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Hier finden Sie einen Auszug aus dem aktuellen Kommentierten Vorlesungsverzeichnis der Fakultät für Katholische Theologie mit dem gesamten Lehrangebot des Lehrstuhls für Dogmatik und Dogmengeschichte:
VORLESUNG
Dr. Baum
11200 "Gott" (M, Thematisches Modul 6)
SWS: 2, Do 12-14 Uhr, PT 1.0.4
Kommentar:
Googelt man nach dem Begriff „Gott“, erhält man ungefähr 144.000.000 Treffer. Oberflächlich betrachtet ist damit offensichtlich das „Ende der großen Erzählungen“, wie Jean-François Lyotard noch zu Beginn des 20. Jahrhundert vermutet hat, keineswegs eingeläutet; vielmehr gewinnt der Gottesbegriff der Postmoderne an Bedeutungsvielfalt hinzu, verliert damit aber auch an Schärfe und Eindeutigkeit. Die Grundbegriffe der Theologie beginnen zu oszillieren. Die Vorlesung reflektiert geschichtlich bedeutsame sowie aktuelle Entwürfe einer christlich-theologischen und philosophischen Gottrede.
Literatur:
Rentsch, Thomas, Gott, Berlin/New York 2005.
Müller, Klaus, Streit um Gott. Politik, Poetik und Philosophie im Rangen um das wahre Gottesbild, Regensburg 2005.
VORLESUNG
Prof. Dr. Erwin Dircherl
11 205 Christus - Kirche / Sakramente - Eschatologie (Gy, UF GS/HS/RS, Aufbaumodul Systematische Theolgie)
SWS: 2, Do 10-12 Uhr, H10
Kommentar:
Die Vorlesung behandelt zentrale Fragen der Christologie, Ekklesiologie/Sakramentenlehre und Eschatologie, wie sie in den Kerncurricula für das Staatsexamen vorgesehen sind. Dabei soll deutlich werden, wie die einzelnen Traktate miteinander zusammenhängen. Schwerpunkte sind die Fragen nach Jesus Christus als Ur-Sakrament und der soteriologischen Bedeutung seines Todes und seiner Auferstehung, die Frage nach der Sakramentalität der Kirche und ihrem Ursprung, die Bedeutung der Sakramente, vor allem der Eucharistie, für das Leben der Kirche und die Frage nach der Hoffnung angesichts des Todes.
Literatur:
W. Beinert, Hg., Glaubenszugänge. 3 Bde., Paderborn 1994 ff.
Th. Schneider, Hg., Handbuch der Dogmatik. 2 Bde., Düsseldorf 1992.
G.L. Müller, Katholische Dogmatik, Freiburg 1995.
Prof. Dr. Erwin Dirscherl
11206 Theologische Anthropologie / Schöpfungslehre (M, TAWO, Thematisches Modul 5)
SWS: 2, Mi 10-12 Uhr, H 7
Kommentar:
Die Vorlesung behandelt zentrale Fragen der theologischen Anthropologie und Schöpfungslehre. Die Rede vom Menschen als Bild Gottes, als Geschöpf und als Sünder wird ebenso reflektiert wie die Frage nach einer Schöpfung als Gabe und unvordenklicher Anfang, nach dem Aufkommen des Gedankens einer creatio ex nihilo und der Vereinbarkeit des biblischen Schöpfungsglaubens mit einem evolutiven Weltbild.
Literatur:
E. Dirscherl, Grundriss theologischer Anthropologie. Regensburg 2006.
M. Kehl, Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung, Freiburg 2006.
U. Lüke, Das Säugetier von Gottes Gnaden. Freiburg ²2007.
U. Lüke/G. Souvignier, Hg., Evolution der Offenbarung – Offenbarung der Evolution. Freiburg 2012 (QD 249).
SEMINAR
Markus Weißer
11 227 Joseph Ratzinger - Einführung in das Christentum (D, UF GS/HS/RS, Aufbaumodul Systematische Theologie)
SWS: 2 Mo 14-16 Uhr, VG 1.36
Kommentar:
Das Lektüreseminar beschäftigt sich mit Joseph Ratzingers „Einführung in das Christentum“, seinen Vorlesungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis. Der inzwischen emeritierte Papst und Honorarprofessor unserer Fakultät entfaltet in diesem zum theologischen Klassiker gewordenen Buch die zentralen Kerninhalte des christlichen Glaubens und lässt dabei sein ganz eigenes theologisches Profil erkennen. Ziel der Lektüre ist nicht nur die gemeinsame Auseinandersetzung mit dogmatischen Grundfragen, sondern auch die Untersuchung von theologischen Entwicklungen. Unterscheidet sich dabei der junge Theologe Ratzinger vom späteren Benedikt XVI.? Wo gibt es charakteristische Konstanten in seinem Denken? Welche Ideen hat er selbst in den dogmatischen Diskurs eingebracht und inwieweit wurden durchaus spannende Impulse tatsächlich aufgearbeitet?
Literatur:
Ratzinger, Joseph, Einführung in das Christentum. Vorlesungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis, München 72006.
Sekundärliteratur wird im Seminar bekannt gegeben.
