Netzwerkmitglieder: Alexander Friedman

Historisches Institut der Universität des Saarlandes, Deutschland

Alexander FriedmanDr. Alexander Friedman ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neuste Geschichte am Historischen Institut der Universität des Saarlandes. Er absolvierte ein Diplomstudium der Geschichte an der Belarussischen Staatsuniversität in Minsk (1996–2001) und schloss ein Magisterstudium in Neuerer und Neuester Geschichte, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes (2002–2005) ab. 2009 wurde er mit einer Dissertation über Deutschlandbilder in Sowjetbelarus vor dem deutschen Überfall auf die UdSSR an der Universität des Saarlandes promoviert. Zwischen 2009 und 2011 war er akademischer Mitarbeiter am Seminar für Osteuropäische Geschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und befasste sich mit dem Forschungsprojekt "Die NS-Okkupationspresse in den besetzten Gebieten der Sowjetunion".

Seit 2009 leitet er am Historischen Institut der Universität des Saarlandes eine Forschergruppe im Rahmen des von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekts "Behinderten- und Krankenmorde in Weißrussland 1941–1944". Friedman lehrt an der Universität Heidelberg, an der Universität des Saarlandes und an Sciences Po Paris in Nancy (Deutsch-Französisches Grundstudium). Er ist Mitarbeiter des Dokumentationsprojekts "Juden in Nazideutschland" von Yad Vashem (Jerusalem). Seine wichtigsten Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Russische und Sowjetische Geschichte, Geschichte der Juden und Roma in Osteuropa, Nationalsozialismus sowie Propaganda und ihre Wirkung.

http://www.nng.uni-saarland.de/mitarbeiter/friedman.htm

Ausgewählte Publikationen

Rainer Hudemann und Alexander Friedman (Hg.): Nationalsozialistische Kranken- und Behindertenmorde in Belarus 1941–1944 [erscheint 2014].

"Professor Mamlock": Der sowjetische Spiefilm über das Schicksal eines jüdischen Medizinprofessors in Nazideutschland (1938) und seine Rezeption. In: Thomas Beddies, Susanne Doetz und Christoph Kopke (Hg.): Jüdische Ärztinnen und Ärzte im Nationalsozialismus – Entrechtung, Vertreibung, Ermordung [erscheint 2014].

Mosche Dajan in der kommunistischen Propaganda der 1960er und 1970er Jahre. Ein Beitrag zur Erforschung des Antisemitismus und des Behindertenbildes im Ostblock, in: Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin. Nr. 11 (2012), S. 151–164.

Ausgewählte Präsentationen

Kurorte im Gebiet Kaliningrad nach dem Zweiten Weltkrieg: Infrastruktur, Alltag und Propaganda, gehalten auf der Jahrestagung "Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit" des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin in Österreich zum Thema "Vom alten Heilbad zum modernen Wellnesstempel" am 28. Oktober 2012 in Bad Radkersburg.

Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, der KGB und die Ermordung psychisch kranker Menschen in Navinki bei Minsk (1941): Fallstudie über eine erfolglose Ermittlung. Gehalten an der internationalen Tagung "Krankenmorde in Belarus 1941–1944" am 29. Januar 2012 in Saarbrücken.

Projekt: Behinderten- und Krankenmorde in Belarus 1941–1944

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Behinderten- und Krankenmorde in Belarus 1941–1944" untersuchen fünf Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und Belarus die NS-Vernichtungspolitik gegen behinderte und psychisch kranke Menschen. Das Projekt wird von Herrn Professor Dr. Rainer Hudemann (Universität des Saarlandes/Université Paris-Sorbonne) geleitet und von der Gerda Henkel Stiftung gefördert. Ausmaß, Bedeutung und Auswirkungen der nationalsozialistischen Mordpolitik können nur im breiten Kontext der sowjetischen und deutschen Geschichte vor und nach dem deutschen Überfall auf die UdSSR in vollem Umfang analysiert und eingeschätzt werden. Daher greift die von Dr. Alexander Friedman geleitete und mit zahlreichen Kollegen in Deutschland, Israel sowie im postsowjetischen Raum vernetzte Forschergruppe (Dr. Andrei Zamoiski, Dr. Viktoria Latysheva, Alexander Pesetsky, Vasili Matokh) in der Forschung bisher wenig beachtete Themenkomplexe auf: Die Entwicklung des Gesundheitswesens in Sowjetbelarus und im polnischen Westbelarus während der Zwischenkriegszeit; die Lage von Psychiatern und anderen Medizinern in Belarus vor und nach 1941; die Verbreitung der Eugenik in der Sowjetunion vor und nach dem Kriegsausbruch; die Situation von psychisch kranken und behinderten Menschen in Belarus vor dem deutschen Überfall auf die UdSSR; Schicksale psychisch kranker und behinderter Menschen in den besetzten belarussischen Gebieten einschließlich der Krankenmorde sowie den Umgang mit dem Thema "Krankenmorde" in der UdSSR nach 1945.

