Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

Fellows

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Fellows der Forschungsstelle (in alphabetischer Reihenfolge) und zu ihren Forschungsprojekten.


  

Arnold, Sandra


Verantwortung für Völkermord. Kollektiv handelnde Täter und individuell (Un-)Tätige

Betreuerin: Prof. Dr. Sandra Seubert (Universität Frankfurt/Main)

Fachbereich: Politikwissenschaft (Schwerpunkt Politische Theorie und Philosophie)

Kontakt: sandra-rita-arnold@web.de


Projektbeschreibung

In der Dissertation geht es um das komplexe Verhältnis individueller und kollektiver Verantwortung bei Völkermord. Im Gegensatz zur gegenwärtigen Literatur – die die kriminelle Schuld individueller Täter gegen die politische Verantwortung kollektiv Untätiger abgrenzt – besteht das Ziel des Projektes in einer differenzierteren philosophischen Analyse der Verantwortungsfrage. Die Ausgangsthese ist, dass die vermeintlich individuellen Täter mehr als Mitglieder eines (Täter-)Kollektivs zu fassen sind und die kollektiv Untätigen dagegen auch als Individuen. Mit der Definition des genozidalen Aktes als eine durch individuelle Subhandlungen konstituierte Kollektivhandlung und der genozidalen Absicht als einem Konglomerat individueller und kollektiver Intentionalität werden sich neue Kategorien zum theoretischen Denken über Verantwortung für Völkermord ergeben; die den Forschungsschwerpunkt auf kollektiv handelnde Täter und individuell (Un-)tätige verschieben.


Akademischer Werdegang

  • 2010-2013: M.A. Politische Theorie und Philosophie (Universität Frankfurt/Main, TU Darmstadt)
  • 2007-2010: B.A. Politikwissenschaft (TU Darmstadt)

  

Frauen, Wulf


Foto Frauen

Vergangenheit als ‚Eternal Present‘? – Eine Studie zu palästinensischen Identitäten im Libanon

Betreuer: Prof. Dr. Andre Gingrich (Universität Wien)

Fachbereich: Kultur- und Sozialanthopologie

Kontakt: a1208670@unet.univie.ac.at


Projektbeschreibung

Meine Dissertation fokussiert die palästinensische Minorität im Libanon. Diese wird auch in dritter oder vierter Generation noch nach libanesischem Recht als staatenlos definiert und sieht sich einer erheblichen strukturellen Diskriminierung ausgesetzt, was eine ungewöhnliche Konfiguration im Spannungsfeld zwischen imaginierter Heimat und gelebtem Exil konstituiert.

Vor diesem Hintergrund stelle ich die Frage, wie diese dauernde Geschichte von Vertreibung und Ausgrenzung in unterschiedlichen Generationen erlebt wird. Dabei soll herausgefunden werden, ob die Narration über zentrale identitätskonstitutive Motive in unterschiedlichen Generationen und über die Zeit hinweg identisch erfolgt oder ob sich Unterschiede ergeben – und welche Implikationen sozialen und politischen Handelns daraus resultieren. Somit wird nicht nur nach der Existenz eines kollektiven Gedächtnisses der Palästinenser im Libanon gefragt, sondern auch nach dessen Internalisierungstiefe für die neuen Generationen. Dies stellt gleichsam eine Fortführung der bisherigen akademischen Debatte um eine kollektive Identität der Palästinenser wie auch deren Erweiterung um einen neuen Aspekt dar.

Die empirische Grundlage der Studie stellt ein achtmonatiger Forschungsaufenthalt im Libanon dar, in dessen Kontext eine Teilnehmende Beobachtung im palästinensischen Flüchtlingslager Šātīlā im südlichen Stadtgebiet der Hauptstadt Beirut durchgeführt wurde. Da sich die Studie mit Fragen der Identitätskonstruktion zwischen Vergangenheit, Gegenwart und prospektierter Zukunft beschäftigt trägt sie den Arbeitstitel „Vergangenheit als ‚Eternal Present‘? – Eine Studie zu palästinensischen Identitäten im Libanon“.


