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AKTUELLES
Der populären Kultur kommt nicht nur hinsichtlich der Forschung sondern auch im Hinblick auf die Schule eine erhöhte Bedeutung zu. Popkulturelle Medien bieten für Jugendliche Möglichkeiten zur Identitätskonstruktion, zur Auseinandersetzung mit anthropologischen Fragestellungen und zu Erfahrungen mit Kunst im weitesten Sinne. Trotzdem bleiben diese Medien im schulischen Kontext weitgehend ungenutzt, da vielen Lehrerinnen und Lehrern mit einer klassischen philologischen Ausbildung das Hintergrundwissen und der Zugang zu diesen Medien fehlen. Ästhetische Bildung findet deshalb in Regel anhand traditioneller Texte und Medien statt, deren Inhalt mit der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen nur wenig zu tun hat. Das bedeutet, dass eine unvertraute Methodik – etwa Verfahren der Textinterpretation, der Bildbetrachtung oder der Filmanalyse – anhand unvertrauter Gegenstände vermittelt wird.
Die Ringvorlesung will sowohl einen theoretischen wie auch einen praktischen Blick auf diese Texte und Medien werfen und damit Möglichkeiten für den Unterricht umreißen. Die Themen sind dabei sehr vielfältig: Werbung, Poetry Slam, Film, Popliteratur, Popstars und ihre Inszenierung, Popmusik, Werbung, Talk-Shows etc.
In Kooperation mit dem spanischen Kulturinstitut Instituto Cervantes (München) haben Ralf Junkerjürgen und Pedro Álvarez am 22. Juni 2013 – dem Día E (Tag der offenen Tür) – eine Auswahl der Finalisten des Kurzfilmpreises „Premio cinEScultura“ vorgestellt.
Gezeigt wurden die Kurzfilme La Boda (Marina Sereseky, 2012), Taboulé (Richard García, 2011), Camping (Pilar Guttiérrez, 2011), La migala (Jaime Dezcallar, 2011), Holy Thriller (María Cañas, 2011) und Adivina quién viene a comer mañana (Pepe Jordana, 2012).
Juni 2013
Mit einer Förderung des Deutsch-Französischen Jugendwerks wurde am 4.6. ab 19 Uhr im Foyer des PT-Gebäudes unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen eine erste Deutsch-Französische Lesenacht durchgeführt.
Zunächst trugen Studierende aus ihrer eigenen Übersetzung des Romans Le chemin de France von Jules Verne vor, die im Wintersemester erstellt wurde und beim Ablit-Verlag (München) mit den Illustrationen von Fanny Jacquier als Buch erschienen ist. (Siehe: http://www.ablitverlag.de/cdf.htm#uebersetzung)
Im Anschluss daran wurde die Bühne freigegeben für einen Lesewettbewerb, bei dem Texte von max. 4 Minuten vorgetragen wurden, die zumeist auf humorvolle Weise die französische und die deutsche Kultur thematisierten. Das begeisterte Publikum stimmte ab und vergab Buchpreise 1. an Anne-Sophie Donnarieix für den Vortrag aus einem eigenen Romanprojekt; 2. an Juliette Ronceray für den Vortrag eines Rimbaud-Gedichts mit Übersetzung und 3. an Stefanie Karl und Sabrina Longequeue für die szenische Lesung eines Schulbuchdialogs.
Schließlich gab die Band „Eclipse Sol-Air“ ein Live-Konzert mit deutschen und französischen Titeln.
Juni 2013
Der plastische Chirurg Robert Legard ist besessen von der Idee, eine perfekte künstliche Haut zu schaffen. In seiner Villa hält er die schöne Vera gefangen, die ihm als Versuchskaninchen für seine Forschung dient. Vera, die der bei einem Autounfall verstorbenen Frau Legard’s wie aus dem Gesicht geschnitten ist, wird Tag und Nacht von Kameras überwacht und lebt völlig isoliert von der Außenwelt. Was hat es mit dieser mysteriösen Frau auf sich, deren Schicksal so eng mit dem Leben Legards, seiner Frau und seiner schwer traumatisierten Tochter verknüpft zu sein scheint?
Die Zusammenhänge erschließen sich dem Zuschauer in diesem verschachtelten Thriller von Pedro Almodóvar erst nach und nach, was dem mit bizarren Elementen versehenen Film eine düstere Atmosphäre und eindringliche Spannung verleiht. Aus philosophischer Perspektive ist dabei insbesondere das Thema der (Verhältnismäßigkeit von) Rache interessant sowie die Frage nach der individuellen Identität – Wie stark ist unser „Ich“ beispielsweise abhängig davon, wie unsere Umwelt uns wahrnimmt? „Die Haut, in der ich wohne“ ist zudem gespickt mit typischen Motiven Almodóvars, wie der Frage nach der sexuellen Identität, (Ohn)Machtsphantasien und, insbesondere, Voyeurismus. Indem der Film das Beobachten, die Wahrnehmung mehrfach gebrochen thematisiert, reflektiert er letztlich auf das Medium Film selbst und lädt uns damit auch ein, unsere Rolle als Zuschauer zu hinterfragen.
