Tagung im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, 19./20. März 2026
Organisation: Dr. Vera Bachmann und Prof. Dr. Bernhard Dotzler
Programm
Donnerstag, 19. März 2026
10.30
Dr. Vera Bachmann (Regensburg)
Begrüßung und Einführung
11.15 – 12.00
PD Dr. Tobias Becker (Heidelberg/ Berlin)
Abschied vom Provinzorium? Rückblick auf die alte
Bundesrepublik
12.15 – 13.00
Dr. habil Heide Volkening (Greifswald)
Wie im Märchen? Marieluise Fleißers Provinz
– Mittagspause –
15.00 – 15.45
Christin Krüger M.A. (Berlin)
„Provinz, Berlin und wieder Provinz“. Nachdenken über das
Provinzielle in Theaterromanen der literarischen Moderne
16.00 – 16.45
PD Dr. Peter Pohl (Innsbruck)
Der Dorfschullehrer. Literarische Vermessung der
Bildungsränder
17.00 Abendvortrag
Prof. Dr. Marcus Twellmann (Hamburg)
Literatur und Provinz, 1970er Jahre. Mit Peter Otto Chotjewitz
– Gemeinsames Abendessen –
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Freitag, 20. März 2026
9.00 – 9.45
PD Dr. Ingo Meyer (Bielefeld)
Maßlosigkeit der Repräsentation bei Hermann Burger, Einar Schleef und Frank Witzel
10.00 – 10.45
Dr. des Nina Pilz/ Tim Senkbeil (Greifswald)
Potentiale der Provinz im Post-Wende-Roman
11.00 – 11.45
Michael Hehl M.A. (Sulzbach-Rosenberg)
Der Begriff der Provinz im poetologischen Werk Walter
Höllerers
– Mittagspause –
13.15 – 14.00
Dr. Sebastian Lederle (Weimar)
Versuche über das erste Mal. Zur Provinz als Existenzweise und Darstellungsform bei Arnold Stadler
14.15 – 15.00
Prof. Dr. Bernhard Dotzler (Regensburg)
Swjosdny Gorodok und andere Sternenstädtchen

Universität Regensburg, Vielberth Gebäude
28.– 29. Mai 2026
Organisation: Jana Zündel (Zuendel(at)tfm.uni-frankfurt.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)); Kim Carina Hebben (kim.hebben(at)tu-dortmund.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)); Christine Piepiorka (Christine.Piepiorka(at)gmx.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm)); Herbert Schwaab (Herbert.Schwaab(at)ur.de (öffnet Ihr E-Mail-Programm))
True Crime ist eine kulturelle Form mit engen Bindungen an die Geschichte, Technologie und Ästhetik des Fernsehens. Es verkörpert in vollkommener Weise den überwachenden Charakter des Mediums im Sinne von Stanley Cavells Konzept des monitoring (Cavell 2002). Es gibt zudem der Aktivierung von Zuschauenden Bedeutung, wenn es Camcorder-, Smartphone- oder Bodycam-Aufnahmen von Amateur:innen und Polizist:innen zum Gegenstand einer neuen Tabloid Culture werden lässt und das Fernsehpublikum mit Formaten wie Aktenzeichen XY Ungelöst seit den 1960er Jahren und America‘s Most Wanted seit den 1980er Jahren als wachsame Bürger:innen adressiert, die zur Verbrechensbekämpfung beitragen. Misha Kavka (2012) betrachtet diese Verflechtung von Amateur-Material und neuen Fernsehformaten als eine der Quellen der ersten Generation des Reality TV. Bilder von Überwachungskameras und weiteres dokumentarisches Material wie Beweisfotos, Verhöraufnahmen, Gerichtsübertragungen und Re-Enactments von Verbrechen schreiben sich direkt in die televisuellen Formen ein. Damit tragen sie zu einer Popularisierung von punitiven Fantasien als Teil einer neuen – vor allem in den USA von law and order-Ideologien geprägten – Verbrechenskultur bei. True Crime liefert aber nicht nur hybride Bilder und Narrationen des Fernsehens, sondern lässt sich, wie Deborah Jermyn in ihrer Studie zu Crimewatch UK (2007) anmerkt, als Medium der Verarbeitung einer vor allem von Frauen empfundenen Angst vor Verbrechen und Gewalt begreifen. Zugleich ist True Crime Teil einer von Mark Seltzer (2007) beschriebenen wound culture, die auf tiefgreifende Verletzungen, Irritation und Ängste der Gesellschaft verweist.
