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eKulturPortal

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektlaufzeit: 1.9.2015 bis 31.8.2018

Bearbeiter: Dr. Helmut Groschwitz und Michaela Hogger MA

eKulturPortal - eBusiness für den Kulturbereich

Seit 01.09.2015 sind die Lehrstühle für Medieninformatik und Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg Teil des durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojektes "eKulturPortal". Gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus dem Kulturbereich suchen wir in diesem auf drei Jahre angelegten Vorhaben, das Teil der Förderinitiative "Mittelstand digital" ist, nach neuen Wegen und Lösungen. So stehen vor allem die Aushandlung des Alltags und die damit verbundenen Interaktionen unterschiedlichster Akteure im Bereich der öffentlichen Kulturarbeit im Fokus des Forschungsinteresses. Ziel ist es, auf eBusiness-Basis den Alltag zu erleichtern und an neue Herausforderungen anzupassen.

Ein Teilbereich des Projektes ist die Entwicklung der KnowledgeBase, einer elektronischen Plattform zum kollaborativen Wissensaustausch. Wenn Sie an regelmäßigen Emails zur Entwicklung der KnowledgeBase interessiert sind, dann können Sie sich hier anmelden.

Weitere Informationen: Projektseite des BMWi


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Mittelstand

    

Bfwe

 

Interdisziplinäres Symposium

„Die Zukunft des Kulturbetriebs in der digitalisierten Gesellschaft“

9. bis 10. Oktober 2017, Universität Regensburg.

 

Der Kulturbetrieb in den deutschsprachigen Ländern befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, der sich mit demographischem Wandel (u.a. Altersstruktur und kulturelle Diversifizierung), Ressourcenverknappung, veränderten Formen der Geschmacksbildung, Fragen nach Inklusion und Teilhabe sowie einem massiven Zuwachs digitaler Techniken im Alltag grob umreißen lässt. Im Zuge der Forschungen zur Cultural Governance verschiebt sich der Fokus zunehmend von einer top-down agierenden Kulturpolitik (und damit verbundenen Leitbildern einer „Kultur für alle“ oder dem „Kulturauftrag“) hin zur Betrachtung der fluiden und produktiven Netzwerke der beteiligten Akteur*innen (Künstler*innen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Publikum, Zivilgesellschaft etc.) – hierzu zählen auch die alten und neuen Allianzen zwischen verschiedenen Sparten des Kulturbetriebs (Theater, Museen, Bibliotheken, Kulturzentren, Volkshochschulen etc.). Neue bzw. aktualisierte Fragestellungen, etwa nach der Rolle von „Kultur“ bei Prozessen der Identitätsbildung sowie nach adäquaten Maßstäben von „Erfolg“ machen deutlich, wie das Feld des Kulturbetriebs als Aushandlungs- und Konfliktraum eine zentrale Rolle für das kulturelle Selbstverständnis auf lokaler wie überregionaler Ebene spielt.

Begleitet werden diese Prozesse und Diskurse von einer zunehmenden Durchdringung des Alltags und der Arbeitswelten durch digitale Medien, Plattformen und neue technische Möglichkeiten, die nicht nur unterstützend wirken, sondern auch tief in den künstlerischen wie organisatorischen Arbeitsalltag von Kulturbetrieben sowie die Kommunikations- und Partizipationsstrukturen eingreifen. Vorhandene Netzwerke werden durch digitale Werkzeuge und Medien sowohl erweitert und unterstützt als auch substantiell verändert. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten und Formen bei der Innen- und Außenwahrnehmung der Kulturszene sowie bei den Strategien zu Wissensaustausch und Wissenskollaboration. Unter dem Blickwinkel des Information Behavior eröffnet sich ein gewinnbringendes Forschungsfeld, in dem das Zusammenspiel von kulturellen Praktiken und Arbeitsroutinen, den Spezifika des Kulturbetriebs und der individuellen wie gesellschaftlichen  Bedeutung von Informationen im alltäglichen Handeln durchleuchtet werden kann. Die Transformationsprozesse des Kulturbetriebs und die Dynamik der Digitalisierung bilden ein technisch und kulturell produktives System, das es in seinen Potentialen zu erfassen gilt, um die Weiterentwicklung des Kulturbetriebs verstehen und unterstützen zu können.

