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“Our dream is a world free of poverty”. So steht es geschrieben in der Eingangshalle der Hauptniederlassung der Weltbankgruppe in Washington, D.C. Ursprünglich gegründet um den Wiederaufbau zerstörter Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg zu finanzieren, sieht die Weltbankgruppe ihre primäre Aufgabe heute in der Armutsbekämpfung.
Sie verfolgt dazu eine Doppelstrategie: Zum einen soll das Investitionsklima verbessert werden, zum anderen soll der Zugang zu den wesentlichen staatlichen Dienstleistungen ausgeweitet werden. Durch vermehrte Investitionen wird das Wirtschaftswachstum gefördert und neue Arbeitsplätze entstehen. Diese sollen den Armen ein regelmäßiges Einkommen verschaffen. Die zweite Säule der Armutspolitik der Weltbankgruppe will den Armen die gleichberechtigte Inanspruchnahme von staatlichen Dienstleistungen ermöglichen. Beide Strategien zur Armutsreduzierung wollen also zur Schaffung gleicher Zustände beitragen. Unterschiede zwischen den Bevölkerungsschichten sollen nivelliert werden, indem der Lebensstandard der Armen an den der restlichen Bevölkerung angeglichen wird.
Mit dem Ziel der Armutsbekämpfung ist die Weltbankgruppe in 142 Ländern aktiv. Dazu gehören auch sämtliche Staaten Lateinamerikas mit Ausnahme von Kuba. Im Jahr 2010 lag Lateinamerika mit 31 Prozent der Neuzusagen an Krediten regional an der Spitze. Die Politiken der Weltbankgruppe in Lateinamerika sind dabei häufig wegweisend für die Armutspolitik in anderen Regionen. Sowohl die Sozialfonds als auch die verhaltensgebundenen Kreditprogramme der Weltbankgruppe wurden zunächst in Lateinamerika erprobt.
Die Arbeit will am Beispiel Lateinamerikas vor allem zwei Fragen klären. Erstens, inwiefern die Tätigkeit der Weltbankgruppe tatsächlich auf Gleichheit ausgerichtet ist, und zweitens, welchen Beitrag die gleichheitsorientierten Politiken zur Reduzierung der Armut in Lateinamerika leisten. Dazu werden zunächst die sozialen Bedingungen in den Ländern Lateinamerikas skizziert. Es folgt ein Überblick über die Einflussnahmemöglichkeiten der Weltbankgruppe auf nationale Politiken. Anschließend werden einzelne gleichheitsorientierte Projekte der Weltbankgruppe genauer beleuchtet und bewertet.
News, eucrim 2007, 89 ff.
Hausarbeit Strafrecht: „Aus dem Leben eines Steuerberaters“, JA 2008, 262–270 (zusammen mit Tonio Walter)
Das Bundesverfassungsgericht als Ersatzgesetzgeber – Methodische Bemerkungen zu dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 07.09.2011 in Sachen Finanzhilfen für Griechenland und Euro-Rettungsschirm –, DVBl. 2012, 145–148 (zusammen mit Andreas Götz)
SS 2012: Konversationsübung "Staatsorganisationsrecht", Universität Regensburg (geplant); siehe Lehre->Lina Schneider
WS 2011/12: Konversationsübung "Grundrechte", Universität Regensburg