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Impressionen aus dem Lehrgebiet - MKuSE

Sprechkunstabend "Gaumenkino" im Oktober 2016

2016 Herbst


Sprechkunstabend "Auf der schiefen Bahn" im Oktober 2015

2015 Oktober


Sprechkunstabend "Zurück in die Zukunst" im April 2015

2015 April 2


Sprechkunstabend "Das Sprechen zum Hof" im Oktober 2014

2014 Oktober


Sprechkunstabend "Wortzirkus Illusio" im April 2014

2014 April


Sprechkunstabend "Sprechflimmern" im Oktober 2013

2013 Oktober


Sprechkunstabend "Icheinfachunversprecherlich" im April 2013

2013 April

Sprechkunstabend "Traumwelten" im Oktober 2012

am Freitag, den 19. Oktober 2012 war es wieder soweit: am herbstlichen Sprechkunstabend konnten sich die Zuschauer verzaubern lassen von traumhaften Texten, die von Studierenden der Sprecherziehung kreativ auf die Bühne gebracht wurden.

Traumwelten

Sprechkunstabend: Reiss aus! - Auf Reisen?

Auch in diesem Semester wurde dem interessierten Zuschauer wieder ein Sprechkunstabend im Theater der Universität geboten. Vom siebten Semester der Ausbildung zur Sprecherzieherin/zum Sprecherzieher (Univ.) wurden Lyrik und Prosa unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen in einem thematischen Rahmen inszeniert.

Sprechkunstabend Fb 2

Sprechkunstabend: Liebe - Lust - Mord

Am Freitag, den 21. Oktober 2011 fand wieder der traditionelle Sprechkunstabend des Lehrgebietes im Studententheater statt. Dem Zuschauer wurde Lyrik und Prosa von Studierenden des Grund- und Hauptstudiums in einem unterhaltsamen thematischen Rahmen dargeboten.


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Sprechkunstabend "(W)Irr Wahr" 2011

"Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel"

Friedrich Nietzsche

Am 6.5.2011 absolvierten wieder einige Studierende des Lehrgebietes ihre praktische Abschluss- bzw. Zwischenprüfung im Fachbereich Sprechkunst im Rahmen eines Sprechkunstabends im Theater der Universität.

Geboten wurden Lyrik und Prosa, im theatralischen Gewand der Irrenanstalt.

Sprechkunstabend "Unerhört Abgehört"

Beim Sprechkunstabend am 21. Oktober 2010 begeisterte das vierte Semester der Sprecherzieher mit Lyrik und Prosa aus mehreren Epochen.





Sprechkunstabend 2010

 

Paragrafen lesen ist eine Kunst

Die Gruppe „Lautstark“ bot gut ausgewählte Texte und eine exzellente Bühnenshow.

 

REGENSBURG. Von Flora jädicke, MZ

 

Neben der Bühne im Theater der Universität geht eine Schreibtischlampe an. Hinter dem Stehpult liest eine junge Frau (Evelin Herbein) Paragrafen aus dem Strafgesetzbuch vor. Schwarz umrandet ist ihre Brille, das blonde Haar streng zum Zopf gebunden. Dann geht das Licht aus. Wenig später, auf der Bühne: Miriam Bauer rezitiert zusammengekauert Durs Grünbeins „Von der Schönheit der Hämatome“. Szenenwechsel. Christine Krüger sinniert in einem Text von Heinz Erhard „Meine Geburt“.

 

Im Grunde sollte es nur eine Prüfung sein. Eine von vielen, die die Absolventen des aktuellen Jahrgangs der Sprecherzieher an der Universität ablegen müssen. Die sechs Studenten der Gruppe „Lautstark“ hatten sich allerdings etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir sind die Ersten, die damit auf die Bühne gehen“, erzählt Philipp Stang.

 

Was Dozenten und Publikum zwei Tage hintereinander zu sehen und zu hören bekamen, war der reine Genuss. Amüsant, nachdenklich stimmend und immer wieder satirisch präsentierten sie ihre Performance unter dem Titel „Mordskritik“. Geschickt hatten die künftigen Sprecherzieher Musik und Texte ausgewählt. Von A wie Martin Amanshauser – „der central-park und der wilhelm-kienzl-park“ – über O wie Dieter Ochs – „Seelenscherben“ – bis Z wie Juli Zeh/Ilja Trojanow – „Angriff auf die Freiheit“.

