Lehre aktuell
Veranstaltungen im Sommersemester 2012
Hexen. Geschichte, Mythos, Medialisierung.
Seminar
Zeit: Mo 10-12 Uhr (Beginn: 16. April 2012)
Raum: PT 2.0.4
Für den B.A.-Studiengang: VKW-M03.1 (7 ECTS-LP), VKW-M03.2 (7 ECTS-LP)
Für den Master-Studiengang: VKW - M31.3 (7 ECTS-LP)
Das Seminar ist NICHT für den Wahlbereich / "20 freie LP" freigegeben!
Die Figur der Hexe zählt zu den großen mythischen Figuren der europäischen Kulturgeschichte. Auch in unserer vermeintlich säkularisierten Moderne üben Hexenbilder noch immer eine hohe Faszination aus, die sich in zahlreichen Verfilmungen und Fernsehserien, der popularen Musik, TV-Dokumentationen, aber auch politischen und religiösen Gruppen, etwa der neuheidnischen Wicca-Bewegung äußert. Die Hexe präsentiert sich innerhalb dieser Medialisierungs- und Aneignungsprozesse als äußerst polyvalenter Charakter. Nicht selten haben sich diese gegenwärtigen populären Hexenbilder völlig von ihrer Historizität gelöst und erscheinen angepasst an aktuelle kulturelle Wertehaltungen und Bedürfnisse. Die Figur der Hexe wird so zu einem Spiegelbild soziokultureller Befindlichkeiten.
Über eine vergleichende Analyse historischer und gegenwärtiger Hexenvorstellungen nähert sich das Seminar der Figur der Hexe. Das Interesse gilt dabei zum einen der historischen Quellen, die der Hexenforschung zur Verfügung stehen, aber vor allem auch den unterschiedlichen Deutungen, Interpretationen und Vereinnahmungen der Hexe durch politische, wissenschaftliche, religiöse und mediale Akteure von etwa 1400 bis in die Gegenwart. Ziel wird es sein, über die sich wandelnden Vorstellungen von Hexen neue Einblicke in die Kultur- und Geistesgeschichte Europas zu gewinnen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Leistungsnachweise
– wöchentliche Hausaufgaben
- selbständiges Quellenstudium
– mündliche Präsentation ausgewählter Themen
– aktive Mitarbeit und Lektüre der zentralen Literatur
Einführende Literatur
Behringer, Wolfgang: Hexen und Hexenprozesse in Deutschland. 6. Aufl. München 2002 (1988).
Behringer, Wolfgang: Hexen: Glaube, Verfolgung, Vermarktung. München 2009.
Fischer, Kathrin: Das Wiccatum. Volkskundliche Nachforschungen zu heidnischen Hexen im deutschsprachigen Raum. Würzburg 2007.
Daxelmüller, Christoph: Zauberpraktiken. Die Ideengeschichte der Magie. Mannheim 2001.
Voltmer, Rita: Hexen: Wissen was stimmt. Freiburg 2008.
Digitale Bibliothek 093: Hexen. Analysen, Quellen, Dokumente. CD-ROM 2004.
„Come gather `round people...“ Protest und Politik im popularen Lied.
Seminar
Zeit: Mo 14-16 Uhr (Beginn: 16. April 2011)
Raum: Ch 33.0.87
Für den B.A.-Studiengang (alte und neue PO): VKW - M03.1 und M03.2 (7 ECTS-LP)
Für den M.A.-Studiengang: VKW-M31.2 (7 ECTS-LP)
Das Seminar ist NICHT für den Wahlbereich / "20 freie LP" freigegeben!