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos, setzt aber eine Anmeldung unter helmut.groschwitz@ur.de bis 30.9.2017 voraus.


Programm

Sonntag, 8.10.17

Stadtführung, gemeinsames Abendessen

 

Montag, 9.10.17, Universität Regensburg, H26 (Vielberth-Gebäude)

10 Uhr: Begrüßung und Eröffnungsvortrag

             Prof. Dr. Christian Wolff und Prof. Dr. Daniel Drascek (Uni Regensburg, Medieninformatik / Vergleichende Kulturwissenschaft): Information Behavior und Cultural Governance – interdisziplinäre Begegnungen 

11-13 Uhr: Panel 1: Projektvorstellung eKulturPortal

Thomas Wilhelm MA und Isabella Hastreiter MA (Uni Regensburg, Medieninformatik):
Community Building und User Centered Design in der Kulturwirtschaft – Herausforderungen und Perspektiven

Dr. Helmut Groschwitz (Uni Regensburg, Vergleichende Kulturwissenschaft): Wissenskollaboration in dislozierten Netzwerken – zur Konzeption der KnowledgeBase im eKulturPortal

 

13-14 Uhr – Mittagessen

 

14-16 Uhr: Panel 2

Dr. Martin Lätzel (Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, Kulturabteilung / CAU Kiel): Digitalität in der Kultur gestalten: Ein Auftrag für Kulturpolitik und Kulturverwaltung

Sebastian Knopp MA (Stadt Regensburg, Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft): Die Rolle der Digitalisierung im Kultur- und Kreativmanagement

 

16-16:30 Uhr – Kaffeepause

 

16:30-18:30 Uhr: Panel 3

Prof. Dr. Julia Glesner (Hochschule Potsdam, Studiengang Kulturarbeit): Die digitale Gretchenfrage: Wie hast Du es mit Google?

Rainer Glaap und Martin-Christian Heilgenberg MA (Eventim, Bremen): Von digitaleren Gesellschaften lernen: was machen Kulturbetriebe in Skandinavien anders? Herausforderungen der Digitalisierung im Kulturbetrieb

 

19 Uhr - gemeinsames Abendessen

 

Dienstag, 10.10.17, Universität Regensburg, H26 (Vielberth-Gebäude)

10-12 Uhr: Panel 4

Barbara Zoé Kiolbassa MA und Sabine Faller StExII (ZKM, Museumskommunikation, Karlsruhe): Museumslandschaft der Zukunft - partizipatives Modell: Das BÄM

Susanne Schuster MA (freie Dramaturgin, Hildesheim): Cheaten und Hacken: digitale Erzählstrategien im zeitgenössischen Performancetheater

Daniela Seitz MA (3hd Festival / Creamcake, Berlin): Was ist die neue Rolle von Museen im gesellschaftlichen Wandel?

 

12-13 Uhr – Mittagessen

 

13-15 Uhr: Panel 5

Birgitta Borghoff MA (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Angewandte Medienwissenschaft): „Entrepreneurial Storytelling als narrative Organisationspraxis im Kontext von Kultur und Kreativwirtschaft“

Christian Holst MA/MBA (Zürcher Hochschule der Künste):
Moving pictures moving audiences? Status quo und Potenzial der Bewegtbildkommunikation von öffentlich bezuschussten Kultureinrichtungen in Kanton und Stadt Zürich

Hannes Tronsberg MA (actori GmbH, München): Online-Tanker und Regional-Helden

 

15 Uhr Abschlussdiskussion


Anmeldung und Kontakt

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos, setzt aber eine Anmeldung unter helmut.groschwitz@ur.de bis 30.9.2017 voraus.

 

Ansprechpartner/Koordination:

Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft / Projekt eKulturPortal

z. Hd. Dr. Helmut Groschwitz

Universität Regensburg

93040 Regensburg

helmut.groschwitz@ur.de

  1. Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
  2. Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur (I:IMSK)

Vergleichende Kulturwissenschaft

Forschung

Grimm M _nze1

Sekretariat:
Telefon 0941/943-3722
Telefax 0941/943-4035

Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

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