 

Immer wieder werden die Szenen unterbrochen durch das Anknipsen der Lampe am Stehpult. Sie kündigt die Buchstaben des Gesetzes an. Denn auch das ist eine Kunst. Solche Texte so zu lesen, dass die Hoffnung darauf, ihn zu verstehen, nicht gänzlich verloren geht. Zwischen die Verbrechen der Gesetzestexte streuten die angehenden Sprecherzieher Perlen der Literaturgeschichte: Friedrich Hölderlin, Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Bertolt Brecht und Mascha Kaléko. Dabei fassten sie den Begriff „Sprechkunst“ so weit, wie es nur eben ging. Sie rezitierten, sprachen mit Mimik und Körper, tanzten gar, wie Philip Stang, zu Philip Glass’ Symphonie Nr. 3 das Movement III. Benedikt Jockenhöfer gelangen die besonderen Texte, wie die „Ode an meinen Ohrenarzt“ von Günter Eich.

 

Dabei kam der Verdacht, hier seien Studenten am Werk, erst gar nicht auf. Denn alles zusammen gelang ihnen in einer durchweg stimmigen Dramaturgie. Minimalistisch und effektvoll inszeniert, „aus reiner Passion und Lust an der Sache“, wie alle Akteure unisono beteuern.

 

Dass sie damit die Trauben außergewöhnlich gelungener Abschlussprüfungen für künftige Absolventen sehr hoch gehängt haben, nehmen die Bühnentalente gerne in Kauf. Beim Publikum jedenfalls haben sie die Prüfung mit Auszeichnung bestanden.

 





Sprechkunstabend 2008


Was ist eigentlich Sprechkunst?

Dieser Frage haben sich die StudentInnen der Sprecherziehung gestellt. Am 20. September 2008 präsentierte die Gruppe LAUTSTARK im Uni- Theater: „Alles mit´m Mund“. Herauskam ein Abend voller Poesie, mal laut, mal leise in Szene gesetzt.

Das Motto des Abends: „Alles mit´m Mund“ ist bezeichnend, denn Sprecherziehung kann noch mehr: Neben Sprechkunst sind Rhetorik, Stimmbildung und Therapie weitere Teilgebiete. Die Sprecherziehung ist im Moment leider noch weitgehend unbekannt, nicht aber unbedeutend: Denn in jedem Beruf muss man sich heutzutage präsentieren, überzeugend auftreten und deutlich sprechen. All das hat der Sprechkunstabend auf eine künstlerische Art gezeigt. Denn das Zusatz- Studium der Universität Regensburg bietet mehr als die bloße Aneignung von Schlüsselqualitäten: Der im Rahmen der Zwischenprüfung entstandene Sprechkunstabend zeigt auch, was dabei herauskommt wenn junge Leute motiviert zusammenarbeiten.

Kia Böck

 

Die DVD des Abends kann -sobald sie fertiggestellt ist- bei den StudentInnen der Sprecherziehung zu einem kleinen Unkostenbeitrag käuflich erworben werden.







Inhalt braucht Rhetorik -und Umgekehrt

Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung feierte seinen 30. Geburtstag



 

REGENSBURG. Kommunikationskompetenz ist die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage „SQ21“ unter über hundert Unternehmen. Die Firmen halten der Studie zufolge einen guten Kommunikationsstil sogar für wichtiger als Engagement, analytisches Denken, Belastbarkeit und Teamfähigkeit. Für jedes zweite Unternehmen sind die „weichen Qualifikationen“ sogar wichtiger als das eigentliche Fachwissen. An der Universität Regensburg ist Kommunikationskompetenz seit 30 Jahren fester Bestandteil des Hochschulkanons: Dort hat sich in den letzten drei Jahrzehnten eines der wichtigsten universitären Zentren für mündliche Kommunikation in Deutschland entwickelt.

Jetzt hat das „Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung“ seinen 30. Geburtstag gefeiert. Das Jubiläum ist gleichzeitig auch für den Leiter des Lehrgebiets, Dr. Dieter Allhoff, ein Grund zum Feiern. Denn er steht seit ebenso vielen Jahren der Spitze des Ausbildungszentrums. Jährlich lernen dort mehrere hundert Studenten aus allen Fakultäten, wie eine gute Präsentation aussieht, wie man überzeugend redet und gut argumentiert.