„Der Protestsong lebt!“ titelte die TAZ im August 2011. Kurz zuvor waren einem Aufruf der SPEX („Protestsongs gesucht!“) 120 Musiker mit neuen politischen Kompositionen gefolgt. Knapp 50 Jahre nach Bob Dylans „The times they are a-changin‘“ lässt sich gefahrlos konstatieren: das politische Lied hat den Transfer ins 21. Jahrhundert erfolgreich vollzogen. Die moderne Popkultur – von Wissenschaft und Feuilleton oft mit dem Stigma des Unpolitischen, Inhaltsleeren bedacht – bietet dem Protestsong ein überraschend günstiges neues Habitat, das gerade durch seine gewaltige Medienaffinität weitreichende Kommunikationskanäle eröffnet. Protestsongs artikulieren kulturelle Bedürfnisse und soziopolitische Konflikte unmittelbar und zeitnah. Sie stellen damit für die Vergleichende Kulturwissenschaft einen Indikator von herausragender Klarheit dar. Gesellschaftliche Prozesse, zeitgeschichtliche Ereignisse und kultureller Wertewandel spiegeln sich in den Texten und Songs direkt und unverblümt wider. Protestsongs bilden so auch Erinnerungsfiguren in den kulturellen Gedächtnissen des 20. und 21. Jahrhunderts.
Auf der Grundlage einer repräsentativen Auswahl stilprägender Songs aus der Zeit von etwa 1950 bis heute diskutiert das Seminar das Phänomen „Protest und Politik im popularen Lied“. Nach einer fachhistorischen Einführung in die kulturwissenschaftliche Liedforschung soll zunächst der Begriff „Protestsong“ reflektiert werden. Im Anschluss daran werden wir die ausgewählten Lieder mittels texthermeneutischer und musikanalytischer Verfahren im Kontext ihrer Entstehungszeit und ihrem soziokulturellen Kontext erörtern.
Die im Verlauf des Seminars entstehenden Liedanalysen werden über das Songlexikon des Deutschen Volksliedarchivs in Freiburg online publiziert werden. Das Seminar liefert so zugleich einen Beitrag zu einem wichtigen aktuellen Forschungsprojekt zur Popmusik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Leistungsnachweise
– schriftliche Hausarbeit (publikationsfähige Songanalyse)
– mündliche Präsentation der Songanalyse
– aktive Mitarbeit und Lektüre der zentralen Literatur
Empfohlen
– grundlegende musiktheoretische Kenntnisse (Noten lesen, Tonarten, Taktarten, etc.)
Einführende Literatur
Brednich, Rolf-Wilhelm/Röhrich, Lutz/Suppan, Wolfgang: Handbuch des Volksliedes, München 1975.
Helms, Dietrich: Sag mir wo die Lieder sind. Vom Krieg und Frieden der populären Musik. In: John, Eckhard (Hg.): Die Entdeckung des sozialkritischen Liedes. Zum 100. Geburtstag von Wolfgang Steinitz (= Volksliedstudien, Band 7). Münster/New York/München/Berlin 2006, S. 165–182.
Jacob, Günther: Was ist ein Protestsong? Auf: Archiv Rock und Revolte (http://www.rockarchiv.infopartisan.net/texte/text001.html).
John, Eckhard: "Demokratische Volkslieder" und politische Songs. Vorwort. In: Ders. (Hg.): Die Entdeckung des sozialkritischen Liedes. Zum 100. Geburtstag von Wolfgang Steinitz (= Volksliedstudien, Band 7). Münster/New York/München/Berlin 2006, S. 7–12.
Kleiner, Marcus S./Anastasiadis, Mario: Politik der Härte! Bausteine einer Popkulturgeschichte des politischen Heavy Metal. In: Nohr, Rolf/Schwaab, Herbert (Hg.): Metal Matters. Heavy Metal als Kultur und Welt. Münster 2011, S. 393-410.
Nieland, Jörg-Uwe: Pop und Politik. Politische Popkultur und Kulturpolitik in der Mediengesellschaft. Köln 2009.
