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Habilitationsprojekte

Kerstin Schlögl-Flierl

Die Bußbücher zwischen praktischen Erfordernissen und theoretischer Fundierung – zu einer Gattung an der Zeitenwende vom Spätmittelalter zur Renaissance: Die Bußbücher des Antoninus von Florenz, OP (1389-1459) und ihre Nachwirkungen 

In diesem Forschungsprojekt stehen die drei Bußbücher des Antoninus von Florenz, OP (1389-1459) im Mittelpunkt, die in Latein und Italienisch von ihm verfasst wurden, um sowohl die Beichtenden als auch die Beichtväter in der Buß- und Beichtpraxis zu unterweisen. Trotz der immensen Verbreitung bis ins 16. Jahrhundert (Gründe sind hier die Erfindung des Druckes und der bewusst volksnahe Duktus), die diese Bußbücher nicht nur im italienischen Raum gefunden haben, sind sie bis heute noch wenig aufgearbeitet. Dabei handelt es sich bei den Bußbüchern des Bischofs von Florenz nicht um kasuistisches Manuale, sondern eher um eine Zwitterform zwischen katechetischer Unterweisung und genauer Prüfung verschiedenster Sünden. Die anfangs starre Form scheint eine gewisse Aufweichung im Laufe der Zeit gefunden zu haben.

Dieses Projekt sieht vor, das Bußverständnis des Dominikaners anhand seiner Bußbücher zu analysieren: Welcher Gattung gehören sie an (hier differieren die Forschungsmeinungen)? Wie unterscheiden sich diese eher praktisch orientierten Schriften von seinen theoretischen (seiner Summa)? Ein weiteres Ziel dieses Projektes ist es, die Nachwirkungen der Bußbücher des Antoninus von Florenz in anderen moraltheologischen Standardwerken oder auch in Konzilstexten zu skizzieren.

Andreas-P. Alkofer, Konturen der Höflichkeit. Handlung - Haltung - Ethos - Theologie. Versuch einer Rehabilitation. Würzburg-Norderstedt 2005.

Gunter Prüller-Jagenteufel, Befreit zur Verantwortung. Sünde und Versöhnung in der Ethik Dietrich Bonhoeffers. (Ethik im theologischen Diskurs, 7) Münster 2004.

  1. Fakultät für Katholische Theologie
  2. Systematische Theologie

LST. f. Moraltheologie

Prof. Dr. Herbert Schlögel

Theologie

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