Akademischer Werdegang

  • 2004-2012: Studium der Arabistik/Islamwissenschaft und Kulturanthropologie an der Universität Göttingen (beides als Hauptfach, Abschluss mit der Prüfung zum Magister Artium im Mai 2012)

Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens)

  • Backfire on the State?- Eine Analyse zu den langfristigen Konsequenzen der Reform der Al-Azhar (1961-1994). München: AVM 2013.

 

Golinski, Peter


Foto Golinski2

Selbstbild und städtische Identität der Griechen in der Kyrenaika

Betreuer:  Prof. Dr. Tanja Scheer (Universität Göttingen), Prof. em. Dr. Gustav Adolf Lehmann (Universität Göttingen)

Fachbereich: Alte Geschichte

Kontakt: peter_golinski(at)web.de


Projektbeschreibung

Die Kyrenaika war in der Antike eine blühende Landschaft und als Kornkammer begehrt. In dieser Region lebten in der Antike verschiedenste Kollektive in einem komplizierten Beziehungsgeflecht. Es wird auf die Fragestellung geantwortet, ob ausgewählte Kollektive in der Kyrenaika eine spezielle Identität demonstrierten und ob sich diese von anderen Regionen unterschied. Daran anknüpfend wird eine ethnisierende Betrachtungsweisen hinterfragt und ethnische, kulturelle, regionale und lokale Identitäten als ein Ergebnis von Konstruktionsprozessen angesehen.


Akademischer Werdegang

  • 2007-2011: Studium der Fächer Alte Geschichte und Klassische Archäologie (Universität Göttingen)
  • 2005-2007: Studium der Fächer Alte Geschichte und Klassische Archäologie (Universität Hamburg)

  

Herrmann, Moritz


Die Erinnerung der Hydra - das Quilombo von Palmares im kulturellen Gedächtnis Brasiliens

Die Förderung von Herrn Herrmann hat derzeit die Gerda-Henkel-Stiftung übernommen.

Betreuer: Prof. Dr. Johannes Dillinger (Oxford Brookes, Universität Mainz)

Fachbereich: Mittlere und Neure Geschichte

Kontakt: moritz.p.herrmann(at)gmail.com


Projektbeschreibung

Anhand der Erinnerung an das Quilombo von Palmares, ein über das 17. Jahrhundert hinweg bestehendes Gemeinwesen aufständischer Sklaven im Hinterland des kolonialen Brasiliens, thematisiere ich den Zusammenhang von Kollektivität und Erinnerung. Durch die Untersuchung wissenschaftlicher, politischer und kultureller Zeugnisse, zeichne ich nach, wie ein Sklavenwiderstand vermittelt durch Geschichtswissenschaft und politischen Aktivismus im 20. Jahrhundert von einer historischen Marginalie zu einem staatlich sanktionierten Element der brasilianischen Erinnerungskultur wurde. Dabei wird dargestellt, welche Bedeutungen das Quilombo für verschiedene, sich an Palmares erinnernde Kollektive erhielt und welche Rolle es für den Wandel des Selbstverständnisses der brasilianischen Nation spielt. Hierbei steht insbesondere die antirassistische Bewegung im Vordergrund, für die die Rekonstruktion der Erinnerung an Palmares aufs Engste mit der Frage nach Identität, Nationalität wie auch den kollektiven Rechten der afrobrasilianischen Bevölkerung verbunden ist. Doch auch für die Landlosen- und Arbeiterbewegung steht das Erinnern an Palmares im Zusammenhang mit dem Kampf um kollektive Rechte und Emanzipation.


Akademischer Werdegang

  • 2007-2015: Erstes Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien in den Fächern Deutsch und Geschichte an der Universität Mainz.

Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens)

  • "Die goldene Frucht Ostindiens. Eine Warengeschichte der Muskatnuss", in: Skriptum - Studentische Onlinezeitschrift für Geschichte und Geschichtsdidaktik, Bd. 2 (2012), H. 1, S. 30-62.
  • "Intervention und Herausforderung: Die Rezeption der 'Ästhetik des Widerstands' im Umfeld der DKP", in: Peter-Weiss-Jahrbuch für Literatur, Kunst und Politik im 20. und 21. Jahrhundert, Bd. 21 (2012), S.47-62

  

Leupold, David


Foto Leupold1

Im Spannungsdreieck Osttürkei, Nordkurdistan und Westarmenien. Kollektivgedächtnis zwischen Nationalmythos und Multikollektivität

Betreuerin: Prof. Silvia v. Steinsdorff (HU Berlin)

Fachbereich: Politikwissenschaften

Kontakt: david.leupold(at)yahoo.com


Projektbeschreibung

In meinem Forschungsvorhaben setze ich mich mit Nationalmythos, Multikollektivität und Kollektivgedächtnis im Spannungsdreieck Osttürkei, Westarmenien und Nordkurdistan auseinander.

Hierbei untersuche ich den Zusammenhang zwischen biographischen Lebenswegen, Erinnerungen und Kollektivzugehörigkeiten in einem  Raum, indem der Armenische Genozid (1915) und der Kurdenkonflikt (1984 bis heute) als drastischste Manifestierungen kollektiver Gewalt hervortraten. Mein Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Wechselbeziehung zwischen Nationalmythos und Kollektivgedächtnis, sowie lokalen Einzelnarrativen und der Frage welchen Beitrag ethnien-übergreifende Kollektivgebilde leisten können, um Gewalterinnerungen von staatlich-perpetuierten Nationalmythen gelöst betrachten zu können.

Räumlich stützt sich meine Feldforschungsarbeit auf das Gebiet um den Vansee (östlich: Van Provinz; westlich: Bitlis Provinz) als exemplarischer Erinnerungsort im Spannungsdreieck der konkurrierenden armenischen, kurdischen und türkischen Nationalnarrative. Das Gebiet, welches sich heute auf türkischem Nationalterritorium befindet, zeichnet sich sowohl durch hohe kurdische Bevölkerungsanteile in der Gegenwart und einem mehrheitlichen, armenischem Bevölkerungsanteil in der Vergangenheit aus.


Akademischer Werdegang

  • 2011-2014: M.A. in German-Turkish Masters Program in Social Sciences (Middle East Technical University Ankara; HU Berlin),
  • 2008-2011: B.A. Islamischer Orient (Universität Bamberg)

Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens)

  • "Dekodiranije narative mržnje: Armenski i Turski nacionalni mitovi kao putevi prema 1915 godni" [Decoding Hate Narratives: Armenian and Turkish national myths as pathways to 1915], in: Političke Analize, University of Zagreb Press (May, 2015).
  • "Genocide Memorialization beyond the Ethno-National Divide: Bridging Memories of Armenians, Kurds and Turks in Van, Mush, and Sasun”, in: The Digital Library of Clark University (2015).

  

Mayr, Alexander


Das Schuldprinzip und die Strafbarkeit juristischer Personen

Betreuer: Prof. Dr. Luís Greco (HU Berlin)

Fachbereich: Rechtswissenschaften

Kontakt: a.mayr(at)rocketmail.com


Projektbeschreibung

Eine Bestrafung juristischer Personen mit den Mitteln des Strafrechts ist in Deutschland nach derzeitigem Recht nicht möglich. Es gilt der Grundsatz „Keine Strafe ohne Schuld“, was ein Hauptargument gegen die Bestrafung von Kollektiven darstellt.

Die Arbeit setzt sich rechtsvergleichend mit der Frage auseinander, welchen Einfluss Schuld auf die strafrechtliche Ahndung von juristischen Personen als Form des Kollektivs hat. Dafür muss zunächst geklärt werden, was „Schuld“ im deutschen Sinne bedeutet und ob der Begriff für die Strafbarkeit juristischer Personen nutzbar gemacht werden kann. Primär ist dabei zu klären, ob die Schuld eines Einzelnen auf das Kollektiv übertragen werden kann.

