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DaF - Theatergruppe Babylon - Unser Stück

3.Juli bis 7. Juli 19.30 Theater an der Uni

Papiere von gestern. Szenen im Berghotel. Ein Schauspiel in vier Akten von Herbert Rosendorfer.

Babylon ist die internationale Theatergruppe des Lehrgebiets Deutsch als Fremdsprache der Universität Regensburg und die Babylonier erarbeiten und spielen jedes Jahr ein Stück eines deutschsprachigen Autors in der für sie fremden Sprache Deutsch. Als zwanzigstes Stück ist es dieses Jahr Rosendorfers böses Schauspiel aus dem Foyer eines Grand Hotels.

Die Papiere von gestern – genauer gesagt das versiegelte und im Safe deponierte Paket mit Papieren, das die Amerikanerin Deborah Demant im Safe des Grand Hotel Ganser deponiert hat, stehen im Mittelpunkt des Stücks und des Interesses der Honoratioren des Ortes, die mit immer schlechterem Gewissen und größeren Befürchtungen die historischen Recherchen von Ms Demant verfolgen. Was wird sie alles herausfinden? Und vor allem: Was kann man dagegen tun


inhalt

1. Akt

Das Stück spielt in einem alteingesessenen Berghotel in einem sehr berühmten Kurort. In diesem Grandhotel Ganser ist eine amerikanische Historikerin zu Gast, Ms Demant, die angeblich Recherchen zu der Vergangenheit des Bruders der Seniorchefs, Leo Ganser, anstellt. Sie hat im Safe des Hotels Papiere deponiert, wahrscheinlich die Ergebnisse ihrer Recherchen.

Das beunruhigt die Honoratioren des Ortes sehr, da Leo Ganser ein Nazi war und deswegen auch im Mai 1945 nach einem letzten, heimlichen Besuch aus Steinpichl geflohen ist und nun von allen für tot gehalten wird. Außerdem haben sie alle natürlich während der Nazizeit fleißig Geschäfte gemacht und versuchen jetzt, das alles als Vergangenheit zu verheimlichen. Bei dem Friseur Alfred, der einen Salon im Grandhotel hat, reden aber alle über alles.

Am Ende des ersten Aktes fragt Frau Demant Lutz Prinkler nach seiner Nazivergangenheit aus. Lutz Prinkler war früher ein berühmten Bergsteiger und Bergsteigerschauspieler, hat aber schon lange kein Geld mehr und lebt als Werbefigur und wegen der alten Zeiten noch als Gast des Seniorchefs auf die Kosten des Hotels im Hotel. Er lügt über seine Klettererfolge und wartet verzweifelt auf das Packet mit seiner Höhensonne, damit er weiter erzählen kann, dass er immer noch zum Bergsteigen geht.

2. Akt

Im Büro der Hotelchefs Ganser junior und senior besprechen sich am Abend die wichtigsten Männer des Ortes. Sie haben Angst vor den Informationen, die Ms Demant durch ihre Recherchen bekommen hat und noch bekommen wird, und versuchen, einen Plan zu fassen.

Während dieser Besprechung merkt man, dass sie nicht nur während der Nazizeit schmutzige Geschäfte gemacht haben, sondern jetzt immer noch in unsaubere Machenschaften v.a. Grundstücksspekulationen verstrickt sind. Sie beschließen, ihr nichts zu verraten und ihr auch kein Geld anzubieten – dieser Entschluss wird aber sofort wieder umgestoßen. Schon als Ganser junior und senior Ms Demant holen, um mit ihr ein Geschäft zu machen, sitzt Bankier Schober, einer der Honoratioren, bei ihr und versucht auch, ihr Schweigen zu erkaufen.

Nachdem die Gansers das Schweigen von Ms Demant erkauft haben, rätseln sie über die Informationensquellen von Ms Demant. Der alte Nachtportier weist sie darauf hin, dass Ms Demant oft den Friseur besucht und ihre Frisur danach nicht verändert hat. Außerdem erfahren wir aus dem Gespräch des Nachtportiers mit dem Seniorchef, dass Leo Ganser auf seiner Flucht einen Sack Goldzähne aus dem KZ im Hotel gelassen hat. In der Nacht schleicht eine Figur zum Portrait von Leo Ganser, das in der Hotelhalle hängt, und macht die Hakenkreuzbinde an seinem Arm wieder sichtbar.

Pause

...

Rollen

LUTZ PRINKLER
PORTIER
HERR GANSER SEN.
HERR GANSER JUN.
BANKIER SCHOBER
HERR GEIER
MRS. DEMANT
DR. GLUDERER
MEDIZINALRAT
BÜRGERMEISTER
FRISEUR ALFRED
GAST 1
GAST 2
PFARRER
BOY 1
BOY 2
JÜNGERER GAST
HANS
BOTE
FRANZ
DER DICKE GAST
FRAU BEZIRKSHAUPTMANN
FRAU BÜRGERMEISTER
FRAU MEDIZINALRAT
FRAU GLUDERER
DAME
KELLNER
HAUSKNECHT
STATISTEN

Ort: Das Grand Hotel im Kur-und Ferienort Steinpichl im Gebirge
Zeit: Sommer 1990
Schauplatz aller Akte: das Grand Hotel in Steinpichl, erstes Haus am Platz, etwas altmodisch im Kern, aber gänzlich renoviert.
Den Hauptteil der Bühne nimmt die Hotelhalle ein. Links liegt die Rezeption, dahinter, durch eine Tür getrennt, das Bureau des Chefs. Rechts vorn der ins Hotel integrierte Friseursalon. Ganz hinten der Speisesaal, der erhöht liegt, von der Halle aus einsehbar, durch eine Glaswand vom übrigen getrennt.
An der Wand an prominenter Stelle hängen drei Portraits: drei streng blickende Herren, sogenannte Kniestücke: Großvater Ganser, Vater Ganser, Leo Ganser (im Stil, in der Kleidung der Dargestellten jeweils entsprechend im Zeitstil: 1880, 1920, 1943).
Die einzelnen Schauplätze sind durch die Beleuchtung jeweils hervorzuheben.
Im übrigen herrscht immer unabhängig vom Dialog dezenter Hotelbetrieb: Gäste kommen und gehen, Kellner decken hinten Tische, Hausdiener schleppen Koffer, Gäste sitzen in der Halle, lesen Zeitung, Kellner servieren usw.

  1. Universität Regensburg

Theatergruppe Babylon

Andreas Legner
Christine Kramel
Dr. Armin Wolff

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