Grundlagen kulturwissenschaftlicher Stadtforschung. Methoden, Diskurse, Texte
Übung
Zeit: Blockseminar (drei Termine nach Absprache, jeweils 10-16 Uhr)
Einführung: Mi, 25.4.2012, 18-20 Uhr
Raum: VG 1.31
Für den M.A.-Studiengang: VKW-M33.3 (NPO/4 LP), VKW-M33.5 (APO/4LP)
Anhand einer Auswahl zentraler Texte bietet die Übung einen einführenden Überblick über die bestimmenden Fragestellungen und Forschungsfelder der kulturwissenschaftlichen Stadtforschung. Die theoretische Erschließung des Themas wird dabei verschränkt mit empirischen Studien in Regensburg. Ziel ist es, Wissen und Fähigkeiten zur selbständigen Erschließung von Forschungsfeldern und Formulierung von Fragestellungen im Bereich der Stadtforschung zu fundieren und Impulse für neue Forschungsprojekte, etwa in Form von Abschlussarbeiten zu setzen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Leistungsnachweise
– mündliche Präsentation ausgewählter Texte
– aktive Mitarbeit und Lektüre der zentralen Literatur
Einführende Literatur
Bausinger, Hermann/Kohlmann, Theodor (Hrsg.): Großstadt. Aspekte empirischer Kulturforschung. 24. Deutscher Volkskundekongress in Berlin vom 26. bis 30.9.1983. Berlin 1985.
Berliner Blätter. Ethnographische und ethnologische Beiträge 17 (1998). [Themenheft Stadt]
Bockhorn Olaf/Dimt Gunter/Hörandner Editha (Hg.): Urbane Welten. Referate der österreichischen Volkskundetagung 1998 in Linz. Wien 1999.
Greverus Ina-Maria/Moser Johannes/Schilling Heinz/Welz Gisela: Frankfurt am Main. Ein Kulturanthropologischer Stadtführer. Frankfurt 1998.
Hauser, Andrea: Kulturwissenschaftliche Stadtforschung historisch – Zeitsprünge zum Raumbild des Urbanen. In: Hartmann, Andreas/Meyer, Silke/Mohrmann, Ruth-E. (Hg.): Historizität. Vom Umgang mit Geschichte. Begleitband zur Hochschultagung "Historizität als Aufgabe und Perspektive" der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vom 21.-23. September 2006 in Münster (= Münsteraner Schriften zur Volkskunde / Europäischen Ethnologie, Band 13). Münster/New York/München/Berlin 2007, S. 31–56.
Hengartner, Thomas: Forschungsfeld Stadt. Zur Geschichte der volkskundlichen Erforschung städtischer Lebensformen. Berlin/Hamburg 1999.
Hugger Paul: Die Stadt. Volkskundliche Zugänge. Zürich 1996
Lindner, Rolf: Walks on the Wild Side. Eine Geschichte der Stadtforschung. Frankfurt/New York 2004.
Park, Robert E./Burgess, E.W./McKenzie, R.D. (Hrsg.): The City. Chicago 1925.
Welz, Gisela: Street Life. Alltag in einem New Yorker Slum. Frankfurt 1991.
„Ächz, Seufz, Zack, Bumm?!? Literatur und Comics?!“
Interdisziplinärer Workshop zur gleichnamigen Ausstellung
Übung
Zeit: 14-tägig; Mo 16-18 Uhr (Beginn: 23. April 2012)
Raum: PT 4.0.18
Für den B.A.-Studiengang: freier Wahlbereich (4 LP + 1 Exkursionstag in VKW-M3.3 oder VKW-M9.4)
Für den Master-Studiengang: VKW-M30.4 (4 LP + 1 Exkursionstag in VKW-M32.2)
Comics, Cartoons, Graphic Novels zählen zu den auflagenstärksten gedruckten Bildmedien der gegenwärtigen Alltagskulturen. Mickey Mouse, Superman und Asterix sind prägender Bestandteil der westlichen Populärkulturen. Sie erreichen dabei längst nicht mehr nur ein jugendliches Publikum, sondern breite Bevölkerungsteile aller Alters- und Bildungsschichten. Vor allem in den letzten 20 Jahren konnten gedruckte Bildergeschichten unter der Bezeichnung „graphic novel“ endgültig ihr Stigma jugendgefährdender „Schundliteratur“ ablegen und die Feuilletons seriöser Tageszeitungen und nicht zuletzt den kultur- und literaturwissenschaftlichen Diskurs erobern.