Rechtsvergleichend ist danach darzulegen, wie Rechtsordnungen, die eine strafrechtliche Ahnung juristischer Personen kennen, den Begriff der „Schuld“ verstehen. Außerdem ist zu klären, wie die Zurechnung von Schuld dort dogmatisch hergeleitet wird.

Mit Hilfe dieser Ergebnisse soll sodann eine Aussage über die Zurechnung von Schuld und dessen Auswirkungen auf das bisherige deutsche Strafrechtsverständnis getroffen werden können.


Akademischer Werdegang

  • 2016-2017: LL.M., Business Law and Economic Law (Universität Halle)
  • 2010-2016: 1. Staatsexamen, Rechtswissenschaften (Universität Augsburg)

Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens)

  • Steuerstrafrecht – Strafbarkeit der Organe in Unternehmen“, (zus. mit Dibbelt, M./Ritterbach, C.), Karlsruhe 2016.

  

Nguyen, Linh


Die Rechtspflicht Vietnams zur Aufarbeitung historischen Unrechts

Betreuer: Prof. Dr. Dres h.c. Philip Kunig (FU Berlin)

Fachbereich: Rechtswissenschaften

Kontakt: linh.nguyen(at)fu-berlin.de


Projektbeschreibung

Den Gegenstand der Kollektivforschung nimmt meine Dissertation aus einer staats- und völkerrechtlichen Perspektive in den Blick. Thema meiner Arbeit ist die Frage, ob und in welchem Umfang für den Staat Vietnam eine rechtliche Pflicht zur Aufarbeitung historischen Unrechts besteht. Untersucht werden etwaige verbindliche Vorgaben für den staatlichen Umgang mit vergangenem Staatsunrecht aus dem gegenwärtigen vietnamesischen Verfassungsrecht und dem Völkerrecht, insbesondere aus den Menschenrechten. Als Beispiel für historisches Unrecht in Vietnam dient das Ereigniskomplex der Umerziehungslager, die 1975 im Zuge des kommunistischen Umsturzes in Südvietnam errichtet und vermutlich bis 1992 unterhalten wurden.


Akademischer Werdegang

  • 2008-2011: Studium der Rechtswissenschaft (Universidad Pablo de Olavide Sevilla, Spanien; Freie Universität Berlin)
  • 2005-2008: Studium der Rechtswissenschaft im Hauptfach sowie Europäisches Recht im Begleitstudium (Universität Würzburg)

  

Panzner, Sandra


Repräsentationsarchitektur und Nationalismus. Über die Herausbildung des ungarischen Nationalismus im 19. Jahrhundert

Betreuer: Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks, Prof. Dr. Georg Seiderer (beide Universität Erlangen-Nürnberg)

Fachbereich: Kunstgeschichte, Geschichte

Kontakt: sandra.panzner(at)fau.de


Projektbeschreibung

1892 präsentierte sich die Habsburgermonarchie auf der Internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen in Wien in ihrer ganzen multiethnischen Vielfalt. Durch die authentische Selbstdarstellung des Wiener Hofs einerseits und der verschiedenen Nationalitäten andererseits mithilfe von Theaterarchitektur und -spiel gehört die Ausstellung zu den wichtigsten ihrer Art. Das Theater machte nämlich mit ihrer Architektur, Bildausstattung und Inszenierung das sichtbar, was in Mitteleuropa unter der gesellschaftlichen Oberfläche seit Mitte des 19. Jahrhunderts brodelte – Nationalismen, Unabhängigkeitsbestrebungen und zugleich gesamtstaatpatriotische Botschaften. 