„Die Haut in der ich Wohne“ stellt den vierten Film der Reihe „Filmisches Philosophieren“ dar, die der AK Film zusammen mit dem Institut für Philosophie der Universität Regensburg veranstaltet. Es soll damit ein Forum geboten werden, Film als Medium der Reflexion und Diskussion philosophischer und gesellschaftlicher Fragen zu begreifen. An den Film schließt daher ein Kurzvortrag von Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen sowie eine offene Diskussionsrunde mit dem Publikum in entspannter Atmosphäre an.
Informationen und Kontakt: Andrea.Klonschinski@ur.de
Mai 2013
Der von Pedro Álvarez und Ralf Junkerjürgen organisierte "Premio cinEScultura" für spanischsprachige Kurzfilme wurde am 27. April an "Camping" von Pilar Gutiérrez Aguado verliehen. Die Filme "La migala" (Jaime Dezcallar) und "Taboulé" (Richard García) erhielten eine "mención especial". Die Jury setzte sich zusammen aus dem Regisseur Ciro Altabás, der Leiterin des Regensburger Kurzfilmfestivals Insa Wiese und Prof. Dr. Jochen Mecke. Der Preis geht an Filme, die in besonderer Weise spanische oder lateinamerikanische Kultur widerspiegeln und für Lehre und Forschung von Interesse sind.
Wegen der großen Nachfrage sehen wir uns gezwungen, einen Einstiegstest durchzuführen. Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, bereiten Sie bitte das 2. Kapitel aus folgendem Band vor:
Müller, Natascha; Kupisch, Tanja; Schmitz, Katrin; Cantone, Katja: "Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung: Deutsch, Französisch, Italienisch". Tübingen: Gunter Narr, 2011.
Volker Dehs (Göttingen): „Was machen gantiers am Meeresgrund? Zu spezifischen Problemen der Jules Verne-Übersetzung“
Mit weit über hundert Publikationen zu Jules Verne kann Volker Dehs weltweit als einer der bedeutendsten Spezialisten auf diesem Gebiet angesehen werden. 2005 erschien u.a. seine umfangreiche „kritische Biographie“ Vernes, die von der Zeitschrift Literaturen zum Buch des Monats gewählt wurde und bald auch in französischer Übersetzung erscheint.
Neben seinen Forschungsarbeiten hat Volker Dehs außerdem Jules Verne-Texte illustriert und einige der berühmtesten Werke, darunter Reise zum Mittelpunkt der Erde und 20.000 Meilen unter den Meeren, für die renommierte Reihe der Weltliteratur bei Winkler neu übersetzt. In seinem Regensburger Vortrag wird er über Schwierigkeiten der Jules Verne-Übersetzung referieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Ralf Junkerjürgen, 12.11.2012
23.1.2013 an der Universität Erlangen: „La piel que habito - Körper als medialer Raum. Formen und Funktionen des Intermedialen im Werk von Pedro Almodóvar“
21./22.3.2013 auf dem Hispanistentag, Universität Münster: “Investigación, fantasía, subjetividad. Componentes de formas documentales en el cine español actual”
Einen Wegweiser für das Verfassen und Gestalten von literatur- und kulturwissenschaftlichen Hausarbeiten finden Sie hier.
Wichtiger Hinweis zum „Hauptseminar – Edition: Jules Verne: Le chemin de France“
Textkenntnisklausur
Wegen der großen Nachfrage sehe ich mich gezwungen, in der ersten Woche eine Textkenntnisklausur zu schreiben, von der die Aufnahme in das Seminar abhängt.
Termin: 16.10.2012, 10 h.
Teil der Klausur ist auch eine kleine Probeübersetzung.
Sie finden den Roman „Le chemin de France“ einmal unter http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k57079926.r=Jules+Verne+Le+chemin+de+France.langDE
weiterhin befindet er sich als Pdf auf dem K-Server.
Interessenten bitte ich daher, den Text bis zur ersten Sitzung gründlich durchzuarbeiten.
