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Was von den Revolutionen übrig blieb

Mittwoch 6. November 2019, 18:00 Uhr
Sonntag 10. November 2019, 16:00 Uhr
Sonntag 10. November 2019, 20:00 Uhr
Dienstag 19. November 2019, 19:00 Uhr
Sonntag 24. November 2019, 14:00 Uhr
Sonntag 1. Dezember 2019, 14:00 Uhr

Konzert, Filme, Diskussionen: Veranstaltungsreihe über Umstürze von 1989

Und plötzlich war alles anders: Vor 30 Jahren fegten die Menschen im Ostblock in kurzer Zeit jahrzehntealte Diktaturen weg. Diesem Jubiläum, den Revolutionen und ihren Folgen, widmet sich eine Veranstaltungsreihe in Regensburg. Mit dabei sind unter anderem der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein, aber auch eine tschechoslowakische Underground-Band, die europäische Geschichte geschrieben hat.

Goodbye-hello-eintrag

Regensburg. „Wenige Ereignisse der letzten Jahrzehnte haben Europa so verändert wie die demokratischen Revolutionen von 1989. Und zwar den ganzen Kontinent, nicht nur Osteuropa“, sagt Ulf Brunnbauer, Direktor des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Ko-Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und Sprecher des Center for International and Transnational Area Studies (CITAS) der UR. „Regensburg und Ostbayern stehen dafür beispielhaft: vom sogenannten Zonenrandgebiet in die Mitte Europas, von einer Gegend, aus der die Leute auswandern, zu einem Magneten für Zuwanderer aus den neuen Mitgliedsstaaten der EU.“ Für den Historiker ist es daher naheliegend, zum Jubiläum in Regensburg an die Ereignisse vor 30 Jahren zu erinnern.

Das ist denn auch das Ziel der vom IOS mitorganisierten Veranstaltungsreihe „Goodbye Socialism – Hello Capitalism. Die Revolutionen von 1989 und was davon übrig blieb“. Sie läuft vom 6. November bis 1. Dezember und bietet, bei freiem Eintritt, ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Epochenjahr 1989 und auf dessen nicht nur positive Folgen. Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion am Mittwoch, 6. November, um 18 Uhr im Thon-Dittmer-Palais (Haidplatz 8). Thema ist die rasante Entwicklung Regensburgs und Ostbayerns seit dem Zusammenbruch des Ostblocks. Darüber spricht der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein mit lokalen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter die ehemalige Regensburger Oberbürgermeisterin Christa Meier.

Eine tschechoslowakische Kult-Band steht am Sonntag, 10. November, im Mittelpunkt. Im Leeren Beutel (Bertholdstraße 9) treten auf: „The Plastic People of the Universe“. Als die Underground-Musiker 1976 verhaftet wurden, war das einer der Auslöser für die Gründung der Bürgerrechtsbewegung „Charta 77“ um Václav Havel. In einem auf Englisch geführten Zeitzeugengespräch um 16 Uhr berichten die Musiker davon, wie sie damals plötzlich Geschichte schrieben. Um 20 Uhr geht es auf die Konzertbühne: Denn die Band, zu deren Fans unter anderem Lou Reed zählt, hat es auch mit ihrer Musik zu internationalem Ruhm gebracht.

Vor allem mit der Gegenwart beschäftigt sich eine Diskussionsrunde am Dienstag, 19. November, um 19 Uhr im Evangelischen Bildungswerk (Am Ölberg 2): Es geht unter anderem um die Frage, warum Länder, in denen Menschen einst für ihre Freiheit kämpften, heute von Populisten regiert werden. Darüber sprechen der einstige Leiter des ZDF-Büros in der DDR/Ost-Berlin, Joachim Jauer, und Regensburger Osteuropa-Forscher. Zum Abschluss der Reihe gibt es im Ostentor-Kino (Adolf-Schmetzer-Straße 5) zwei kommentierte englischsprachige Filmvorführungen: Die Komödie „12:08 East of Bucharest“ beschäftigt sich mit der Revolution von 1989 in Rumänien (Sonntag, 24. November, 14 Uhr). Die Doku „The Lust for Power“ zeigt Aufstieg und Fall des slowakischen Politikers Vladimír Mečiar (Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr).

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere Informationen und Reservierung von Konzerttickets unter www.regensburg-1989.de. Organisatoren der Reihe sind neben dem IOS die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien sowie das Center for International and Transnational Area Studies (CITAS) der Universität Regensburg. Hauptförderer ist die Bundesstiftung Aufarbeitung. Hinzu kommen zahlreiche weitere Förderer und Kooperationspartner. Medienpartner ist Bayern 2 Radio.


Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie im Flyer

Informationen/Kontakt

Franz Kurz
Öffentlichkeitsarbeit am IOS
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg
Telefon 0941 943-5428
E-Mail presse@ios-regensburg.de

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