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"An der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft: 'Experten'-Aussagen einschätzen lernen"
Workshop: Fr., 23. November, 13 Uhr - 20 Uhr und Sa., 24. November 2012, 9 Uhr - 18.30 Uhr
& Symposium (Mittw., 20.03.2013 bis Fr., 22.03.2013)
Hier finden Sie dazu die Einladung und die Anmeldung.
Gastvortragsreihe im Rahmen der Vorlesung "(De-)Standardisierung und (De-)Variation im Deutschen" (WiSe 2012/13, Donnerstag, H20, Beginn: 18.15 Uhr):
08.11. 2012 Elvira Topalovic (Paderborn): Ein "Hausfrauen-Perfekt" als Standard? Die Tempora des Deutschen zwischen Alltagssprache und Standardsprache.
22.11. 2012 Peter Ernst (Wien): Zur Periodisierungsproblematik in der deutschen Sprachgeschichte.
06.12. 2012 Anja Voeste (Gießen): Orthographie: Norm - und Realität an Hauptschulen in Hessen.
20.12. 2012 Stephan Elspaß (Salzburg): Erleidet das Deutsche gegenwärtig eine Destandardisierung?
17.01. 2013 Doris Tophinke (Paderborn): Schreiben 2.0. Andersschreiben in den digitalen Medien.
31.01. 2013 Alexandra Lenz (Wien): Zur Be- und Umbewertung arealer Varietäten im Kontext von Standardisierungsprozessen.
Gastvortrag im Rahmen des Seminars "Neue Varietäten" (WiSe 2012/13, Montag, PT 3.0.79, Beginn 10.00 Uhr):
19.11.2012 Hans Ulrich Schmid (Leipzig): Bairisch von verschiedenen Seiten.
Gastvortrag im Rahmen der Übung "Semantik" (WiSe 2012/13, Montag, H22, Beginn: 8:30 Uhr):
07.01. 2013 Britt-Marie Schuster (Paderborn): Was bedeutet Mädel(s)? Diskurslinguistische Streifzüge durch das 20. Jahrhundert.
Die Deutsche Sprachwissenschaft erforscht gegenwärtige und historische Strukturen der deutschen Sprache (Systemlinguistik). Dabei untersucht sie auf ineinandergreifenden Ebenen die Laute (Phonetik/Phonologie), die Schrift (Graphie), die Wortbausteine (Morphologie), die Satzstrukturen (Syntax) und die Texte (Textlinguistik) hinsichtlich ihrer Form und ihrer Bedeutung (Semantik). Mit diesem Wissen leistet die Deutsche Sprachwissenschaft als Teilfach der Germanistik einen Beitrag zum Verstehen von Sprache als kulturellem Medium: Sie trifft Aussagen zu Art und Weise der Verwendung der Sprache in verschiedenen Kommunikationssituationen (Pragmalinguistik), gesellschaftlichen Zusammenhängen (Soziolinguistik) und Medien. Diese Erkenntnisse kommen allen Disziplinen zugute, die vom Medium Sprache ausgehen (z.B. Rechtswissenschaft, Geschichtswissenschaft und Theologie, aber auch Medizin und Wirtschaftswissenschaften) oder das Medium Sprache unter anderen bzw. allgemeineren Gesichtspunkten erforschen (z.B. Sprechwissenschaft, Medienwissenschaft und Allgemeine Sprachwissenschaft).
Im Rahmen einer universitären Ausbildung erwerben angehende Lehrkräfte aller Schularten (als Lehramtsstudierende) und zukünftig in den Berufen Tätige, für die ausgezeichnete sprachliche Kenntnisse des Deutschen unerlässlich sind (als Bachelor- und Masterstudierende), theoretische Kenntnisse und praktische Kompetenzen, wie Sprache als gesellschaftliches Mitteilungsmedium nutzbringend eingesetzt werden kann. Als mögliche Berufsfelder für Linguisten bieten sich dabei - neben dem muttersprachlichen oder fremdsprachlichen Sprachunterricht - die Personalarbeit, die interkulturelle Kommunikation, Presse/Medien und Public Relations, Berufe in den Bereichen Computer/Software/technische Dokumentation/Neue Medien, die Klinische Linguistik oder das Übersetzungs- und Dolmetscherwesen an. Nähere Informationen hierzu können Sie z.B. dem Buch "Becker-Mrotzek, Michael: Linguistische Berufe. Ein Ratgeber zu aktuellen linguistischen Berufsfeldern. Fankfurt a.M. 2000." entnehmen.Die intensiven Verbindungen des Lehrstuhls v.a. in den osteuropäischen Raum ermöglichen den Studierenden die Beteiligung an zahlreichen Forschungsprojekten im In- und Ausland und bringen sie in Kontakt mit ausländischen Studierenden.
Die Forschungsschwerpunkte am Regensburger Lehrstuhl umfassen die Erforschung, Beschreibung und Vermittlung von Sprachstandards, Sprachnormen und Sprachkulturen des Neuhochdeutschen (u.a. in der Wissenschaftssprache, der Werbesprache und der Rechtssprache). Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet das Bairische in seiner Mundartenvielfalt als dialektales Kulturgut (u.a. in der Namenforschung und der Erforschung bairischer Mundarten im osteuropäisch-slawischen Raum und zu Sprecherbiografien, Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt in deutschböhmischen Siedlungen weltweit).