Diese Diskrepanz zwischen äußerer supranationaler Repräsentation und innerer nationaler Erfahrung zeigt sich bereits eindeutig in den 1790er Jahren, als der Bau eines monumentalen Theatergebäudes für deutschsprachiges Theaterspiel in Pest eine Antwort auf den starken Unmut und die erste Rebellion der ungarischen Bevölkerungsschichten gegen den wachsenden Einfluss der habsburgisch ausgerichteten Kulturbestrebungen, eingeleitet durch Joseph II., sein sollte. Ihre erste Kulmination fand sie im Aufstand von 1848 und trat auch nach dessen rascher Niederschlagung durch die bis zum Ende der Donaumonarchie ungelösten Nationalitätenfrage zutage. 

Durch den Bau des Königlich Städtischen Theaters in Pest (1812) begann in Ungarn eine gesellschaftliche Veränderung, die immer stärker auf die kulturelle und letztlich auch politische Entwicklung der Habsburgermonarchie Einfluss nahm. Doch über welche Vorgänge und Instrumente erfolgte dies? Dies soll mein Dissertationsvorhaben untersuchen. 

Letztlich begünstigte das Königlich Städtische Theater in Pest die Entstehung des Ungarischen Nationaltheaters (1840), das heißt genau das Gegenteil der ursprünglichen Intention Wiens, die Anpassung Ungarns an die Habsburgermonarchie durch die Festigung der deutschen Kultur vorzunehmen. Mit dem Ungarischen Nationaltheater entstand ein Ort, der den Ungarn die Möglichkeit bot, die eigene Kultur zu definieren, zu pflegen und – wohlmöglich am wichtigsten – Anderen darzustellen. Dieses Ungarische Nationaltheater war es schließlich, das als ihren ersten Beitrag zur Internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen am 1. Oktober 1892 die ungarische Oper Bánk Bán (Banus Bánk) aufführte, ein Stück das im Zeitgeist des nationalen Erwachens im 19. Jahrhundert entstand und bis heute weltweit zu den meist aufgeführten ungarischen Opern gehört.


Akademischer Werdegang

  • 2011-2013 Magisterstudium Osteuropäische Geschichte und Medienwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 2006-2011 Magisterstudium Geschichte und Theater- und Medienwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Publikationen (bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens)

  • Sandra Panzner, „Museale Rezeption im wandelbaren Erzählraum. Möglichkeiten und Herausforderungen der Museen in Zeiten der Digitalisierung“, in: Großmann, Marion/ Hellmuth, Thomas/ Walach, Thomas (Hg.), Handbuch Public History, Wien 2019 (in Bearbeitung).
  • Sandra Panzner, „Darstellung der antiken Architektur in Zeiten des digitalen Wandels“, in: Thersites. Journal for Transcultural Presences and Diachronic Identities from Antiquity to Date, Ausgabe 7, Mainz/Exeter 2018 (in Bearbeitung).
  • Sandra Panzner, „Transmedia Storytelling im Museum. Ein Gespräch mit Luise Reitstätter und Axel Vogelsang“, in: Institut für immersive Medien (Hg.), Jahrbuch immersiver Medien 2017, Marburg 2018 (in Druck).
  • Sandra Panzner, „Römische Baupolitik als Grundlage eines politischen Kommunikationsmodells. Ursache und Wirkung der Umgestaltung des Forum Romanum durch Augustus“, in: Thersites. Journal for Transcultural Presences and Diachronic Identities from Antiquity to Date, Ausgabe 6, Mainz/Exeter 2018 (in Bearbeitung).
  • Sandra Panzner, „Antike erfahren: analog, partizipativ, kritisch. Gespräch mit den Ausstellungsmachern von 'Spiel mit der Antike' (Stadtmuseum Nürnberg)“, in: Thersites. Journal for Transcultural Presences and Diachronic Identities from Antiquity to Date, Ausgabe 5, Mainz/Exeter 2017, S. 1-18.
  • Sandra Panzner, „Interdisziplinarität in Wissenschaft & Museen. Narrative als gemeinsame Nenner bei interdisziplinären Ausstellungen“, in: Österreichischer Museumsbund (Hg.), Neues Museum. Österreichische Museumszeitschrift, Ausgabe März 2016, Wien 2016, S. 20-26.

