lehre aktuell
Veranstaltungen im Sommersemester 2012
Das Handwerkszeug des Forschenden. Methoden kulturwissenschaftlicher Forschungspraxis (Kurs E-H)
Seminar
Zeit: Kurs E: Di 8-10 Uhr; (Beginn: 17. April 2012)
Raum: PT 4.0.18
Zeit: Kurs F: Mo 12-14 Uhr; (Beginn: 16. April 2012)
Raum: CH 33.1.93
Zeit: Kurs G: Mi 8-10 Uhr; (Beginn: 18. April 2012)
Raum: VG 0.14
Zeit: Kurs H: Mo 10-12 Uhr
Raum: 33.0.87
Für den B.A.-Studiengang: VKW – M02.2 (7 ECTS-LP)
Jede Wissenschaft zeichnet sich grundlegend durch die Methoden aus, derer sie sich bedient. 1980 charakterisierte Hermann Bausinger „weiche Methoden“, die sich behutsam, flexibel und teilnehmend dem Forschungsgegenstand annähern als „Spezifik“ unseres Faches. Das Methodenseminar führt in einige grundsätzliche Arbeitsweisen der empirisch arbeitenden, historischen und gegenwartsbezogenen Kulturwissenschaft ein. Schwerpunkte bilden zentrale Verfahren der Datenerhebung und Datenanalyse (Historisch-archivalische Methode; Feldforschung; Interview- und Beobachtungstechniken). Im Seminarverlauf erarbeiten wir uns mittels methodischer Überblicks- und Einführungstexte sowie der Lektüre ethnographischer Untersuchungen exemplarische Zugänge zu den wichtigsten Methoden des Fachs. Seminarbegleitend werden einzelne qualitative Forschungsmethoden durch Übungen praktisch erprobt. Im Seminarverlauf soll Verständnis und Gespür für die Anwendungsbereiche sowie Chancen und Grenzen verschiedener Arbeitsmethoden ausgebildet werden.
Leistungsnachweis
- Vorbereitende Lektüre
- Referat
- Durchführung und schriftliche Präsentation kleinerer Forschungsaufgaben während des Semesters
- Mündliche Mitarbeit und regelmäßige Teilnahme
Einführende Literatur:
Rolf W. Brednich: Quellen und Methoden. In: ders. (Hg.): Grundriss der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. Berlin ³2001, S. 77-100; Silke Göttsch, Albrecht Lehmann (Hg.): Methoden der Volkskunde. Positionen, Quellen, Arbeitsweisen der Europäischen Ethnologie. Berlin 2007.
LEBENSLAUF

Aktuell
seit 10/2010
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg
Werdegang
09/2008 – 09/2010
Wissenschaftliche Projektleiterin der migrationsgeschichtlichen Sammlung, Dokumentation und Ausstellung „Auspacken: Dinge und Geschichten von Zuwanderern“ der Stadt Reutlingen
10/2005 – 12/2007
Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Ethnologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
09/2003 – 09/2005
Erziehungspause
10/1999 – 08/2003
Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Ethnologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
09/1998 – 08/1999
Studium des Ost-West-Studiengangs Kultur & Management an der Hochschule Zittau-Görlitz
02/2003 – 06/2003
Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft bei der Tübinger Initiative Studium & Beruf
07/2002 – 04/2003
Studienbegleitendes Praktikum bei der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES e.V. im Referat Zwangsheirat bei der Bundesgeschäftsstelle Tübingen
07/2001 – 08/2001
Praktikum beim Institut für Auslandsbeziehungen e.V., Referat Kulturelle Förderprogramme für die deutsche Minderheit in Mittel-, Südost- und Osteuropa, Stuttgart
03/1998 – 07/1998
Reiseleitung im Ferienklub „Aldiana“ in Playa de Jandía, Fuerteventura
01/1997 – 02/1999
Gründung und Leitung des Exkursionsunternehmens „La Graná Salvaje“ in Granada, Spanien
09/1993 – 07/1996
Berufsaufbau- und Berufsoberschule Regensburg
08/1991 – 05/1993
Arbeit als Postbotin im Postamt Landshut
09/1988 – 07/1991
Berufsausbildung zur Dienstleistungsfachkraft im Postbetrieb
Publikationen
Stadtarchiv Reutlingen (Hg.): Auspacken: Dinge und Geschichten von Zuwanderern. Eine Dokumentation zur Reutlinger Migrationsgeschichte. Reutlingen 2010.
(mit Bernhard Tschofen) Heimat einmal anders gesehen. Museum und Zuwanderung – Migration und kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die Institutionen des kulturellen Gedächtnisses. In: Schwäbische Heimat. Zeitschrift für Regionalgeschichte (2010), S. 133-140.
Arrangierte Autonomie? Über Eheerfahrungen von Migrantinnen türkischer Herkunft (= Studien u. Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen, Bd. 33). Tübingen 2009.
Zwangsheirat bei MigrantInnen. Verwandtschaftliche und gesellschaftspolitische Hintergründe. In: Terre des Femmes (Hg.): Zwangsheirat: Lebenslänglich für die Ehre (NEIN zu Gewalt an Frauen). Tübingen 2006, S. 20-26.
Warneken, Bernd Jürgen (Hg.): Bewegliche Habe. Zur Ethnografie der Migration, Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Haspelturm, Schloss Hohentübingen, Tübingen. Mitglied der Projektgruppe. Tübingen 2003.
ausstellungen
2010
„Auspacken: Dinge und Geschichten von Zuwanderern“ im Heimatmuseum der Stadt Reutlingen, 25.04. -22.08.2010. Kuratorin.
2003
„Bewegliche Habe. Zur Ethnografie der Migration“ im Haspelturm des Schloss Hohentübingen, 14.02.-16.03.2003. Mitglied der Projektgruppe.