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Laufzeit: 2009 - 2011
In Kooperation mit der in Nabburg ansässigen Firma emz-Hanauer wird ein Konzept für ein zukunftssicheres und ergonomisches Steuerungssystem im Facility Management erstellt. Das Steuerungssystem soll durch Flexibilität und Individualität in Design und Funktion für sämtliche Anwendungen in der Haustechnik eingesetzt werden können. Regel- und Steuergeräte im Facility Management zeichnen sich durch zunehmende Komplexität aus. Die stetige Erweiterung des Funktionsspektrums und die heterogenen Benutzergruppen (Erstinstallateur, Wartung, Hausmeister, Endverbraucher) verlangen angepasste und damit auch komplexere Lösungen im Bereich der Systembedienung. Die Anforderungen für die Gestaltung ergeben sich zum einen aus ergonomischen Basisanforderungen und zum anderen aus aktuellen Erkenntnissen der Usability und des Joy of Use. Ziel ist die Erstellung eines einheitlichen MMI-Bedienkonzepts und darauf aufbauend die Entwicklung einer Toolbox, welche durch ihren modularen Aufbau das User Interface Design erleichtert und im Sinne einer Guideline für einheitliches look and feel sorgt.
Laufzeit: 2008-2010
Literatur:
Leitung: Prof. Dr. Christian Wolff, Dr. Ludwig Hitzenberger
Mitarbeit: Martin Brockelmann, Stephan Mikes, Agnes Wanjura, Maria Wycislo, Daniela Hammer
Die Lehrstühle Medieninformatik und Informationswissenschaft stellen im März 2010 in Kooperation mit der Universität Erlangen auf der CeBIT in Hannover das Eye-Tracking-Projekt Bright Eyes vor.
Blickbewegungsanalysen mit Hilfe von Eye-Tracking-Systemen werden in der Regel primär für die Systemevaluation (Bewertung von Websites) oder auch für die Systemsteuerung (bedienen durch Blicke) eingesetzt. Mit „Bright Eyes“ stellen wir einen Prototyp vor, bei dem das Blickverhalten des Benutzers analysiert und für eine dynamische Systemadaption genutzt wird. Mit anderen Worten: Das System sieht oder „weiß“, was der Benutzer gesehen, und was er nicht gesehen hat, und zieht daraus praktische Konsequenzen, indem es das Systemverhalten und die Informationspräsentation dementsprechend anpasst. Es ist naheliegend, dass für solche Systeme zahlreiche Anwendungsszenarien, wie beispielsweise im Bereich von E-Learning oder auch bei sicherheitskritischen Systemen, existieren. Gaze analysis using Eye-Tracking equipment is typically being used either for system evaluation (e.g. website usability testing) or for controlling interfaces by people with special needs. With “Bright Eyes”, we present a software prototype which makes use of gaze analysis for adapting system behaviour and information presentation. The systems sees or “knows” what the user has seen and what he / she hasn’t. It is obvious that numerous applications for this technology exist, e.g. in e-Learning or for safety critical systems.
Dem Projekt Bright Eyes liegt das 2008/2009 entwickeltes Programm „Eye-Mouse“ zu Grunde, das es ermöglicht, die Computermaus dem Blick des Benutzers folgen zu lassen. Man kann somit den PC mit bloßen Blicken bedienen, was für gewisse Anwendungen eine Mausbenutzung überflüssig macht. Zu Testzwecken wurde eine E-Learning-Umgebung erstellt, die man zum explorativen Umgang mit der neuartigen Interaktionsmethode benutzen kann. Video zu Eye-Mouse.
In einem ersten Versuch zur Blickwahrnehmung von Rechtsvisualisierungen haben zwei Probanden insgesamt vier Stimulusbilder betrachtet.