Ralf Junkerjürgen, 7. September 2012
Für gewöhnlich werden Romane nur von einem Übersetzer übertragen. Eine deutsch-französische Studentengruppe der Universität Regensburg hat nun jedoch gezeigt, dass es auch gemeinsam geht. Im Wintersemester 2011/12 wurde im Kollektiv erstmals ein Abenteuerroman des französischen Erfolgsautors Louis Boussenard (1847-1910) ins Deutsche übersetzt. Zu Lebzeiten war Boussenard einer der großen Abenteuerschriftsteller Frankreichs und galt als Nachfolger Jules Vernes. Der Roman Die Robinsons von Französisch-Guayana erzählt von einer spannenden Flucht durch den tropischen Regenwald und dem Versuch, sich dort niederzulassen. Die Übersetzung ist beim Münchner Ablit-Verlag erschienen und wurde eigens für diese Ausgabe neu illustriert. Am 18.07. um 19 Uhr werden die Übersetzerinnen und Übersetzer in der Stadtbücherei Regensburg ihre Arbeit in einer zweisprachigen Lesung vorstellen. Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen (Institut für Romanistik, Universität Regensburg) wird in das Übersetzungsprojekt einführen. Der Eintritt ist frei. (Stadtbücherei Regensburg, Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8)
Pressemitteilung vom 15.6.2012
Weiteres zum Roman unter: http://www.ablitverlag.de/neuavventura.htm
Der von Ralf Junkerjürgen beim Erich-Schmidt-Verlag herausgegebene Band zur Geschichte des spanischen Films ist im Juli 2012 erschienen. Es handelt sich dabei um die erste deutschsprachige Überblicksdarstellung zu diesem Thema.
Weiteres unter: http://www.esv.info/978-3-503-12201-1
Sophia Simon, M.A., Die Literarüberwetzung: Freud und Leid des Übersetzers am Beispiel des Italienischen".
Dr. Abbas Amin, „Selbst- und Fremdbilder: Orientalismus“ am 21.05.12 um 14h im H10
Vorträge von Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen
10.07. „Quantifying desire, qualifying disease – Don Juanism and Nymphomania in Spanish Cinema and Literature“ (Ringvorlesung Gender and Disease), um 16h im H23
19.06. „Regard sur le regard de l’enfant – Formes et fonctions de la narration centrée sur l’enfant dans le cinéma espagnol “ (Eröffnungsvortrag der Tagung „Enfance, violence, exil et immigration italienne“), um 18h30 im Haus der Begegnung, Hinter der Grieb 8, 93047 Regensburg
01.06. „Espacios en el cine de Montxo Armendáriz“ (Jornada Académica Montxo Armendáriz) im Haus der Begegnung, Hinter der Grieb 8, 93047 Regensburg
24.04. „Mythos Haar - eine Einführung in den kultur¬haltigsten Körperteil des Menschen“ (Freilichtmuseum Tuttlingen)
Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen lädt ein zu einem Gastvortrag im Rahmen des Hauptseminars „Literarische Edition: Übersetzung, Kommentar, Nachwort“
Von Frau Barbara Klose, M.A. (TU Chemnitz) zu dem Thema:
Louis Boussenard – der Jules Verne des Loiret
am Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 14h30 im Hörsaal PT 2.0.7
Der Vortrag wird aus Studienbeiträgen finanziert.
Wir würden uns freuen, Sie bei diesem Vortrag begrüßen zu können.
Dipl.-Inform. Mag. Dirk Mügge (Universität Innsbruck)
"Be part of it – gemeinschaftliche Übersetzung am Beispiel des
Harry-auf-Deutsch Projektes"
Sie sind herzlich hierzu eingeladen.
Die von der Professur für romanische Kulturwissenschaft betreute Zulassungsarbeit zum Staatsexamen von Frau Lucia Schneider zum Thema Tentatives de dialogue - Versuch und Scheitern des Dialogs im Spiegel der Literatur Yasmina Rezas erhielt den Studienabschlusspreis des Vereins der Ehemaligen Studierenden der Universität Regensburg.
Amok, Schulmassaker, Gewaltexzess - Medien- und Gesellschaftsanalyse
7.-8. Oktober 2010 im Alten Finanzamt Regensburg, Landshuter Straße 4
Öffentliche Tagung Amok, Schulmassaker, Gewaltexzess - Medien- und Gesellschaftsanalyse (Programm und Abstracts)
Am Freitag, dem 26. November 2010, veranstaltet das Institut für Romanistik unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen und den Ministerialbeauftragten der Oberpfalz zum zweiten Male eine regionale Fortbildung für Französischlehrer.
Thema der diesjährigen Veranstaltung ist Paris. Nach zwei Plenarvorträgen, die wissenschaftlich in das Thema einführen, haben die Teilnehmer in drei Ateliers die Möglichkeit, sich intensiv mit drei Teilaspekten auseinanderzusetzen. Atelier 1 befasst sich mit der Bedeutung Baron Haussmanns für die Entstehung des modernen Paris, Atelier 2 untersucht die Verknüpfung von literarischem Raum und Figurencharakterisierung, beispielhaft aufgezeigt an Smadjas Jugendroman „Il faut sauver Saïd“. Paris im Film ist Schwerpunkt des dritten Ateliers, in dem es um die Analyse des Filmes „Paris“ von Cédric Klapisch aus dem Jahre 2008 gehen wird.
Die Fortbildung beginnt um 13 Uhr mit der Begrüßung der Teilnehmer und endet gegen 20 Uhr. Diese Veranstaltung ist offiziell als Lehrerfortbildung anerkannt.
Zur Deckung der Kosten wird ein Unkostenbeitrag von 15,- Euro für Kopien, CD und kleine Verköstigung erhoben.