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Romanisch

Aromunisch

Das Verbreitungsgebiet der aromunischen (makedorumänischen) Sprache ist das griechische Pindusgebirge, wo die Aromunen seit dem Mittelalter bezeugt sind, sowie kleinere Gebiete im Süden der Republik Makedonien und Albanien. Außerdem leben die aromunischen Auswanderer in der rumänischen Dobrudscha. Die genaue Sprecherzahl ist schwer zu bestimmen, da die Republik Makedonien das einzige Land ist, in dem die Aromunen, durch die Verfassung als Minderheit anerkannt sind. Realistisch ist eine Zahl von rund 300 000 bis 400 000, wobei ca. 80 Prozent der Sprecher in Griechenland leben, während es z. B. in Makedonien weniger als 9 000 sind.

Sprachbeschreibung:


Istriotisch

Istriotisch ist eine autochthone vorvenezianische Mundart, die auf der Halbinsel Istrien in Kroatien noch gesprochen wird. Die dachlose Mundart bildet eine kleine Sprachinsel im Süden von Istrien und ist heute fast vollständig durch das Standardkroatische verdrängt.

Sprachbeschreibung:


Istrorumänisch

Das Istrorumänische ist die kleinste der drei romanischen Balkansprachen und hat heute nur noch wenige hundert Sprecher. Gesprochen wird diese nicht normierte romanische Sprache in ca. zehn Dörfern in Mittelistrien in Kroatien. Zurzeit steht das Istrorumänische unter dem übermäßigen Einfluss des Kroatischen, so dass einige Forscher vom bevorstehenden Sprachtod reden.

Sprachbeschreibung:


Judenspanisch

Das Judenspanische ist die Sprache der sephardischen Juden, die sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien im 15. Jahrhundert größtenteils im Osmanischen Reich angesiedelt haben. Die Sprache wird manchmal auch als Ladino oder Sephardisch bezeichnet. Die meisten Sprecher leben heute in Israel und einige Tausend in Südosteuropa, wo es um 1900 allein in Saloniki (Griechenland) rund 90 000 Sprecher gab. Heute wird das Judenspanische von rund 100 000 bis 150 000 Menschen weltweit meist als Zweitsprache gesprochen.

Im Judenspanischen wurden viele Werke der spätmittelalterliche Literatur Spaniens bis in die Gegenwart bewahrt. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde eine umfangreiche weltliche Literatur geschaffen. Trotzdem gehört das Judenspanische zu den gefährdeten Sprachen.

Sprachbeschreibung:


Meglenorumänisch

Das Meglenorumänische wird im Grenzgebiet zwischen Makedonien und Griechenland gesprochen. Die Zahl der aktiven Sprecher übersteigt 5000 nicht. Das Meglenorumänische ist sehr stark mit dem Aromunischen verwandt, so dass es manchmal als ein Subdialekt dieser Sprache bezeichnet wird.

Sprachbeschreibung:


Moldawisch

Moldawisch ist die amtliche Bezeichnung für die vor allem in Moldawien sowie in den angrenzenden Teilen der Ukraine von etwa 3,3 Mio. gesprochene ostromanische Sprache. Die moldawische Schriftsprache ist mit der rumänischen bis auf einzelne Besonderheiten der Aussprache, Rechtschreibung und Grammatik identisch. Die Schriftsprache bediente sich in Moldawien auch nach 1862 und bis 1990 fast ausschließlich der kyrillischen Schrift. Die moldawische Umgangssprache deckt sich weitgehend mit dem in der rumänischen Moldova gesprochenen Dialekt.

Sprachbeschreibung:


Rumänisch

Rumänisch ist eine Sprache der ostromanischen Sprachfamilie. Gesprochen wird das Rumänische in Rumänien sowie in den Nachbarstaaten, vor allem in der Ukraine, Serbien und Bulgarien. In der Republik Moldawien wird die Sprache offiziell als Moldawisch bezeichnet, obwohl sie größtenteils mit dem rumänischen Standard identisch ist. Manchmal werden die dachlosen romanischen Sprachen Istrorumänisch, Aromunisch und Meglenitisch, die südlich der Donau gesprochen werden, als Dialekte der rumänischen Sprache aufgefasst. Rumänisch wird von rund 25 Mio. Menschen weltweit gesprochen.

Die besondere Stellung des Rumänischen innerhalb der romanischen Sprachen manifestiert sich durch sein dakisches Substrat, die zahlreichen Balkanismen, das Fehlen germanischer Einflüsse, die im 6./7.Jahrhundert wirksam werdenden slawischen Einflüsse sowie seine Kontakte mit dem Ungarischen, Türkischen und Neugriechischen.

Die Normierung der rumänische Sprache im 19. und 20. Jahrhunderts ist durch gezielte Reromanisierung und durch einen Rückgang der slawischen, griechischen und türkischen Elemente gekennzeichnet. Die kyrillische Schreibung wurde nach 1862 durch die lateinische ersetzt.

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