Laufzeit: 2006-2008
Leitung: Prof. Dr. C. Hengstenberg (Klinikum der Universität Regensburg), Prof. Dr. A. Tsakpinis (FH Regensburg), Prof. Dr. C. Wolff
Im Rahmen der Regensburger Herzinfarktstudie werden geeignete Verfahren im Bereich Data Mining und Clustering untersucht, die in der Lage sind, in sehr großen Datenbeständen zu SNPs (Single Nucleotide Polymorphisms) auffallende Muster und Korrelationen zu Phänotypdaten der Studienteilnehmer zu ermitteln. Neben der eigentlichen Datenanalyse spielt dabei auch die Systemarchitektur für Informationssysteme zur Verwaltung großer Gendatenbestände eine wichtige Rolle in diesem Kooperationsprojekt.
Aktuelle Trends im Bereich bibliometrische Systeme und Text Mining-Verfahren
Laufzeit: 2002
Literatur: Faulstich, Quasthoff, Schmidt, Wolff 2002H
Leitung: Dr. R. Ball (Forschungszentrum Jülich), Prof. Dr. R. Hammwöhner, Prof. Dr. C. Wolff
Trenderkennung ist ein innovativer Anwendungsbereich für bibliometrische Systeme und Text Mining-Verfahren, der angesichts erhöhter Anforderungen an das Forschungsmonitoring an Bedeutung gewinnt. In dem Kooperationsprojekt mit der Zentralbibliothek des FZ Jülich wird anhand großer bibliographischer Datenbanken wie ISI Web of Science ein System für die Trendanalyse und Trenderkennung in der Forschung entwickelt und getestet. Daneben wird auch die theoretische Modellbildung für die Trendbeschreibung untersucht.
Leitung: Prof. Dr. G. Riegger (Klinikum der Universität Regensburg), Prof. Dr. A. Tsakpinis (FH Regensburg), Prof. Dr. C. Wolff
In einem Kooperationsprojekt mit dem Universitätsklinikum Regensburg und dem Centre for Software Engineering der FH Regensburg wird untersucht, wie sich medizinische Informationsportale für eine Optimierung der Kommunikation zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten verbessern lassen. Ein zentrales Problem ist dabei die Heterogenität der anfallenden und in der Regel multimedialen Daten und die damit verbundene Vielfalt der Datenerfassungs- und -generierungsstationen. Ziel des Projektes ist ein integratives Konzept für ein webbasiertes Informations- und Kommunikationsportal auf der Basis einschlägiger Standards der medizinischen Kommunikation (DICOM, HL7, MPEG21), das mit Hilfe aktueller Software Engineering-Methoden (insb. Design Patterns und Service-Oriented Architecture) realisiert werden kann.
Leitung: Prof. Dr. C. Wolff, Dr. R. von Ammon (CITT GmbH, Regensburg)
In diesem Verbundprojekt werden zwei wesentliche Neuerungen im Bereich des Software Engineering und der Softwarearchitektur, der Design Pattern-Ansatz und das Konzept dienstebasierter Architekturen, für neue Anwendungsfelder im Bereich betrieblicher Informationssysteme fruchtbar gemacht.
Neben der Analyse komplexer Ereignismengen im Management von Geschäftsprozessen (Business Activity Monitoring (BAM)), werden domänenspezifische Referenzmodelle für sog. event patterns entwickelt und modellgetriebene Ansätze zu pattern-basierten Sicherheitskonzepten im Rahmen serviceorientierter Architekturen untersucht. Das Vorhaben behandelt auch die grundsätzliche methodische Frage, welche Vorbedingungen für eine erfolgreiche Übertragung des pattern-Ansatzes auf neue Bereiche gegeben sein müssen und steht insoweit in enger Verbindung mit weiteren hier aufgeführten Projekten (multimodal design patterns, media design paterns).
Laufzeit: 2002
Literatur: Faulstich, Quasthoff, Schmidt, Wolff 2002H
Leitung: Prof. Dr. A. Tsakpinis (FH Regensburg), Prof. Dr. C. Wolff
Eingebettete Echtzeitsysteme wie sie etwa in der Fahrzeugsteuerung eingesetzt werden, stellen besonders hohe Anforderungen an einen systematischen Softwareentwicklungsprozesses. In diesem Kooperationsprojekt konzentrieren wir uns auf die Frage, wie Anforderungen systematisch durch den gesamten Entwurfsprozess verfolgt und nachvollzogen werden können (requirements traceability). Neben der Frage, wie solche Konzepte mit bekannten Standards wie der Unified Modeling Language (UML) umgesetzt werden können, spielt insbesondere auch die Werkzeugunterstützung und dabei die ergonomische Gestaltung von Softwareentwicklungswerkzeugen eine zentrale Rolle.