Der Jahresworkshop 2026 der AG Fernsehen, „True Crime, Fernsehen und Medien“, will sich mit den vielfältigen Verbindungen zwischen Kriminalität, mediatisierter Verbrechensaufklärung und Fernsehen beschäftigen. Gerade in den letzten Jahren haben diese in aufwendigen True-Crime-Formaten von Streaming-Plattformen wie Netflix eine neue Konjunktur erlebt, dabei aber ihre Bindung an klassische Formate und Ästhetiken des Fernsehens behalten. So hat die Aktivierung von Zuschauenden – früher über telefonische Hinweise oder Zuschriften an die Redaktionen der Sender – zu der heutigen regen Tätigkeit des „web sleuthing“ geführt und eine auf ein forensisches Vergnügen ausgerichtete Rezeptions- und Fankultur (Rothöhler 2021) ausgebildet, die es kritisch zu erfassen gilt. Gerade die Erweiterung dieser publikumsseitigen Medienpraktiken und des ‚Genres‘ True Crime um Podcasts, die sich an fernsehseriellen Erzählweisen orientieren (z.B. der erste erfolgreiche Podcast Serial von Sarah Koenig von 2014) und in den 2010er Jahren populär wurden, weist auf komplexe transmediale Verflechtungen von Fernsehen, Online-Plattformen und sozialen Medien hin, die Tanja Horeck (2019) als einen effektiven Produzenten von Affekten und der Zirkulation von content identifiziert hat.
Der Workshop ist an Beiträgen von Medienwissenschaftler:innen interessiert, die sich mit der Geschichte, der Televisualität, neuen seriellen Formaten (z.B. Monster: Dahmer oder Making a Murderer) und den – durchaus auch problematischen – kulturellen, sozialen und politischen Folgen von True Crime beschäftigt. Er will aber explizit den Fokus auch auf andere Medienformen wie Podcasts erweitern und deren enge Bindung an Formen des Fernsehens erkunden.
Wir bitten um Abstracts zu diesen Themenfeldern im Umfang von max. 300 Wörtern, die bis zum 30. Januar an folgende Adresse geschickt werden können:
tvagsprechteam(at)gmail.com (öffnet Ihr E-Mail-Programm)
Literatur:
Cavell, Stanley (2001[1982]) Die Tatsache des Fernsehens. In: Adelmann, Ralf u.a. (Hg.) Grundlagentexte zur Fernsehwissenschaft. Theorie – Geschichte – Analyse. Konstanz: UVK, S. 125-164.
Kavka, Misha (2012) First Generation Reality TV (1989-99): The Camcorder Era. In: Kavka, Misha (2012) Reality TV. Edinburgh: Edinburgh University Press, S. 46-74.
Horeck, Tanya (2019) Justice on Demand. True Crime in the Digital Streaming Era. Detroit: Wayne State University Press.
Jermyn, Deborah (2007) From 'Public Service' to 'Fear of Crime'. Television, Anxiety and the TV Crime Appeal. In: Crime Watching. Investigating Real Crime. In: London/ New York: I.B. Tauris, S. 49-79.
Rothöhler, Simon (2021) Medien der Forensik. Bielefeld: transcript, S. 110-125.
Seltzer, Mark (2007) True Crime. Observations on Violence and Modernity. London/New York: Routledge.
Mögliche Änderungen werden zeitnah hier bekannt gegeben!
Prof. Dotzler
Nach Vereinbarung via E-Mail.
