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Global South Lecture Series | Anna Steigemann (Regensburg) - The City of the 21st Century, Mobile Spatial Practices, and Glocal Spatial Knowledge: A Spatial Sociology for Multi-Scalar Area Studies

29.04.2021, 18:15-19:45

Anna Steigemann | CITAS, University of Regensburg
The City of the 21st Century, Mobile Spatial Practices, and Glocal Spatial Knowledge: A Spatial Sociology for Multi-Scalar Area Studies

Dieser Vortrag findet auf Englisch statt

Die Stadt des 21. Jahrhunderts, mobile Raumpraktiken und glokales Raumwissen: Eine Raumsoziologie für multiskalare Area Studies

Die Stadt des 21. Jahrhunderts ist von Globalisierung, Translokalismus und multiplen Zeit-Raum-Verflechtungen geprägt. Zunehmende soziale und räumliche Ungleichheit, Migration und neue Mobilitäten, die globale Finanzkrise und Umweltzerstörung gehören zu den bedeutendsten globalen Entwicklungen der letzten Jahre, die zunehmend das lokale Sozialleben und Verräumlichungsprozesse prägen. Gleichzeitig sind Städte und Regionen auch die Arenen für die lokale Verhandlung und das Management dieser globalen Prozesse und Herausforderungen.

Aber die Stadt des 21. Jahrhunderts ist auch eine Stadt ‚des Südens‘, wo diese Prozesse und Herausforderungen seit Jahrzehnten die Norm sind und wo wichtige Konzepte und Theorien herkommen, die dabei helfen, diese Prozesse—auch im globalen Norden—zu erklären und auszuhandeln. Dieser Vortrag dient daher als Einführung in Wege, wie kritische Area Studies den sogenannten globalen Süden als Epizentrum von Urbanismus and neuen glokalen zeitlich-räumlichen Verflechtungen aufgreifen könnten. Er bietet einen Ansatzpunkt, um zu diskutieren, wie ein Wissenstransfer von ‚Theorien des Südens‘ an den sogenannten globalen Norden dabei hilft, viele sozioräumliche Transformationsprozesse dort zu erklären.

Der zweite Teil des Vortrags konzentriert sich auf Flüchtlinge als mobilste soziale Gruppe des 21. Jahrhunderts und deren Raumpraktiken. Die Analyse ihrer sozioräumlichen Transformation beim Versuch, sich ein neues Zuhause an ihren Zufluchtsorten aufzubauen, offenbart wichtige Einblicke darin, wie globale Prozesse lokale soziale und räumliche Prozesse beeinflussen und umgekehrt. Daher argumentiert der Vortrag am Beispiel der Raumpraktiken und Aneignungsprozesse von syrischen Geflüchteten in Berlin für neue Ansätze für multiperspektivische, multiskalare und kritische Area Studies, die räumliche und soziale Veränderungen nicht als isoliert und hermetisch abgeriegelt von anderen Disziplinen betrachten, sondern als komplexen, multidisziplinären, hochdynamischen, global informierten und lokal situierten Prozess.

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