Der Wandel der Informationstechnologien hat eine so große Vielfalt technischer Systeme und neuer Informationsformate hervorgebracht, dass Informationskompetenz zu einer Schlüsselqualifikation nicht nur im Hochschulbereich geworden ist. Um Aufschlüsse über den derzeitigen Stand von Informationskompetenz auf verschiedenen Bildungsstufen zu erhalten, wurde 2005 / 2006 eine Fragebogenerhebung bei über 300 Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen durchgeführt.
Erwartet werden u. a. Aufschlüsse für den Qualifikationsbedarf auf den verschiedenen Bildungsstufen und bei unterschiedlichen Zielgruppen. Neben den empirischen Fragestellungen dient die Untersuchung auch der theoretischen Modellbildung und soll Rückschlüsse für die Herausbildung von Standards der Informationskompetenz geben.
Die Studie ist in Zusammenhang mit dem in enger Kooperation mit der Universitätsbibliothek (Dr. Naoka Iki) entwickelten Lehrangebot "Informationskompetenz" an der Universität Regensburg zu sehen, das - erstmalig an einer deutschen Universität - als frei kombinierbares Nebenfach als Bestandteil akademischer Studiengänge angeboten wird.
Förderung: BMW AG, München
Leitung: Dr. K.-J. Bengler (BMW Forschung und Technik GmbH, München), Dr. L. Hitzenberger (Lst. f. Informationswissenschaft), Prof. Dr. C. Wolff
In einem Kooperationsprojekt zwischen der BMW Forschung und Technik GmbH, München und dem Werk Regensburg der BMW AG wurden Konzepte für Informationssysteme in der Industrieproduktion (Teileversorgung im Werk Regensburg) entwickelt, prototypisch umgesetzt und im Werk Regensburg in den praktischen Einsatz überführt. Die Studie wurde durch Analyse und experimentelle Umsetzung mobiler Informationssysteme mit innovativen Interaktionstechniken (PDA-basiertes mobile computing, Einsatz von Datenbrillen) ergänzt.
Aus Sicht der angewandten Informatik standen dabei Fragen nach den Entwurfsmethoden und Designprinzipien für Informationssysteme in besonderen Arbeitsumgebungen, die sich von der traditionellen Desktopumgebung erheblich unterscheiden, im Mittelpunkt (useware engineering). Gleichzeitig wurde im Projekt auch untersucht, wie sich der de-mographische Wandel und damit sich ändernde Merkmale typischer Benutzer auf den Entwurf von Informationssystemen auswirken.
Die weitgehende Digitalisierung der Textproduktion eröffnet neue Perspektiven für die automatische Analyse großer Textmengen durch texttechnologische Verfahren, insbesondere das Text Mining. Im Rahmen einer langjährigen Kooperation mit dem Institut für Informatik der Universität Leipzig (Prof. Dr. G. Heyer, Prof. Dr. U. Quasthoff) werden texttechnologische Verfahren vor allem im Bereich der Kollokationsanalyse und des Corpusvergleichs weiterentwickelt und in texttechnologische Applikationen integriert.
Neben nahe liegenden Anwendungsbereichen im Bereich der Sprachwissenschaft (Lexikographie, Informationsextraktion, semantische Analyse) werden in den Regensburger Teilprojekten Möglichkeiten der quantitativen Medienanalyse und Trendforschung, Text Mining-basierte Prozesse für intelligente Systeme (Ontologiegenerierung, semantic web) und die Visualisierung von Text Mining-Ergebnissen untersucht. Dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik (Prof. Dr. Albrecht Greule / Regensburger Verbund für Werbeforschung) und dem Institut für Slavistik (Prof. Dr. Björn Hansen, Dr. Roland Meyer).