Jürgen Dendorfer

Wartenbergs Manuskript zu Geschichte Regensburgs


Wartenbergs Werk 'Ursprung und Herkommen. Der Vormahls Herrlich- und Königlichen Haupt-Statt Noreja ... anjetzo Regens-Burgg ...' (1688) beschreibt die frühe Geschichte Regensburgs vor dem Hintergrund der römischen Geschichte seit Augustus und endet mit dem letzten heidnischen Herzog im Nordgau Garibald II. Für Wartenbergs Verständnis des römischen Regensburg sind besonders der Bericht über die Aufdeckung von Katakomben sowie die Beschreibung und Zeichnung seiner Funde interessant.

Deckblatt des Manuskripts 70KB
Deckblatt des Wartenbergschen Manuskripts von 1688, SBR Rat. civ. 486.

Das Originalmanuskript liegt heute in der Staatlichen Bibliothek Regensburg (SBR Rat. civ. 486). Eine vollständige Kopie dieses Manuskripts befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (BSB cgm 4860) . Desweiteren existieren eine Fortsetzung und Ergänzung Wartenbergs und ein Auszug aus dem ca. 400 Folioseiten dicken Original, der nur Wartenbergs Notizen über die Gruft St. Salvatoris, so nennt er seine unterirdische Entdeckung, enthält. Für die Datierung dieser Abschriften gibt es auf den ersten Blick keine näheren Anhaltspunkte, sie müssen allerdings vor der Säkularisation 1802/1803 verfaßt worden sein. Ein kurzer Auszug aus dem Werk (ca. 1830) über die Maria-Läng-Kapelle, von Pater Matthias Rieberer, versehen mit kurzen argumentierenden Anmerkungen zu einzelnen Thesen, hat sich im Archiv des Historischen Vereins von Regensburg erhalten.

 

Im 1994 erschienen Katalog zur Ausstellung wurde erstmals eine Transkription aus dem Manuskript Wartenbergs veröffentlicht.

 

Stand: VII 98

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