Anmeldung per E-Mail bis spätestens 1.10.2013 an markus.weisser@theologie.uni-r.de
Bitte beachten: nur für Aufbaumodul UF GS/HS/RS
Markus Weißer
11228 Wer früher stirbt, ist länger tot? - Fragen der Eschatologie und einer theologie des Todes (D, Gy, Aufbaumodul Systematische Theologie)
SWS: 2, Di 16-18 Uhr, CH 33.0.87
Kommentar:
„Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1Kor 15,55) Der christliche Glaube ist zutiefst geprägt von der Hoffnung auf ein Leben der Toten. Aber wie begegnen wir dem Tod, der unser ganzes Leben durchdringt und als dunkler Schatten immer irgendwie präsent ist? Kann uns der Weg unseres lebenslangen Sterbens am Ende aller Zeitlichkeit zu einer geretteten Endgültigkeit der menschlichen Existenz in Gott führen? „Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden.“ (Mk 12,27) Wer oder was von uns kann „auferstehen“? Wie verhält es sich dabei mit Himmel und Hölle? In diesem Seminar sollen also nicht nur hermeneutische Fragen nach Möglichkeiten und Grenzen einer Rede von Tod und Jenseits zur Sprache kommen, sondern auch verschiedene eschatologische Vorstellungsmodelle näher analysiert und vor dem Hintergrund trinitarischer Glaubensaussagen kritisch reflektiert werden.
Literatur:
Nocke, Franz-Josef, Eschatologie, in: Schneider, Theodor (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik, Bd.2, Düsseldorf ³2006, 377-478.
Wohlmuth, Josef, Mysterium der Verwandlung. Eine Eschatologie aus katholischer Perspektive im Gespräch mit jüdischem Denken der Gegenwart, Paderborn u.a. 2005.
Anmeldung per E-Mail bis spätestens 1.10.2013 an: markus.weisser@theologie.uni-r.de
Bitte beachten: nur für Aufbaumodul Gy
OBERSEMINAR
Pr. Dr. Erwin Dirscherl
11240 Aktuelle Forschungsthemen zur Soteriologie (M, D, Gy, UF GS/HS/RS, Prom)
SWS: 2, Mi 14-16 Uhr, PT 4.1.57
Kommentar:
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Studierende höherer Semester und jene, die im Fach Dogmatik eine Abschlussarbeit oder Promotion anfertigen.
Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung.
ÜBUNG
Prof. Dr. Erwin Dirscher und Markus Weißer
11261 Grundfragen der Gnadenlehre (M, Vertiefungsmodul 3)
SWS: 2, Di 10-12 Uhr, R009
Kommentar:
Für das Vertiefungsmodul wird die Gnadentheologie gewählt, weil sich an ihr vor allem die epochalen Veränderungen in der vorkonziliaren Theologie, von der Neuscholastik bis hin zur Nouvelle Theologie und Transzendentaltheologie, aufzeigen lassen. Das Zweite Vatikanum konnte seine Neuorientierung der Kirche vor allem deshalb vorantreiben, weil die Rede von der Erfahrung der Gnade Gottes als dessen Selbstmitteilung eine Universalisierung der Heilsfrage forderte, die bis hin zur Heilsmöglichkeit außerhalb der Kirche konsequent vorangetrieben wurde. Das Verhältnis von Natur und Gnade wurde nicht mehr im Sinne eines neuscholastischen „Zwei-Stockwerk-Denkens“, sondern im Sinne einer dynamischen und erfahrbaren Beziehung gedacht, die auch schon in der frühen Theologie und der hl. Schrift im Zentrum stand. Die LV wird als Übung mit Lektüreanteilen durchgeführt, so dass eine interaktive Beteiligung ausdrücklich erwünscht ist.
Keine Anmeldung erforderlich.
Literatur:
K.-H. Menke, Das Kriterium des Christseins. Grundriss der Gnadenlehre, Regensburg 2003.
K. Rahner, Über die Erfahrung der Gnade, in: ders., Schriften III, 105-126.
K. Rahner, Zur scholastischen Begrifflichkeit der ungeschaffenen Gnade, in: ders., Schriften I, 347-375.
J. Werbick, Gnade. Paderborn 2013
ÜBUNG
Prof. Dr. Erwin Dirscherl
11262 Übung zur Vorlesung Aufbaumodul Systematische Theologie (Dogmatik) (Gy, UF GS/HS/RS)
SWS: 1, Mo 18-20 Uhr, 14-tätig, ZH 2
Kommentar:
Das Angebot dieser Übung dient der Vertiefung und Absicherung des Vorlesungsstoffes im Hinblick auf die Modulprüfung und die Staatsexamensklausur, falls jemand das Fach Dogmatik für das Staatsexamen wählt. Dabei geben die Fragen und Impulse der Studierenden die Themen vor, die behandelt werden.
Prof. Dr. Dirscherl
11263 Übung zur Vorbereitung auf Modul-, Staatsexamens- und Diplom-/Magister-Prüfungen bzw. Klausuren (M, D, Gy, UF GS/HS/RS)
SWS:1, Mo 18-20 Uhr, 14-tägig, ZH 2
Kommentar:
Die Übung dient der optimalen Vorbereitung der im Titel genannten Prüfungen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte zur ersten Sitzung erscheinen.
Zum vollständigen Lehrangebot der Fakultät für Katholische Theologe und zu einem Archiv gelangen Sie hier
(http://www.uni-regensburg.de/theologie/studium/vorlesungsverzeichnis/index.html)
Prof. Dr. Erwin Dirscherl
Sekretariat: Frau Helga Liebl
PT. 4.1.58
0941/943 3801
helga.liebl@theologie.uni-r.de