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BMWK: Internationale Wasserstoffprojekte im Rahmen der fortgeschriebenen Nationalen Wasserstoffstrategie

Mittwoch 31. Dezember 2025

Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2045 Klimaneutralität für Deutschland zu erreichen. Diese ambitionierte Zielsetzung erfordert eine Transformation der Energiewirtschaft, des Verkehrssektors und der Industrie. Wasserstoff kann hierbei eine entscheidende Rolle spielen, denn er erlaubt die Dekarbonisierung von Sektoren, die auf andere Weise nicht oder nur sehr schwer dekarbonisiert werden können. Darüber hinaus stellen Wasserstoff und seine Derivate eine Option dar, erneuerbare Energie aus Ländern mit hohem Angebot an kostengünstiger Solar- und Windenergie zu speichern und auch über große Entfernungen zu transportieren.

Der beschleunigte Markthochlauf von Wasserstofftechnologien und der Aufbau eines weltweiten Marktes für Wasserstoff und seine Derivate sind wichtige Maßnahmen, um die Ziele der Nationalen Wasserstoffstrategie umzusetzen. In der Fortschreibung der Strategie vom Juli 2023 wird für Deutschland ein Wasserstoffbedarf von 95 bis 130 Terawattstunden für das Jahr 2030 angesetzt. Dabei werden rund 50 bis 70 Prozent des Wasserstoffbedarfs aus Importen stammen. Der Anteil an importiertem Wasserstoff wird danach weiter steigen. Diese Zielerreichung unterstützt und operationalisiert die Wasserstoff-Importstrategie der Bundesregierung. Sichere und verlässliche Importstrukturen müssen aufgebaut und etabliert werden.

Die Etablierung von neuartigen Importstrukturen umfasst den weltweiten Aufbau von Erzeugungskapazitäten für erneuerbaren Wasserstoff und seine Derivate sowie von leistungsfähigen Infrastrukturen für den Transport. Während bei Erzeugungskapazitäten in und nahe Europa der Pipelinetransport eine wichtige Rolle spielen wird, wird der Import von Wasserstoff aus entfernten Ländern auf den Schiffstransport setzen. Hierbei wird die Umwandlung des Wasserstoffs in einfacher zu transportierende Energieträger wie Ammoniak, Methanol oder synthetische Kraftstoffe eine wichtige Option sein.

Durch den Aufbau von Kapazitäten zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Ländern mit guten Voraussetzungen zur Nutzung erneuerbarer Energien entstehen große Chancen für eine weltweite Transformation der Wirtschaft. Die Energiewirtschaft in den Umsetzungsländern wird gestärkt, die Umsetzung ihrer Wasserstoffstrategien wird unterstützt. Hierzu sind die Importstrukturen konsequent an der Agenda 2030 auszurichten, die hohe Anforderungen an soziale und Umweltstandards stellt. Im Rahmen der Etablierung von Ex- beziehungsweise Importstrukturen werden die Wasserstoff-, Energie- und Klimapartnerschaften, die Deutschland bereits geschlossen hat, vertieft, und neue Partnerschaften können geschlossen werden. Durch die Diversifizierung der Bezugsstrategie für Energie sinkt die Abhängigkeit Deutschlands von wenigen großen Exportländern und die Energiesicherheit in Deutschland und Europa wird steigen.

Das Zuwendungsverfahren ist zweistufig ausgestaltet.

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Illustration: Kalenderblatt mit Einträgen zur Forschungsförderung