Lehre aktuell
Veranstaltungen im Sommersemester 2012
Spa, Ayurveda, Wellness.
Badekulturen zwischen Hygiene und Hype
Zeit: (Achtung: Neuer Termin!) Mo 8-10 Uhr (Beginn: 16. April 2012)
Raum: VG 1.30
Für den Bachelor-Studiengang: NPO: VKW-M03.1/VKW-M03.2 (7 ECTS-LP)
Für den Master-Studiengang: NPO: VKW-M30.4 / VKW-M31.2 / VKW-M33.2 (7 ECTS-LP) bzw. APO: VKW-M30.4 / VKW-M 31.2 / VKW-M33.2 (7ECTS-LP)
Gegenstand dieses Seminars ist das Bad in seinen unterschiedlichen kulturellen Ausformungen. Von alltäglicher Hygiene, antiken Thermen, mittelalterlichen Badestuben, städtischen Brause- und Wannenbädern, Flussbädern, modernen Thermenwelten bis Ayurveda, Sole-Bad und Wellness-Hotels eröffnet sich ein Kosmos an Badekulturen.
Es soll einen Blick auf wichtige und kuriose Badebekleidungsformen wie den Bikini, das Badehemd oder den Burkini geworfen werden. Wir untersuchen, was es mit dem Zwickelerlass auf sich hat, beschäftigen uns aber auch mit der medizinischen Wirkung des Badens und ihrer Verbindung zum Tourismus.
Den geographischen Rahmen stellt ganz Europa dar. Der Weg führt uns vom hohen Norden mit seiner Saunakultur in den tiefen Süden, wo uns Badestrand und Sandburg erwarten. Dabei lernen wir Baden als Grundbedürfnis, als Erholungsfaktor, als rituelle Handlung aber auch als Modetrend kennen. Einen zentralen Punkt des Seminars stellen soziale und gesellschaftliche Normen und ihr Einfluss auf die Entwicklung der Badekultur dar. Hierbei beziehen wir auch interkulturelle Fragestellungen mit ein, denen sich eine im Wandel begriffene, globalisierte Gesellschaft heute stellen muss.
Im Rahmen des Seminars begeben wir uns auch „ins Feld“ bzw. „ins Bad“ und versuchen empirische Befunde zu reflektieren.
Die Teilnehmerzahl dieses Seminars ist auf 20 begrenzt.
Leistungsnachweise
- schriftliche Hausarbeit
- mündliche Präsentation eines Themas im Rahmen des Seminars
- Aktive Mitarbeit und Lektüre der zentralen Literatur
Einführende Literatur
Eder, Ernst Gerhard: Bade- und Schwimmkultur in Wien. Wien 1995.
Fikentscher, Rüdiger (Hg.): Badekulturen in Europa. Halle 2010.
Kiby, Ulrika: Bäder und Badekultur in Orient und Okzident. Antike bis Spätbarock. Köln 1995.
Lachmayer, Herbert / Mattl-Wurm, Sylvia / Gargerle, Christian: Das Bad. Eine Geschichte der Badekultur im 19. und 20. Jahrhundert. Salzburg 1991.
Timm, Werner: Vom Badehemd zum Bikini. Bademoden und Badeleben im Wandel der Zeiten. Husum 2000.
Von der Altertumswissenschaft zur Kulturanalyse. Fachgeschichtliche Grundzüge. (Kurse F, G)
Zeit: Kurs F: Mo 14-16 Uhr
Raum: W115
Zeit: Kurs G: Di 14-16 Uhr
Raum: CH33.1.93
Für den B.A.-Studiengang: VKW-M01.3 (4 LP)
Kenntnisse in der Wissenschaftsgeschichte sind für ein tief greifendes Verständnis des eigenen Faches, seiner Untersuchungsgegenstände, Fragestellungen und Diskurse unerlässlich. Ausgehend von frühen kulturwissenschaftlichen Reflexionen und Auseinandersetzungen werden fachliche Entwicklungs- und Transformations-prozesse, besonders der letzten drei Jahrhunderte bis heute, betrachtet. Dabei werden verschiedene geistige Strömungen und prägende Persönlichkeiten jeweils vor ihrem fachspezifischen Kontext exemplarisch herausgearbeitet, um den wandlungsreichen Weg von ersten volkskundlichen Ansätzen bis zur Etablierung als wissenschaftliche Disziplin und ihrer Institutionalisierung nachzuzeichnen. Des Weiteren werden neuere Diskurse und Paradigmenwechsel nach 1945, ebenso wie die Vergleichende Kulturwissenschaft in der Gegenwart und ihre Positionierung, behandelt.
