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Seminarankündigungen

Übersicht

Im Sommersemester 2019 wird voraussichtlich kein Seminar angeboten.


Prof. Dr. Robert Uerpmann-Wittzack

EGMR-Rechtsprechung im sich wandelnden Europa

im Wintersemester 2018/19

für die Schwerpunktbereiche Europäisches und internationales Recht (SP 8); Sozial-, Gesundheits- u. Medizinrecht (SP 4), Recht der Informationsgesellschaft (SP 7), Familien- und Erbrecht (SP 10), Pflichtfach sowie andere Studiengänge

In Europa werden derzeit zahlreiche gesellschaftlich relevante Fragen kontrovers diskutiert. Das gilt für den Umgang mit religiösen Symbolen, gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften oder den Möglichkeiten moderner Reproduktionsmedizin und ihren Konsequenzen ebenso wie für die Frage nach Umfang und Schranken der Meinungsfreiheit. Auch Fragen des Migrationsrechts mit der Zurückweisung von Flüchtlingen oder ihrer Unterbringung in Heimen oder Lagern hat den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg erreicht.

Im Seminar soll untersucht werden, wie sich der EGMR diesen Debatten stellt. Dazu soll vor allem Rechtsprechung analysiert werden, die zu einem großen Teil in deutscher Übersetzung verfügbar ist.

Studienarbeiten haben ihren inhaltlichen Schwerpunkt in den jeweiligen Schwerpunktbereichen. Studienarbeiten in den Schwerpunktbereichen Sozial-, Gesundheits- und Medizinrecht, Recht der Informationsgesellschaft sowie Familien- und Erbrecht können auch ganz ohne englischsprachige Quellen bearbeitet werden.

Zur Vorbereitung können Sie die Vorlesung zum Europäischen Menschenrechtsschutz besuchen, die im Sommer 2018 in englischer Sprache angeboten wird. Im Schwerpunktbereich 8 gehört die Vorlesung zum Pflichtprogramm. Welche Vorlesungseinheiten für die anderen Schwerpunktbereiche besonders relevant sind, können Sie den Vorlesungsmaterialien entnehmen, die zu Vorlesungsbeginn verteilt und in GRIPS online gestellt werden. Einen Überblick geben Ihnen auch die Materialien aus dem Sommer 2017, die in GRIPS noch online stehen.

Im juristischen Schwerpunktbereichsstudium erfolgt die Anmeldung ausschließlich über Flexnow! Interessenten aus Bachelor- oder Masterstudiengängen melden sich bitte möglichst frühzeitig bei mir.

Das Seminar findet voraussichtlich semesterbegleitend wöchentlich am Dienstagabend statt.


Prof. Dr. Robert Uerpmann-Wittzack

Nationale Identität und kulturelle Vielfalt

- Familienrecht, Medienrecht, Kulturgutschutz

im Sommersemester 2018

für die Schwerpunktbereiche Europäisches und internationales Recht (SP 8); Recht der Informationsgesellschaft (SP 7), Familien- und Erbrecht (SP 10), Pflichtfach sowie andere Studiengänge

Das Ringen um das richtige Verhältnis zwischen nationaler Identität und kultureller Vielfalt spiegelt sich in so unterschiedlichen Dokumenten wie dem Bayerischen Integrationsgesetz vom 13.12.2016 und der UNESCO-Konvention zum Schutz der kulturellen Vielfalt vom 20.10.2005. Im Seminar soll das Thema anhand der drei Referenzgebiete Familienrecht, Medienrecht und Kulturgutschutz vorrangig aus verfassungs- und völkerrechtlicher Perspektive behandelt werden.

Hier nur ein paar Beispiele:

  • Muss ein deutsches Standesamt auf Wunsch der Eltern einen sog. Middlename eintragen, den das deutsche Recht nicht kennt? Darf im Ausland geschlossenen Kinderehen im Inland die Anerkennung versagt werden?
  • Im Medienrecht ist namentlich der Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks angesprochen. Dürfen öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten auf eine "Leitkultur" verpflichtet werden?
  • Die Regensburger Altstadt ist als Weltkulturerbe nach der entsprechenden UNESCO-Konvention eingetragen, und im Jahr 2016 hat der Internationale Strafgerichtshof den Angeklagten Al Mahdi verurteilt, weil er an der Zerstörung historischer Bauten in Timbuktu (Mali) mitgewirkt hat. Wieweit geht es in diesen Fällen jeweils um den Schutz der nationalen Identität oder der kulturellen Vielfalt?

Studienarbeiten haben je nach gewähltem Schwerpunktbereich einen familienrechtlichen, einen informationsrechtlichen oder einen völker- und europarechtlichen Schwerpunkt. In den Schwerpunktbereichen 7 und 10 werden keine völkerrechtlichen Kenntnisse vorausgesetzt. Im vorbereitenden Seminar können auch außerhalb des Schwerpunktbereichsstudiums verfassungs- und insbesondere grundrechtliche Themen bereits nach dem 3. Fachsemester bearbeitet werden.

Im juristischen Schwerpunktbereichsstudium erfolgt die Anmeldung ausschließlich über Flexnow! Interessenten aus Bachelor- oder Masterstudiengängen melden sich bitte möglichst frühzeitig bei mir.

Das Seminar findet semesterbegleitend wöchentlich voraussichtlich am Dienstagabend statt.

  1. FAKULTÄT FÜR RECHTSWISSENSCHAFT
  2. version française

Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht

Prof. Dr.
Robert Uerpmann-Wittzack, maître en droit
Uerpmann16qu
Sekretariat

Margit Berndl
Gebäude RWL, Zi. 2.12
Telefon 0941 943-2659
Telefax 0941 943-1973
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