Adaptives Erklären
Bei der Forschungsarbeit in der Chemiedidaktik wird der Fokus insbesondere darauf gelegt, ob Chemielehramtsstudierende, die drei Mal die Möglichkeit bekommen, adaptiv zu handeln und ihre Erklärhandlungen anschließend zu reflektieren, einen höheren Zuwachs der adaptiven Erklärkompetenz entwickeln, als Studierende, die nur zwei Mal vor Schüler:innen unterrichten. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob Studierende mit einer höheren Reflexionskompetenz auch größere Zuwächse in der adaptiven Erklärkompetenz zeigen.
Dafür planen die Lehramtsstudierenden in einem universitären Seminar eine Erkläreinheit von zwanzig Minuten zum Thema „Chemische Reaktion und Energetik“ und halten diese vor Schüler:innen, während sie videografiert werden.
Reflexionskompetenz
Die Unterrichtsvideografien werden anschließend reflektiert und die Planungen überarbeitet. Die überarbeiteten Unterrichtsminiaturen werden erneut vor einer anderen Klasse gehalten und videografiert. Die Interventionsgruppe hat drei Mal die Möglichkeit, adaptiv vor Schulklassen zu erklären, die Kontrollgruppe unterrichtet nur zwei Mal adaptiv.
Das Teilprojekt FALKE-e (Chemie) ist Teil der Maßnahme KOLEG2 und wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert (01.01.2019-31.12.2023, 01JA1812).