Leistungsnachweise
- wöchentliche Exzerpte zentraler wissenschaftlicher Aufsätze
- Klausur
Einführende Literatur
Bausinger, Hermann: Volkskunde. Von der Altertumsforschung zur Kulturanalyse. Tübingen 41999.
Kaschuba, Wolfgang: Einführung in die Europäische Ethnologie. München 22003, S. 20-113.
Weber-Kellermann, Ingeborg/Bimmer, Andreas C./Becker, Siegfried: Einführung in die Volkskunde/Europäische Ethnologie. Eine Wissenschaftsgeschichte. Stuttgart 32003.
LEBENSLAUF
Aktuell
seit 4/2011
Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg
Beruflicher Werdegang
08/2004 - 03/2011
Leiter des Amtes für Kultur und Tourismus der Stadt Freising
09/2010 - 03/2011
Stellvertretender Vorsitzender der INTHEGA (Interessensgemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.) - Landesgruppe Bayern
04/2007 - 07/2007
Lehrauftrag am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg
10/1999 - 12/2002
Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft
01/2001 - 02/2004
Freiberufliche Mitarbeit im Organisationsteam des Weltwirtschaftsforums in Davos
Studium
04/2011
Promotionsstudium am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft
05/2003
Magisterabschluss: 1. HF Vergleichende Kulturwissenschaft, 1. NF Geschichte, 2. NF Kunstgeschichte
10/1997 - 04/2003
Studium der Vergleichenden Kulturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Regensburg
Sebastian Gietl ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V., des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V., des Regensburger Vereins für Volkskunde e.V. und des Historischen Vereins Freising e.V.
projekte
2009 - 2011
Konzeption Marketingbroschüre FreisingErleben: Das Gästemagazin der Stadt Freising
2006 - 2011
Konzeption diverser touristischer Messeauftritte des Tourismusamtes Freising
2010
Konzeption Marketingbroschüre: FreisingErleben: Einblicke: Touristischer Wegweiser in vier Sprachen
2009
CD-Projekt: Hias Kriegner - Zum 100. Geburtstag des singenden Wirts aus Ramspau in der Oberpfalz
2006
Touristische Vermarktung des Papstbesuches 2006 in Freising
2005 - 2011
Programmkonzeption und Vermarktung der Freisinger Kulturtage
2006 - 2010
Programmkonzeption und Vermarktung der VolXmusiktage Freising
2004-2011
Programmkonzeption und Vermarktung der Spielstätten Asamtheater, Lindenkeller und Luitpoldhalle
Forschung
Tourismus- und Reisekulturen
- Geschichte und Entwicklung
- Tourismuswerbung, -marketing
Stadtforschung
- Byzanz, Konstantinopel, Istanbul
Neue VolX- und traditionelle Volksmusik
- Geschichte und Entwicklungstendenzen sowohl traditioneller als auch moderner Volks- und Weltmusik im altbayerischen Raum)
Badekulturen
- Geschichte und Entwicklung
- Rituale und Rhythmen
- Trendforschung
Bräuche
- Tradition, Traditionalisierung und Instrumentalisierung
"Professionelle" Kulturarbeit
- Geschichte und Entwicklungsprozesse
- Kommunale Kulturarbeit in Mittelstädten und Metropolen