Mit der Ausstellung „Ächz, Seufz, Zack, Bumm?!? Literatur und Comics?!“ (Vernissage: 24.5.2012) widmet sich das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg dem Thema. Im Mittelpunkt der Inszenierung stehen dabei Comicadaptionen bekannter literarischer Vorbilder. Zu sehen sind etwa Originalzeichnungen von FLIX, der für die FAZ Comic-Strips zu den Klassikern „Faust“ und „Don Quijote“ zeichnete, oder Umsetzungen von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ und „In der Strafkolonie“. Als herausragende historische Quelle zeigt die Ausstellung außerdem ein Original von Wilhelm Busch.
Ziel der Übung ist es, einen ausstellungspädagogischen Workshop zum Thema „Comic und Literatur“ für die Ausstellung zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an Schulklassen (10. bis 12. Klasse) und soll auf didaktisch ansprechende Weise Inhalte der Ausstellung sowie allgemeine kultur- und literaturwissenschaftliche Aspekte des Themas vermitteln. Die Teilnehmer sammeln so wertvolle Praxiserfahrung in einem wichtigen kulturwissenschaftlichen Berufsfeld.
Zum anderen erhalten die Teilnehmer der Übung grundlegende Einblicke in das Medium Comic, seine Geschichte, seinen kulturellen Wertewandel im 20. und 21. Jahrhundert sowie das Verhältnis aktueller Graphic Novels zu ihren literarischen Vorbildern.
Seminarleistung
- Vorbereitung eines museumspädagogischen Workshops für Schulklassen (in der Gruppe)
- Durchführung eines Workshops vor Ort (ca. 60-90 Minuten)
- Ein-Tages-Exkursion nach Sulzbach-Rosenberg (24.5.2012)
Einführende Literatur
Brednich, Rolf-Wilhelm: Artikel „Comics“. In: Enzyklopädie des Märchens, Bd. 3. Berlin/New York 1981, Sp. 88–101.
Maase, Kaspar: Artikel „Populärliteratur“. In: LAUER, Gerhard/RUHRBERG, Christine (Hg.): Lexikon Literaturwissenschaft: Hundert Grundbegriffe. Stuttgart 2011, S. 264–268.
Stein, Daniel/Ditschke, Stephan/Kroucheva, Katerina (Hg.): Comics: Zur Geschichte und Theorie eines populärkulturellen Mediums. Bielefeld 2009.
Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V. (Hg.): Kritische Berichte. Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften. Themenheft „Superhelden“ (1/2011).
Publikationen
Vorträge aktuell
16.6.2011
"Rechtsextremismus und Black Metal. Zwischen 'Fascho-Chic' und politischer Aktion." Fachtagung "Kultur des Hasses - Extremisten und Musik" des brandenburgischen Verfassungsschutzes, Staatskanzlei Brandenburg.
21.11.2011
"Die Kultur auf dem Teller. Zu Entwicklung und gegenwärtigen Tendenzen unserer Ernährungsgewohnheiten." Gastvortrag im Rahmen der Ringvorlesung "satt – satter – übersättigt. Die Mythen unserer Ernährung" an der Technischen Universität Dresden.
25.1.2012
"Sympathy for the Devil. Transformationen und Erscheinungsformen der Traditionsfigur Teufel in der Rockmusik." Gastvortrag am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
6.4.2012
"Mythos Underground." CELEC-Forschungstagung "Untergrundbewegungen im Widerstand gegen die Autorität und Aufbau von Gegenkulturen in den deutschsprachigen Ländern des 20. Jahrhunderts", Department of Humanities, Université Jean Monnet, Saint-Etienne.
27.4.2012
"'Julfest klingt einfach geiler als Weihnachtsfeier ...'. Bräuche als Movens kultureller und ökonomischer Innovation." Tagung „Bräuche : Medien : Transformationen“ des Instituts für Volkskunde an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München.