  

Schroth, Claudia


Foto Schroth

Phänomenologie der kollektiven Intentionalität

Betreuer: Prof. Dr. Lambert Wiesing; Dr. Jens Bonnemann (beide Universität Jena)

Fachbereich: Philosophie

Kontakt: claudia.schroth(at)uni-jena.de


Projektbeschreibung

Die Beschäftigung mit der kollektiven Intentionalität breitet sich zunehmend in verschiedenen Disziplinen, wie beispielsweise den Kognitionswissenschaften und der Rechtstheorie, aus. Doch welche Merkmale erlauben es bei welchen Phänomenen von einer kollektiven Intentionalität zu sprechen? Können Kollektive dabei als Akteure  
gelten? Um diese und weitere Fragen zu klären, befasst sich diese Dissertation mit einem historisch, systematisch und metatheoretischen Vergleich von drei philosophischen Ansätzen: Die Phänomenologie ab 1900, die sprachanalytische Philosophie ab 1988 und die gegenwärtig aktuelle Debatte. Dabei lassen sich nicht nur zwischen, sondern auch innerhalb der unterschiedlichen Ansätze Differenzen bei der Frage, was die kollektive Intentionalität auszeichnet, finden. Besonders  unbekanntere und in Vergessenheit geratene Phänomenologen wie Max Scheler, Edith Stein, Gerda Walther, Simon L. Frank und Aron Gurwitsch sollen dabei in den Fokus gerückt werden, um deren Aktualität aufzuweisen.


Akademischer Werdegang

  • 2011-2015: B.A. Philosophie und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (Universität Jena)
  • 2015-2017: M.A. Philosophie (Universität Jena)

  

Tenner, Jan


Foto Tenner

Regelungsbedürftigkeit und –möglichkeiten des personellen Transfers zwischen Politik und Wirtschaft durch den Bundesgesetzgebe

Betreuer: Prof. Dr. Bernd Hartmann (Universität Osnabrück)

Fachbereich: Rechtswissenschaften

Kontakt: jan.tenner(at)uni-muenster.de


Projektbeschreibung

Karenzzeiten für Spitzenpolitiker nach deren Scheiden aus dem Amt sind aktuell in aller Munde. Eine verbindliche Regelung soll her, doch kommt diese ohne juristischen Diskurs nicht aus. Bislang begnügte sich die Politik darauf zu verweisen, dass zum einen die Ausgangslage der Politiker, zum anderen das Wechselziel derselben zu unterschiedlich für eine Regelung sei. Die Dissertation erarbeitet das Kollektiv der Politischen Entscheider als Normadressaten anhand spezifischer Standardisierungen, die den Anforderungen des Gleichheitssatzes Rechnung tragen. Der rechtssoziologische Teil der Arbeit untersucht das reelle Wechselverhalten und identifiziert die verschiedenen Wechselstrukturen. Die verfassungs- und einfach-rechtliche Hülle aus Befangenheits- und Amtsregeln konstituiert das Kollektiv und gibt den rechtlichen Rahmen für etwaige nachamtliche Tätigkeitsbeschränkungen vor. Neben staats- und verfassungsrechtlichen Erwägungen analysiert die Arbeit spiegelbildliche zivilrechtliche Regelungen, die an artverwandte Standardisierungen anknüpfen; etwa Karenzzeiten für Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften, welche auf denselben verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen basieren.


Akademischer Werdegang

  • 2008-2013: Studium der Rechtswissenschaft (Universität Münster) - Abschluss: 1. Juristische Staatsexamen/Dipl.-Jurist
  • Wintersemester 2011/12: ERASMUS-Studium an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen
  1. FAKULTÄT FÜR SPRACH-/LITERATUR-/KULTURWISSENSCHAFT

Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft

Altes Finanzamt
Landshuterstr. 4
R 132
93047 Regensburg

Tel. + 49 941 943-53 00
Mail:
forschungsstelle.kollektiv
[at]ur.de