Prof. Heibach
Di, 24.2.26 10–12 Uhr per Zoom oder in Präsenz nach Voranmeldung per Mail
Di, 17.3.26 10–12 Uhr per Zoom nach Voranmeldung per Mail
und nach Vereinbarung
Dr. Bachmann
Siehe GRIPS-Kurs „Sprechstunde“
https://elearning.uni-regensburg.de/course/index.php?categoryid=8594
Baier
Siehe GRIPS-Kurs „Sprechstunden Semesterferien WiSe 2025/26“
https://elearning.uni-regensburg.de/enrol/index.php?id=69638
Dr. Buhl
Mo, 9.2.26 14–15 Uhr
Mo, 16.2.26 14–15 Uhr
Mo, 23.2.26 14–15 Uhr
Weitere Termine nach Vereinbarung.
Dr. Fleig
Sprechstunden online nach Vereinbarung per E-Mail.
Fraunhofer M.A. & Emmerling B.A. | Medienlabor
Nach Voranmeldung per E-Mail.
Melzner M.A.
Di, 17.2.26 10–11 Uhr
Di, 24.2.26 10–11 Uhr
Di, 10.3.26 10–11 Uhr
Dr. Nyckel
Nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail in Präsenz oder via Zoom.
Dr. Ottmann
Nach Vereinbarung per E-Mail.
Labelle M.A.
Nach Voranmeldung per E-Mail via Zoom.
Dr. Schwaab
Zoom-Sprechstunde: montags, 10-11 Uhr
Link zur Sprechstunde: https://uni-regensburg.zoom.us/j/87546973656?pwd=bnJTQll3NnRZOTdzT2xMR2p0bFB6UT09 (Warteraumfunktion aktiviert)
Der tschechische Autor, Dokumentarist und Mitarbeiter von Memory of Nations Jan Blažek hielt am 21. Januar 2026 einen Vortrag („Nicht vergessen, sondern wieder erleben. Erinnerungskultur und Graphic Narratives“) im Rahmen des Seminars „Graphic Memoirs: Autobiographie und Erinnerung in Comics“ (Seminarleiterin Verena Baier), der in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Medienwissenschaft der Universität Regensburg stattfand.
https://zentrum-erinnerungskultur.de/werkstattgesprach-erinnerungskultur-graphic-narratives/
Bitte werfen Sie die schriftlichen Hausarbeiten in die große beschriftete Box vor dem Sekretariat der Medienwissenschaft (PT 3.0.58). Bitte nicht in den Postkasten!
Es genügt, wenn die Arbeiten mit einem Heftstreifen oder Ähnlichem gebunden sind, so dass sie beim Einwurf nicht auseinanderfallen.
Alternativ können Sie die Arbeiten auch per Post an den Lehrstuhl senden:
Universität Regensburg
Lehrstuhl für Medienwissenschaft
Name der Lehrperson oder Sekretariat (falls Hausarbeiten für mehrere Lehrpersonen der Medienwissenschaft)
Universitätsstr. 31
93053 Regensburg
Es genügt der Poststempel zur Fristwahrung.
Sollten Sie kurzfristig krank werden, schreiben Sie eine E-Mail an die jeweilige Lehrperson und fügen das ärztliche Attest bei.
Denken Sie bitte an die FlexNow-Anmeldung und beachten Sie auch die "Hinweise zu Prüfungen im Fach Medienwissenschaft": https://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/medienwissenschaft/studium/index.html
Beachten Sie bitte auch das Angebot zur Hausarbeitsberatung sowie die Feriensprechstunden der Lehrpersonen!
https://go.ur.de/mw
Das Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2026 ist mittlerweile in SPUR veröffentlicht.
Nachfolgend finden Sie die Daten für die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen der Medienwissenschaft.
Bitte beachten: Für Lehrveranstaltungen anderer Anbieter in unserem Studienangebot oder Blockkurse können andere Fristen für Kurs- und FlexNow-Anmeldungen gelten!
