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Das „einsprachige Klassenzimmer“ ist selten geworden. Die Lehrkräfte von heute finden mehr und mehr eine multi-ethnische Schülerschaft vor. Um sich darauf vorzubereiten, können Sie sich im Rahmen des „Förderunterrichts für Schüler/-innen mit Migrationshintergrund an Regensburger Schulen" qualifizieren.
Ist Ihr Interesse geweckt?
Dann melden Sie sich doch gleich an!
„Über die Arbeit mit den Schülern kann ich nur Positives berichten. Die Schüler waren und sind immer motiviert, arbeiten gut mit und sind bemüht, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern und auszubauen. Ich sehe die Arbeit als Förderlehrer als einmalige Chance für mich und bin sehr froh, am Mercator Projekt teilnehmen zu können. Ich konnte dadurch überdurchschnittlich viele Erfahrungen, besonders für meine beiden Zusatzausbildungen Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache, aber auch im schulischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen, sammeln.“
Heidi Martin
„Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
ich studiere (im 6. Semester) Deutsch und Latein für das Lehramt am Gymnasium an der Universität in Regensburg und hielt das Mercator-Projekt für eine willkommene Gelegenheit, meine ersten gelernten didaktischen Theorien in der Praxis auszutesten.
Mir wurde eine Fördergruppe von 6 Fünftklässlern zugeteilt. Ich versuchte, in meinem Unterricht auf die Interessen und Schwächen meiner Schüler einzugehen. Oft musste ich in meinem Unterricht improvisieren, wenn die Schüler beispielsweise bei der häuslichen Vorbereitung auf die nächste Deutsch-Schulaufgabe auf Probleme in der Grammatik gestoßen sind, die sie nochmals gerne erklärt haben wollten. Darüber hinaus legte ich auch auf die mündliche Kommunikation großen Wert, da viele meiner Förderschüler nach eigenen Angaben in ihrer Familie nicht Deutsch, sondern ihre Muttersprache sprechen. Auf Grund dessen sollten meine Schüler regelmäßig von ihren Ferienerlebnissen, ihrer Freizeitgestaltung, ihrem Heimatland usw. berichten oder beispielsweise ihren letzten Kinofilm nacherzählen. Nicht selten entwickelte sich auch hier die Diskussion in eine Richtung, die von mir nicht so geplant, aber nichtsdestotrotz toleriert wurde. Ich finde es wichtig, dass die Schüler im Förderunterricht in einer lockeren, angstfreien Atmosphäre arbeiten und lernen können. Spiel und Spaß sollten nicht zu kurz kommen, schließlich kann man von Fünftklässlern nach einem 6-stündigen Schultag nicht mehr 100% Konzentration und Leistungsfähigkeit erwarten. Aus diesem Grund bemühte ich mich, jegliche Grammatik- und Aufsatzübung in ein Quiz oder einen Wettkampf zu verwandeln, um so die Motivation der Schüler zu steigern.
(...)
Ich persönlich bin der Ansicht, dass ich durch den Förderunterricht mindestens genauso viel gelernt habe wie meine Schüler. Wenngleich Vor- und Nachbereitung der Unterrichtsstunden mehr Zeit forderten als zunächst vermutet, habe ich viel über das Verhalten von Schülern und den Umgang mit ihnen gelernt."
Annemarie Simeth