Symposium
Regensburger Symposium
Zielsetzung der Symposien
Die seit 2008 jährlich stattfindenden Regensburger Symposien sollen dazu beitragen, dass sich ein transdisziplinärer und zugleich trans-weltanschaulicher Diskurs etabliert, der langfristig an Universitäten, in verschiedenen Fächern und auch im Wissenschaftsverständnis in der Öffentlichkeit Auswirkungen haben kann.
Dafür ist es nötig, dass
- die Symposien selbst kontinuierlich alljährlich fortgesetzt werden
- dass sie durch Vortragende, geladene Diskutanten und Teilnehmende stark transdisziplinär aufgestellt sind (20-30 Fächer sind in der Regel vertreten)
- der wissenschaftliche und akademische Nachwuchs in Form einer parallelen methodisch arbeitenden Spring-School für Studierende und Doktoranden einbezogen wird
- eine Methodik transdisziplinärer und trans-weltanschaulicher Kommunikation entwickelt wird, die es möglich macht, in gesellschaftlichen Entscheidungskontexten über die Grenzen von Einzelwissenschaften und weltanschaulichen Positionen hinweg eine Verständigung gezielt zu fördern und zu sichern.
Diese Methodik wird
- im Rahmen der Spring-School (siehe dazu "Spring-School") mit sprachwissenschaftlichem und wissenschaftstheoretischem Handwerkszeug erprobt und
- in den Symposien geübt und weiter sprachwissenschaftlich untersucht und entwickelt.
Der Diskurs der Symposien selbst konzentriert sich auf Themenbereiche der Wissenschaften, die
- eine gewisse Tragweite in gesellschaftlichen Entscheidungen haben (sog. Politikberatungskontexte)
- direkt oder indirekt mit einem Verständnis vom Menschen („Menschenbild“, „Weltverständnis“) verbunden sind und
- darin in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden.
Dabei ergibt sich – in heutiger Zeit – automatisch ein besonderer Fokus auf die Naturwissenschaften (in all ihrer Unterschiedlichkeit!). Die Reflexion über das allgemein verbreitete wie auch das fachspezifische Wissenschaftsverständnis wird durch die Philosophie und die in den Symposien ebenfalls vertretene Theologie weiter entfaltet; ebenso durch weitere Wissenschaften mit ihrem jeweils anderen wissenschaftlichen Vorgehen (bisher Sprachwissenschaft, Soziologie, Mathematik und Informationswissenschaft).
Symposiumsbände 2008 und 2009:
Hahn, Hans-Joachim/McClary, Richard/Thim-Mabrey, Christiane (Hrsg.): Atheistischer und jüdisch-christlicher Glaube: Wie wird Naturwissenschaft geprägt? Norderstedt: Books on Demand 2009. Brack-Bernsen, Lis/Täuber, Daniela/Thim-Mabrey, Christiane (Hrsg.): Naturwissenschaftliche Aussagen und sozial verantwortbare Entscheidungen. Norderstedt: Books on Demand 2010.
Symposiumsband 2010 erscheint demnächst.
Weitere Informationen finden Sie auf folgender Website: http://www.regensburger-symposium.de/
spring-school
Spring-School für Studierende und Doktoranden aller Fächer
Zielsetzung der zweiteiligen Spring-School
Studierende und Doktoranden aller Fächer sollen (natur-)wissenschaftliche Aussagen prüfen lernen.
Diese Zielsetzung hat folgenden Ausgangspunkt:
(Natur-)Wissenschaftliche Forschungsergebnisse sind zunehmend Argument in gesellschaftlichen - politischen, juristischen, ökonomischen – Entscheidungen, ja, selbst in privaten Lebensbereichen. Aber:
Wie können Aussagen über (natur-)wissenschaftliche Forschungsergebnisse überhaupt von Nicht-„Experten“ sachlich angemessen geprüft und beurteilt werden?
Und sind sie unabhängig von jedem weltanschaulichen Hintergrund?
Wie ist mit Kommunikationsgrenzen umzugehen, wenn (Natur-)Wissenschaften in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse beratend einbezogen sind?
Inhalte: Die Spring-School-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer werden in einem zweitägigen Workshop und damit verbundenen Lektüre- und Analyseaufgaben in diese Problematik eingeführt und üben Methoden des transdisziplinären Hörens und Lesens. Einige Wochen später nehmen sie dann am Symposium mit speziellen Hör-Aufgaben teil und werten das Gehörte in Übungsanalysen aus.
Ziele:
- Naturwissenschaftliche Aussagen, die mit weltanschaulichen Positionen verknüpft werden können, auf mögliche Prämissen und Schlussfolgerungen überprüfen
- Erarbeitung eines methodischen Instrumentariums, das gezielt auf einen Dialog unter wissenschaftlich und weltanschaulich ganz unterschiedlich orientierten Beteiligten angelegt ist.
In der Kombination Symposium & Workshop erwerben die Teilnehmenden Kommunikationskompetenzen, die für eventuelle berufliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen genutzt werden können.
Weitere Informationen finden Sie auf folgender Website: http://www.regensburger-symposium.de/
2012/13
VI. Regensburger Symposium
Das Symposium umfasst 7 Vorträge (u.a. aus der Philosophie, Medizin, Psychotherapie, Physik und Informationswissenschaft) und intensive Diskussionen über die Fachgrenzen hinweg.
Was versteht man in den Wissenschaften unter „Wissen“? Wo gibt es „Nicht-
Wissen“? Wo sind Grenzen des Wissens? Wo wird trotz Nicht-Wissen und Grenzen des Wissens gesellschaftlich entschieden und gehandelt? Wo fließen weltanschauliche Aspekte ein?
Als Entscheidungsbereich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft dient die medizinische Forschung und Praxis bei Virus-Erkrankungen sowie bei psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen.
bis Freitag, 22.03.2013, 13 Uhr
WINTER-/SPRING-SCHOOL für Studierende und Doktoranden:
"An der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft: 'Experten'-Aussagen einschätzen lernen"
Workshop: Fr., 23. November, 13 Uhr - 20 Uhr und Sa., 24. November 2012, 9 Uhr - 18.30 Uhr
& Symposium (Mittw., 20.03.2013 bis Fr., 22.03.2013)
Hier finden Sie dazu die Einladung und die Anmeldung.