1. Anmeldephase: ab sofort bis Sonntag, 22.03.2026.
1. Platzvergabe: bis ca. 24.03.2026. Nach Abschluss erhalten Sie eine Nachricht per E-Mail.
2. Anmeldephase: nach 1. Platzvergabe bis Donnerstag, 09.04.2026 (nur für Restplätze).
2. und letzte Platzvergabe: am 10.04.2026. Nach Abschluss erhalten Sie eine Nachricht per E-Mail.
>>> Bitte melden Sie sich möglichst bereits in der 1. Anmeldephase bis 22.03.2026 an und setzen Sie unbedingt mehrere Prioritäten, da Ihnen sonst u.U. kein Platz zugewiesen werden kann.
>>> Masterstudierende und Studierende anderer Studiengänge:
Bitte beachten Sie die roten Hinweise zur Einbringung für Module bei den einzelnen Parallelgruppen der Lehrveranstaltungen!
Beachten Sie auch die Kommentare zu den einzelnen Lehrveranstaltungen. Dort finden Sie u.a. auch wichtige Hinweise zu Durchführung, Voraussetzungen und FlexNow-Fristen!
Probleme mit der (ersten) Hausarbeit? Unsicher im wissenschaftlichen Arbeiten? Fragen zur Recherche, Zitation oder zu den Gestaltungsrichtlinien der Medienwissenschaft?
Dann besteht die Möglichkeit, sich helfen zu lassen.
Wir bieten in der vorlesungsfreien Zeit eine Hausarbeitsberatung für alle Studierenden der Medienwissenschaft an.
Sie findet Online an folgenden Terminen statt:
Di, 10.2.26, 12-13 Uhr
An Zoom-Meeting teilnehmen https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/67434217952?pwd=yohICJWVeX0gi0Dd0myRBxdpgsRWDR.1
Meeting-ID: 674 3421 7952 | Kenncode: 748092 | Schnelleinwahl mobil +496938980596,,67434217952# Deutschland | Über SIP beitreten • 67434217952@lej.zmeu.us [67434217952@lej.zmeu.us] | Kenncode: 748092
Di, 10.3.26, 12-13 Uhr
An Zoom-Meeting teilnehmen https://uni-regensburg.zoom-x.de/j/64813710877?pwd=RXqw8ZlYE9jCefUMKbOApOFjSAuZvT.1
Meeting-ID: 648 1371 0877 | Kenncode: 286718 | Schnelleinwahl mobil +496938980596,,64813710877# Deutschland | Über SIP beitreten • 64813710877@lej.zmeu.us [64813710877@lej.zmeu.us] | Kenncode: 286718
TV-Beitrag mit Dr. Herbert Schwaab zur Fernsehgeschichte (15 Minutenclip, beginnt bei 18:49)
https://www.zdf.de/play/magazine/hallo-deutschland-104/hallo-deutschland-vom-26-januar-2026-100
Ab 01. Januar 2026 ist die Prüfungsanmeldung in FlexNow für die wöchentlich stattfindenden Lehrveranstaltungen der Medienwissenschaft möglich.
Beachten Sie bitte die genauen FlexNow-AN- und ABmeldezeiträume bei den einzelnen Lehrveranstaltungen/Parallelgruppen im Studienangebot in SPUR (Klick auf "Kommentare")!
WICHTIG: Bei Kursangeboten anderer Einrichtungen (Lehrstühle, Studienbegleitende IT-Ausbildung ...) oder bei Blockkursen können andere Fristen gelten.
Bitte melden Sie sich frühzeitig an, um eventuelle Anmeldeprobleme klären zu können.
Es werden keine nachträglichen FlexNow-Anmeldungen vorgenommen!
Beachten Sie auch die "Hinweise zu Prüfungen im Fach Medienwissenschaft":
https://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/medienwissenschaft/studium/index.html
Ein Beitrag von Prof. Dotzler im Merkur.
Kostenlos abrufbar bis Ende November unter folgendem Link: https://www.merkur-zeitschrift.de/artikel/lunare-planspiele-a-mr-79-11-60/?r=e953a466e4079363e44de371664cd775


Sekretariat | PT 3.0.58
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