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Was ist Sucht?

Wann spricht man von Sucht?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Sucht als einen „Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, hervorgerufen durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge“. Dabei sind diese Kriterien entscheidend:

  • Unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels
  • Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung)
  • Psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge
  • Schädlichkeit für den Einzelnen und oder die Gesellschaft
  • Verlust der Kontrolle über das eigene Verhalten

Der Homburger Wissenschaftler Klaus Wanke schreibt: "Sucht ist ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen des Individuums".

Quelle: www.caritas.de

Wie machen sich Süchte bemerkbar?

Sucht schleicht sich ins Leben. Manchmal dauert es Jahre, bis aus einem unproblematischen Konsum eine Suchterkrankung wird. Beobachten Sie Ihr Verhalten: Haben Sie den regelmäßigen Konsum eines Suchtmittels oder ein Suchtverhalten in Ihren Alltag fest integriert?

  • Wenn genug nicht mehr genug ist
    Betrachten Sie Ihren langfristigen Konsum: Hat früher weniger Alkohol oder Ecstasy, eine geringere Menge an Zigaretten, weniger Zeit vor dem Computer oder am Spielautomat gereicht, um bei Ihnen für den Kick zu sorgen?
  • Freunde fragen kritisch nach
    Haben Partner oder Partnerinnen, Verwandte oder Bekannte Sie auf Ihren Konsum schon einmal besorgt angesprochen?
  • Sie verlieren die Kontrolle
    Kam es Ihnen schon einmal so vor, als ob Sie nicht mehr selber darüber entscheiden konnten, ob und in welcher Menge Sie etwas konsumieren, sondern dass Sie es einfach tun mussten?
  • Schuldgefühle kommen auf
    Verstecken Sie manchmal Ihren Konsum vor anderen, weil er Ihnen peinlich ist?
  • Sie trinken am falschen Ort
    Trinken Sie nicht nur mit Freunden in der Kneipe sondern oft alleine zu Hause und manchmal auch im Büro?
  • Ihnen fehlt etwas ohne Stoff
    Haben Sie sich schon mal körperlich unwohl, nervös oder depressiv gefühlt, weil sie länger ohne Alkohol, Drogen oder Glücksspiel auskommen mussten?
  • Verpflichtungen werden egal
    Waren Ihnen schon einmal Aufgaben in Beruf oder Schule oder Verabredungen mit Partnern oder Freunden egal, weil Sie rascher an dieses Glücksgefühl kommen wollten?
  • Der ganze Körper spürt die Folgen
    Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie träger im Denken werden, Sie Ihrer Wahrnehmung nicht mehr trauen konnten und Sie sich in manchen Situationen nicht mehr angemessen verhalten?
  • Sie ignorieren eigene Zweifel
    Haben Sie schon einmal aus Spaß einen Selbsttest über die Frage gemacht, ob sie süchtig sind, und dabei ignoriert, dass er bedenklich ausfiel?

Quelle: www.caritas.de

Zehn Gründe aus der Sucht auszusteigen

Sie gewinnen Ihre Freiheit zurück!

Statt der Droge bestimmen wieder Sie selbst was in ihrem Alltag passiert.

Sie können Ihre Probleme wirklich bewältigen!

Ohne Rausch schaffen Sie es eher, ihre Probleme anzupacken. Alkohol, Medikamente, Drogen und Glücksspiel vernebeln den Blick für das, was wirklich schief läuft.

Sie gewinnen Ihre Würde zurück!

Kein peinliches Erwachen mehr nach einem Rausch.

Sie können dauerhaftes Glück finden!

Ohne Sucht haben Sie die Kraft, endlich Ihr Leben zu ändern und sich auf die Suche danach zu machen, was Sie glücklich macht ohne Ihnen zu schaden! Das Glücksgefühl durch die Sucht ist nur vorgegaukelt.

Das ewige Versteckspielen hat ein Ende!

Sie können offen bekennen, dass Sie Probleme haben und Hilfe brauchen und damit den ersten Schritt zur Heilung machen.

Sie lernen Ihren Körper neu kennen!

Lassen Sie das Gift weg und Sie werden die Veränderung spüren! Sie fühlen sich endlich dauerhaft wohler - und nicht mehr nur die paar Momente lang, nachdem Sie Bier, Drogen oder Tabletten genommen haben.

Endlich keine Schuldgefühle mehr!

Sie müssen sich nicht mehr schuldig fühlen, weil Sie die Kontrolle über sich verloren haben. Wer sich seinen Suchtproblemen stellt, nimmt die Zügel wieder selber in die Hand.

Ihre Freunde laufen Ihnen nicht mehr davon!

Sie können verhindern, dass Sie wichtige Menschen für immer verlieren! Verwandte, Arbeitskollegen und Freunde von denen die Sucht Sie distanziert hat, werden froh sein, dass Sie den Mut haben, sich zu ändern.

Sie haben die Chance, Ihre Partnerschaft zu retten!

Kein Mensch kann ewig akzeptieren, dass eine Sucht für den geliebten Partner wichtiger ist als die Beziehung.

Steigen Sie aus, weil es wirklich funktioniert!

Machen Sie es wie andere Menschen, die Probleme haben oder krank sind - suchen Sie den Rat von Experten, wie Sie wieder gesund werden können.

Quelle: www.caritas.de

  1. Universität

Arbeitskreis Sucht

 

Illustrierende Darstellung einer Weinflasche auf einem Holztisch. Die Bildrechte liegen bei: ©iStockphoto.com/MirAgareb