Publikationen
Monographien
Sympathy for the Devil? Transformationen und Erscheinungsformen der Traditionsfigur Teufel in der Rockmusik. Münster/New York/München/Berlin 2011. (http://www.waxmann.com)
Pizza, Döner, McKropolis. Entwicklungen, Erscheinungsformen und Wertewandel internationaler Gastronomie. Münster/New York/München/Berlin 2009. (http://www.waxmann.com)
Herausgeberschaften
Gemeinsam mit Drascek, Daniel u.a. (Hg.): Schönwerth – „Mit so leisem Gehör gesammelt...“. Neue Perspektiven auf Franz Xaver von Schönwerth (1810–1886) und seine Forschungen zur Alltagskultur der Oberpfalz. Regensburg 2011.
Aufsätze
„Ein Blick auf das Völkchen der Metaller....“ Zur ethnographischen Konstruktion der ,fremden Welt‘ Rockfestival in populären Informationsmedien. In: DGV-Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen (Hrsg.): Tagungsband "Festivalkulturen". In Vorbereitung 2012.
Visions of Bob. In: Zimmermann, Harm-Peer (Hg.): Bob Dylan aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. In Vorbereitung 2012.
Iron Maiden: The Number of the Beast. Auf: Songlexikon. Encyclopedia of Song. Online-Songlexikon des Deutschen Volksliedarchivs Freiburg (http://www.songlexikon.de/songs/numberofthebeast). Stand: 5.2.2012.
Rechtsextremismus und Black Metal. Zwischen Fascho-Chic, völkischer Ideologie und politischer Aktion. In: Land Brandenburg. Ministerium des Inneren (Hg.): Kultur des Hasses – Extremisten und Musik (= Begleitband zur Fachtagung des brandenburgischen Verfassungsschutzes, Staatskanzlei Brandenburg, 16.6.2011). Potsdam 2011, S. 45–57.
Heimat Hinter(m)wald? Wald und Nationalpark als Konstituenten regionaler Identität im Landkreis Freyung-Grafenau. In: Binder, Christian/Drascek, Daniel (Hg.): Wald : Mensch : Museum : Wildnis. Tagungsband zur Neueröffnung des Waldgeschichtlichen Museums Sankt Oswald (17.9.-19.9.2010), S. 77-83.
"Hard Rock Hallelujah". Heavy Metal und Religion. In: Rock Hard 295 (12/2011), S. 66-73.
„Schlecht sich nähren und dabey zufrieden sein...". Kulinarische Mythologie der Oberpfalz bei Schönwerth. In: Drascek, Daniel/Groschwitz, Helmut/Lindig, Erika/Trummer, Manuel (Hg.): Schönwerth - "mit so leisem Gehör gesammelt". Neue Perspektiven auf Franz Xaver von Schönwerth (1810-1886) und seine Forschungen zur Alltagskultur der Oberpfalz. Regensburg 2011, S. 69–84.
Wie Satan salonfähig wurde. Die Figur des Teufels in der Rockmusik als Indikator und Gegenstand traditionaler Prozesse der Gegenwart. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 56 (2011), S. 147-165.
Götze, Narr, Schreckgestalt. Der Teufel und das Teuflische in Rockmusik und Heavy Metal. In: Nohr, Rolf/ Schwaab, Herbert (Hrsg.): Metal Matters. Heavy Metal als Kultur und Welt. Münster 2011, S. 405-417.
Powermythologie. Comic-Superhelden in der Ikonographie der Rockmusik zwischen Potenz, Parodie und Kommerz. In: Kritische Berichte. Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften 39 (I/2011), S. 51-70.
"Blumenduft und Stallgeruch". Notizen zu einer Geschichte der Landluft zwischen Duftdesign und Desodorisierung. In: Kirche im ländlichen Raum 61 (2010/IV), S. 11-19.
Die McKropolis-Revolution. Kultureller Wertewandel in der standardisierten internationalen Gastronomie. In: Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung 41 (2006), S. 134-143.
Schweinsbrat’n oder Balkanplatte? Zur Entwicklung der ausländischen Gastronomieszene in Straubing. In: Meier, Stefan (Hg.): Straubinger Brauereien und Wirtshäuser (Katalog des Gäubodenmuseums Straubing Nr. 29). Straubing 2002, S. 163-173.
Rezensionen
Regelmäßige Rezensionstätigkeit für: Zeitschrift für Volkskunde, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde.