Zusätzlich hat das Lehrgebiet seit seiner Gründung in einem bundesweit einzigartigen Ausbildungsmodell mehr als 200 Sprecherzieher ausgebildet. Jährlich starten zwölf Uni-Studenten nach einer strengen Aufnahmeprüfung – zusätzlich zum normalen Fachstudium – in die vierjährige Zusatzausbildung, das mit einem universitären Abschluss und einer Fachprüfung der Deutschen Gesellschaft für Sprecherziehung und Sprechwissenschaft (DGSS) abschließt. Dr. Allhoff war viele Jahre Vorsitzender dieses Verbandes.

Viele Regensburger Absolventen arbeiten heute in der Wirtschaft als freiberufliche Kommunikations- und Rhetoriktrainer, zusammengeschlossen sind sie im IRK-Team Dr. Allhoff. Ein Sprecherzieher aus Regensburg lehrt heute an einer Linzer Universität Schauspielern das Sprechen auf der Bühne. Andere unterrichten an verschiedenen Hochschulen .

Beim Symposium anlässlich des 30. Dienstjubiläums von Dr. Allhoff diskutierten jetzt namhafte Absolventen und die Mitarbeiter des Lehrgebiets Regensburger Standpunkte zur Zukunft der mündlichen Kommunikation in Deutschland und hielten ein vielstimmiges Plädoyer für mehr Mündlichkeit in Schule, Hochschule und Weiterbildung.

„Wirklich kompetent ist nur, wer sowohl über Fachwissen als auch über Kommunikationsfähigkeit verfügt“, sagte Hannelore Philipp, Lehrbeauftragte an der Universität. „Oder anders formuliert: Inhalt braucht Rhetorik.“ Aber auch der Umkehrschluss sei richtig und wichtig: Rhetorik brauche Inhalt. Deshalb distanzieren sich die Sprecherzieher von einer sophistischen Rhetorik. Dieses Konzept reduziert die Vielfalt aus Gesprächsführung, Argumentation und Präsentation auf einen Satz: Es geht für den Rhetor ausschließlich darum, die Kunst der Beredsamkeit und damit Menschenführung zu beherrschen, um seine individuellen Interessen durchzusetzen. „Wir Sprecherzieher wollen dazu beitragen, Kommunikation verantwortungsvoll zu gestalten – weit weg von oberflächlicher Schönfärberei“, so Philipp. Gutes kommunikatives Verhalten definiert sie so: wertschätzender Umgang mit anderen, Gespräche lösungsorientiert führen und strukturiert reden mit sicherer Stimme.

Nicht nur an den Hochschulen, auch an den Schulen müsste auf Mündlichkeit deutlich mehr Zeit verwendet werden, meint Dr. Brigitte Teuchert. Doch dazu bedarf es erst einmal entsprechend ausgebildeter Pädagogen. Viele Lehrer klagten über Heiserkeit, wenn sie sechs oder mehr Stunden am Stück sprechen müssten. Doch wie sie ihre Stimme hygienisch einsetzen, lernen Lehramtsstudenten während des Studiums nicht. „Nur eine rechtzeitige stimmliche Ausbildung gewährleistet, dass die Pädagogen auch den hohen Anforderungen durch den Unterricht gerecht werden“, so Dr. Teuchert, die an der Universität die Zusatzausbildung „Internationale rhetorische Kompetenz“ leitet.

Von stimmlich und sprachlich gut ausgebildeten Lehrern würden auch die Schüler profitieren, glaubt auch Dr. Allhoff: „Dadurch werden die Schüler für diesen Themenbereich sensibilisiert und das Sozialverhalten geschärft.“ Gerade wer Konflikte mit Worten und ohne Gewalt lösen will, braucht intensive Kenntnisse in rhetorischen Fähigkeiten. „Kommunikationsfähigkeit ist das Recht eines jeden Kindes und Voraussetzung für dessen spätere Selbständigkeit.“

Auch die Themen Migration und gesellschaftlicher Wandel ruft nach Meinung der Symposiumsteilnehmer Sprecherzieher auf den Plan. „Die globalisierte Gesellschaft geht einher mit interkultureller Wertevielfalt, dadurch ergeben sich neue Normen in der eigenen Kulturgruppe und im Miteinander der Kulturgruppen“, meint der Lehrgebietsleiter. „Dies setzt besondere Anforderungen an die Kommunikationskompetenz eines Kindes voraus, um seine Orientierung im jeweiligen Wertesystem zu finden.“ Gerade die Sprecherziehung sehe es als eine ihrer Aufgaben an, diese Kompetenz in Familie, Erziehung und Schule verantwortungsvoll mitzugestalten.“

Jens Henning, MZ

  1. Universität Regensburg

Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung

 

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Master of Speech Communication and Rhetoric (M.A.)