl lud ein zum Vortag "Erfahrungen mit einer verspäteten Privatrechtskodifikation: das neue ungarische Zivilgesetzbuch". Die Veranstaltung fand am Donnerstag, den 30.04.2015 um 18.00 Uhr im H26 (Vielberth-Gebäude, 2. Stock) statt. Vorgetragen hat der Budapester Rechtsprofessor Lajos Vékás.

Nähere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungseinladung.


Index
Veranstaltung

Vermundschaftsrecht in Europa / Guardianship for Minors in Europe

Auf Anregung des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz veranstaltete der Lehrstuhl im Rahmen der Symposien für Europäisches Familienrecht einen Sonderworkshop zum Thema "Vormundschaftsrecht in Europa". Die Tagung fand am 12. und 13. Dezember 2014 an der Universität Regensburg statt.

Der Workshop steht im Zusammenhang mit Überlegungen zu einer Reform des deutschen Vormundschaftsrechts. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen europäischen Ländern waren zu Referaten eingeladen.

Weitere Informationen | Programmflyer


Aktuelles Heller
Presseecho

Erbrecht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im Südwestrundfunk

Das Buch „Warum Erbrecht?“ von Anatol Dutta wurde von Peter Rawert im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besprochen (→ So vererbt man heute, FAZ vom 10. 9. 2014, S. 10).  Der Südwestrundfunk (Kulturradio SWR 2, „Journal am morgen“ mit Wilm Hüffer) sendete ein Gespräch mit Anatol Dutta zur Privilegierung unternehmerisch genutzten Vermögens bei der Erbschaftsteuer (→ Krieg den Erben, Friede den Betrieben?, SWR 2 vom 8. 7. 2014).


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Veranstaltung

Künstliche Fortpflanzung und Europäisches Familienrecht

Mit Unterstützung des Bundesjustizministeriums und der Bundesnotarkammer fand vom 2. bis 4. Oktober 2014 in Regensburg das 12. Symposium für Europäisches Familienrecht statt. Die Veranstaltung, die diesmal der künstlichen Fortpflanzung gewidmet war, wurde vom bayerischen Staatsminister der Justiz Winfried Bausback eröffnet. 

Ziel der Tagung – auf der Referenten aus zahlreichen europäischen Rechtsordnungen vortrugen – war es, zentrale Fragen dieses aktuellen Problembereichs herauszuarbeiten und rechtsvergleichend zu erörtern. Auch die Chancen einer europäischen Rechtsangleichung und ein rechtspolitischer Bedarf für Reformen sollte ausgelotet werden. Auch die Rechtslage in Deutschland war Thema mehrerer Referate.

→ Weitere Informationen | → Programmflyer


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Neuerscheinung

Dutta/Herrler (Hrsg.), Die Europäische Erbrechtsverordnung (2014)

Der Sammelband enthält die Referate eines wissenschaftlichen Symposiums, das im Oktober 2013 anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Deutschen Notarinstituts das neue internationale Erbrecht einer ersten Analyse unterzogen hat.

Mit Beiträgen von Andrea Bonomi, Heinrich Dörner, Reinhold Geimer, Michael Hellner, Christian Hertel, Burkhard Hess, Knut Werner Lange, Kurt Lechner, Eva Lein, Stephan Lorenz, Azadi Öztürk, Dennis Solomon und Rembert Süß. 

Weitere Informationen


Dutta - Erbrecht
Forschung

Dutta, Warum Erbrecht? - Das Vermögensrecht des Generationenwechsels in funktionaler Betrachtung (2014)

Die Arbeit untersucht aus rechtsvergleichender und interdisziplinärer Perspektive die Funktionen des Erbrechts in Gesellschaft, Wirtschaft und Familie. Anlass ist die in zahlreichen Rechtsordnungen zu beobachtende Tendenz, dem Einzelnen die Möglichkeit einzuräumen, sein Vermögen generationenübergreifend dem Erbrecht zu entziehen und – vor allem mittels Stiftung und trust – einem privaten Erbrechtsregime zu unterwerfen. 

Weitere Informationen


Staz Sonderdruck
Forschung

Dutta/Frank/Freitag/Helms/Krömer/Pintens, Ein Name in ganz Europa - Entwurf einer Europäischen Verordnung über das internationale Namensrecht

Arbeitsgruppe aus Rechtswissenschaft und Praxis legt Vorschläge zur Regelung des internationalen Namensrechts in Europa vor, die einen europäischen Entscheidungseinklang im Namensrecht verwirklichen und hinkende Namensverhältnisse vermeiden sollen. Vorgeschlagen wird eine Vereinheitlichung des Namenskollisionsrechts und flankierend die Einführung eines Anerkennungsprinzips. 

→ PDF des Vorschlags (mit englischer und französischer Fassung und Kurzbegründung) zum Download

  1. Fakultät für Rechtswissenschaft
  2. Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung

 
Foto Dutta