Evaluationen / Gutachten / Drittmittelprojekte
Evaluation des internationalen Natur- und Tierfilmfestivals „NaturVision“ 2010. Auftraggeber: Landkreis Freyung-Grafenau und Nationalpark Bayerischer Wald. Bearbeitungszeitraum: Mai bis November 2010.
„Auf verschlungenen Pfaden in die römische Geschichte“. Konzept für ein waldmuseales Limes-Labyrinth bei Walldürn. Auftraggeber: Naturpark Bergstraße-Odenwald und Stadt Walldürn. Bearbeitungszeitraum: Juni 2008 bis März 2009.
UNESCO-Geopark Informationszentrum Walldürn. Aufbau eines kulturtouristischen Informationszentrums und Führungsnetzwerkes für den nördlichen Neckar-Odenwald-Kreis gemäß den UNESCO-Geopark-Richtlinien. Auftraggeber: Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Höpfingen-Walldürn.
Bearbeitungszeitraum: Oktober 2004 bis April 2009.
„Leben im Madonnenländchen“. Konzept für die kulturtouristische Erschließung des nördlichen Neckar-Odenwald-Kreises für die Aufnahme in den UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald. Auftraggeber: UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald und Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Höpfingen-Walldürn. Bearbeitungszeitraum: April 2004 bis September 2004.
Lebenslauf
aktuell |
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| seit 4/2010 |
Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg |
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| 4/2007 - 3/2010 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg |
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| 9/2006 - aktuell | Lehraufträge im Rahmen des European Erasmus Studiengangs „CoDe - Joint European Master in Comparative Local Development“ der Universität Regensburg | |
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4/2005 - 3/2007 |
Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft derUniversität Regensburg |
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| 3/2004 - 4/2009 |
Leiter UNESCO Geopark Informationszentrum Walldürn. |
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Studium
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| 2/2006 - 4/2010 | Promotion zum Thema „Sympathy for the Devil? Transformationen und Erscheinungsformen der Traditionsfigur Teufel in der Rockmusik“ als Promotionsstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung | |
| 3/2004 |
Magisterabschluss: |
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| 10/1999 - 2/2004 | Studium der Vergleichenden Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Universität Regensburg | |
Manuel Trummer ist Mitglied der DGV-Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen, der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde und des Regensburger Vereins für Volkskunde sowie Mitglied des Leitungsgremiums des Arbeitskreises Landeskunde Ostbayern (ALO) der Universität Regensburg.
forschung
Traditionale Phänomene im Prozess der Modernisierung
- Tradition als alltagskulturelle Strategie europäischer Modernisierung
- Ritual-, Brauch-, Festkultur in der Schnittstelle urbaner Eventplanung und
ländlichen Identifikatoren
- Traditionstheorie, fachgeschichtlich-ideologische Zugänge, Begriffskritik
- Populäre Religiosität
Populäre Musikkulturen
- Popkulturtheorie und -geschichte: Medien und wirtschaftlich-soziokulturelle
Kontexte
- Szeneforschung und Fankulturen
- Tradition und Folklorisierungstendenzen in modernen Popmusikszenen
- Politischer und religiöser Extremismus in der gegenwärtigen Popmusik
Nahrungsforschung
- Globalisierungs- und Regionalisierungstendenzen
- Systemgastronomie, Lifestyle-, Trend-, Erlebnisküche
- historische Esskulturen im regionalen und europäischen Vergleich (Schwerpunkt
1800-1950)
- Moralisierungstendenzen / Ethikdiskurse
Ausstellungen
2004
"Moldova. Alltags - Transformation - Zukunft".
Historisches Museum der Stadt Regensburg, 1.10.-14.11.2004.
Mitglied der Projektleitung.
2003
"Krimsekt, Tschernobyl, Klitschkobrüder... Vom Alltag in der Ukraine und der Suche nach kultureller Identität".
Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg, 27.9.-9.11.2003.
Mitglied der Projektleitung.
2002
"Straubinger Brauereien und Wirtshäuser".
Gäubodenmuseum, Straubing, 10.7.-13.10.2002.
Recherche und Katalogbeitrag.
