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Prof. Dr. Jörg Oberste


Jörg Oberste (geb. 13.September 1967) wurde im Wintersemester 2004/05 auf die Professur für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Regensburg berufen. Vorher war er seit der Einrichtung des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der TU Dresden 1994 als Wissenschaftlicher Assistent tätig.

Nach einem Studium der Geschichte, Germanistik und Romanistik in Münster u.a. bei Joachim Wollasch, Hagen Keller, Peter Johanek, Gerd Althoff, Gert Melville, Ruth Schmidt-Wiegand und Rudolf Schützeichel sowie einem Forschungsaufenthalt in Paris arbeitete er zunächst am Münsteraner SFB 231 "Pragmatische Schriftlichkeit im Mittelalter". Dort entstanden eine Dissertation zum Thema "Visitation und Ordensorganisation" bei Gert Melville sowie vergleichende Arbeiten zu Zisterziensern, Prämonstratensern und Cluniazensern zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. In Dresden zählte durch die Mitarbeit am SFB 537 "Institutionalität und Geschichtlichkeit" im Projekt "Institutionelle Strukturen religiöser Orden" die Ordensforschung weiterhin zu seinen Arbeitsfeldern; ein neuer Schwerpunkt liegt auf der Sozial- und Frömmigkeitsgeschichte mittelalterlicher Städte.

Die Habilitation zum Thema "Religiosität und sozialer Aufstieg städtischer Eliten im hohen Mittelalter" wurde im Wintersemester 2000/2001  erfolgreich an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden abgeschlossen. Die Habil-Schrift erschien 2003 beim Böhlau-Verlag („Zwischen Heiligkeit und Häresie. Religiosität und sozialer Aufstieg in der Stadt des hohen Mittelalters“, Norm und Struktur 17, 2 Bde., Köln-Weimar-Wien: Böhlau 2003). Weitere Veröffentlichungen beschäftigen sich mit hoch- und spätmittelalterlichen Wirtschaftstheorien, den Kreuzzügen und der Geschichte der Häresien. Im Wintersemester 2001/2002 folgte Jörg Oberste einer Einladung an das Institute for Advanced Study in Princeton.

Ein neuer Forschungsschwerpunkt liegt auf der spätmittelalterlichen Stadtgeschichte. Mit der Edition der Dresdner Stadtbücher des Mittelalters und Beiträgen zur Dresdner Stadtgeschichte sowie vergleichenden Arbeiten zur Stadtbuch- und Testamentsforschung sollen wesentliche Quellengattungen der spätmittelalterlichen Stadtgeschichte im Mittelpunkt stehen.