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Dr Alexander Friedman

Institute of Education and Society, University of Luxembourg, Luxembourg

Alexander FriedmanDr Alexander Friedman is a Senior Researcher at the Institute of Education and Society at the University of Luxembourg. He is working on the research project "The 'Russian' ('Soviet') Luxembourg. The images of the Grand Duchy in Russia, the USSR and post-Soviet states". Friedman got his Diploma in History from the Belarusian State University in Minsk (1996–2001) and an MA in Modern and Contemporary History, Philosophy and German as Foreign Language from Saarland University (2002–2005). His PhD is earned from Saarland University (2009) where he defended the thesis entitled "Images of Germany in the Belarusian Soviet Society 1919–1941: Propaganda and Experiences". From 2009 to 2011 Dr Friedman was a Research Fellow at the Institute for East European History, University of Heidelberg and was working on the research project "The Nazi-Press on the occupied territory of the Soviet Union".

From 2009 to 2013 he was the leader of the Research group at the Institute of History, Saarland University and was working on the project "Extermination of disabled and mentally ill people in Belarus during WWII". Friedman was a lecturer at the University of Heidelberg, the University of Saarland and the Sciences Po Paris in Nancy (German-French campus). He was a researcher for the documentary project "Jews in the Third Reich" by Yad Vashem (Jerusalem). His research and teaching are focused on Russian and Soviet History, National Socialism, history of Jews and Roma in Eastern Europe, as well as propaganda and its effects.

http://wwwde.uni.lu/recherche/flshase/education_culture_cognition_and_society_eccs/people/alexander_friedman

Selected publications

Rainer Hudemann und Alexander Friedman (eds.): Nationalsozialistische Kranken- und Behindertenmorde in Belarus 1941–1944 [to be published in 2014].

'Professor Mamlock': Der sowjetische Spiefilm über das Schicksal eines jüdischen Medizinprofessors in Nazideutschland (1938) und seine Rezeption. In: Thomas Beddies, Susanne Doetz und Christoph Kopke (eds.): Jüdische Ärztinnen und Ärzte im Nationalsozialismus – Entrechtung, Vertreibung, Ermordung [2014].

Mosche Dajan in der kommunistischen Propaganda der 1960er und 1970er Jahre. Ein Beitrag zur Erforschung des Antisemitismus und des Behindertenbildes im Ostblock. In: Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin. Nr. 11 (2012), p. 151–164.

Selected presentations

Kurorte im Gebiet Kaliningrad nach dem Zweiten Weltkrieg: Infrastruktur, Alltag und Propaganda, held at the annual conference "Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit", organized by Society for Social History of Medicine in Austria, covering the topic "Vom alten Heilbad zum modernen Wellnesstempel", on October 28, 2012 in Bad Radkersburg.

Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, der KGB und die Ermordung psychisch kranker Menschen in Navinki bei Minsk (1941): Fallstudie über eine erfolglose Ermittlung, held at the international conference "Krankenmorde in Belarus 1941–1944" on January 29, 2012 in Saarbrücken.

Research project

Extermination of Disabled and Mentally Ill People in Belarus 1941–1944 Within the framework of the research project "Extermination of Disabled and Mentally Ill people in the Territory of Belarus in 1941–1944" five historians from Belarus and Germany are studying the Nazi crimes against disabled and mentally ill people. The project is supervised by Professor Rainer Hudemann (Saarland University / Université Paris-Sorbonne) and sponsored by Gerda Henkel Foundation. The research group consisting of Dr Andrei Zamoiski, Dr Viktoria Piatrouskaya, Alexander Pesetsky, Vasili Matokh is headed by Dr Alexander Friedman. The extent, importance and consequences of the Nazi crimes against disabled and mentally ill people can be correctly assessed and analyzed only in a broad context of Soviet and German history before and after the German invasion of the USSR. For that reason the research group is focusing on the following topics: healthcare development in Soviet Belarus and in Polish Western Belarus before the Second World War; the situation psychiatrists and other doctors in Belarus were in before and after 1941; the circumstances affecting disabled and mentally ill people in Belarus before 1941; fate of disabled and mentally ill people in the occupied territories of Belarus and perception of the Nazi crimes against disabled and mentally ill people in the USSR after 1945.