Zu Hauptinhalt springen
Gewählte Sprache ist Deutsch Select language
Startseite UR

Serviceorientierung - Flexibilisierung von Prozessen mit Hilfe von Services insbesondere unter Berücksichtigung mobiler und kontextbezogener Services

Logo Serviceorientierung Klein

Wachsende Dynamik und Unsicherheit der unternehmerischen Umwelt in Kombination mit steigenden Kundenanforderungen führen dazu, dass Unternehmen hohen Flexibilitätsanforderungen ausgesetzt sind. Damit geht auch die Notwendigkeit einer flexiblen Realisierung und Ausführung von Prozessen einher. Dies gilt für unternehmensinterne, aber insbesondere auch für zwischenbetriebliche Prozesse. Da die Ausführung von Prozessen in Unternehmen mit Hilfe von IT Systemen unterstützt oder sogar komplett realisiert wird, stellen diese Systeme häufig einen Flexibilitätsengpass dar. Aufgrund dessen entsteht die Anforderung einer flexiblen und effizienten Anpassung der IT Systeme an bestehende, sich verändernde oder neue Prozesse. Hier setzen die Konzepte und Technologien der Serviceorientierung (Serviceorientierte Architekturen, Web Services, Cloud Services oder mobile Services) an. Um hierbei ein hohes Maß an Flexibilität erzielen zu können, gilt es den Einsatz von Services optimal zu gestalten. Dies umfasst bspw. die Wahl der Granularität von Services (im Falle einer eigenständigen Entwicklung) oder auch die Selektion von Services auf Basis nicht-funktionaler Eigenschaften (Preis, Ausführungsdauer, etc.) für die spätere Prozessausführung. Hier kann bspw. ein Austausch einzelner Services - insbesondere bei unerwarteten Ereignissen wie einem Serviceausfall - unweigerlich zu Reallokationszeiten und entsprechendem Aufwand führen. Dies steht wiederum der angestrebten Flexibilität bei der Umsetzung und Ausführung von Prozessen entgegen. Folgende Forschungsfragen stehen im Mittelpunkt:

  • Wie kann die Granularität eines Services modellgetrieben bestimmt werden, so dass vorhandene, sich ändernde und neue Prozesse möglichst flexibel durch Services realisiert werden können?
  • Welche Methoden (bspw. numerische Methoden wie Simulationsexperimente) können angewendet werden, um die Auswirkungen von Serviceausfällen systematisch und strukturiert zu ermitteln.
  • Wie muss ein Ansatz zur Serviceselektion gestaltet werden, damit die Effekte von Serviceausfällen bereits zum Planungszeitpunkt (vor der tatsächlichen Prozessausführung) berücksichtigt werden können und somit die Auswirkungen von Serviceausfällen reduziert werden?

Darüber hinaus wird der Einsatz innovativer, mobiler Technologien (Smartphones und Tablets) und Services – auch in Verbindung mit mobilen Applikationen – zur Verbesserung und Flexibilisierung der Prozesse immer wichtiger. Hierbei bieten Kontextinformationen – die bspw. über ein mobiles Endgerät erfasst werden - einen zentralen Ansatzpunkt, Prozesse und somit die Auswahl von Services auf den bestehenden Kontext anzupassen. Eine besondere Herausforderung besteht in der Veränderung und Unsicherheit von Kontextinformationen, wie bspw. die GPS Daten, während der Prozessausführung. Diese Dynamik führt zu einer Vielzahl von Fragestellungen (bspw. Interdependenzen zwischen einzelnen Services), wenn Services auf Basis von Kontextinformationen selektiert werden.
Des Weiteren bietet die automatisierte Prozessplanung in Kombination mit der Selektion von (mobilen und ubiquitären) Services die Möglichkeit, intelligente mobile Applikationen zu realisieren. Im Gegensatz zu heutigen mobilen Applikationen, die stark auf die Visualisierung von Informationen abstellen, soll es darum gehen, Applikationen mit intelligenter Verarbeitungs- und Prozesslogik auf die mobilen Endgeräte zu bringen. D. h. die mobilen Applikationen sollen in der Lage sein, anhand von kontextspezifischen sowie zentral verfügbaren Informationen (bspw. in Unternehmensdatenbanken, open data), einzelne Prozessschritte automatisiert zu initiieren, vorzubereiten, zu begleiten oder komplett durchzuführen. Konkrete Forschungsfragen sind:

  • Welche Methoden und Optimierungsverfahren können entwickelt und angewendet werden, um Services auf Basis von Kontextinformationen für die Ausführung eines Prozesses zu selektieren?
  • Wie können Interdependenzen zwischen Services bei der Selektion auf Basis von Kontextinformationen modelliert und berücksichtigt werden?
  • Wie können innovative Methoden, Systeme und evolutionäre Prototypen für mobile Applikationen mit intelligenter Verarbeitungs- und Prozesslogik für unterschiedliche Anwendungsgebiete entwickelt werden.

 

 


Publikationen zu diesem Forschungsthema

Die Publikationsliste konnte nicht geladen werden. Klicken Sie hier, um die Publikationsliste am ePub-Server zu öffnen.
  1. STARTSEITE UR
  2. Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II

 

Prof. Dr. Bernd Heinrich

 

 

 

 

Team Rechts
Sekretariat

Tel.: +49 (0)941 943-6101
Fax:  +49 (0)941 943-6120
E-Mail
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg