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Aufgetischt!

Freitag 6. November 2015 – Samstag 7. November 2015

Persuasion und Information in der Vermarktung von Nahrungs- und Genussmitteln

Tagung des Regensburger Verbunds für Werbeforschung (RVW)
6.11.2015 (Freitag) und 7.11.2015 (Samstag)

Tagungsprogramm
Eintritt frei

Fast drei Viertel der Befragten einer Emnid-Umfrage (TNS Emnid) vom August 2014 wünschen sich mehr Informationen über Lebensmittel direkt auf der Verpackung und ebenso viele machen sich Sorgen darüber, dass wichtige Angaben zu den Inhaltsstoffen nicht oder nur versteckt bzw. unverständlich auf der Verpackung zu finden sind. Die Mehrheit der befragten Verbraucher/innen halten die Informationen von Lebensmittelherstellern nicht für zuverlässig.


Im Vergleich zu den rigiden Vorgaben für Verpackungsdesign bei Medikamenten scheinen der Phantasie des Gestalters bei OTC-Produkten wie Nahrungsergänzungsmitteln kaum Grenzen gesetzt. Welche Kriterien muss er dennoch berücksichtigen, in welchem Umfang prägt die Logistik die werbliche Gestaltung? Verpackungen verheißen Identifikation: ob bei Pasta, Eis oder Mineralwasser. Auf der Suppentüte und der Saftflasche wird hervorgehoben: ohne Zuckerzusatz. Erst das Kleingedruckte auf der Verpackung informiert den Diabetiker, dass er trotzdem nicht zugreifen darf.


Ist der QR-Code eine Reaktion auf die knappe Formel „Hergestellt für …“, aus der sich weder die Herkunft der Zutaten noch der Produktionsort ablesen lassen? Im Vergleich dazu verheißt der per Smartphone entschlüsselbare Code pure Transparenz: Er verrät, woher die Salami auf der Pizza kommt. Und die so genannte „Nährwertampel“ soll eine Anleitung zum verantwortungsbewussten Konsum bieten.


Wer garantiert die Qualität der Gütesiegel? Nach welchen Kriterien werden Inhaltsstoffe untersucht? Wer schreibt die Gutachten? Welche Konsequenzen haben EU und TTIP-Freihandelsabkommen für die Präsentation von Produkten – etwa des bislang mit dem Reinheitsgebot beworbenen Bayerischen Biers? Der Konsument sucht Idylle und Tradition, scheinen sie ihm doch Qualität zu verheißen. Repräsentiert oder konzipiert Lebensmittelwerbung Gender-Strömungen, oder ist der Kuchen backende Vater bei Dr. Oetker ein Einzelfall? Löst Natur die Chemie als Werbeversprechen ab? Oder fordert der Verbraucher alle Freiheiten für sich? Konsumiert er im Fitnessstudio den isotonischen Drink, um am Morgen auf dem Biomüsli zu beharren? Bevorzugt er PET oder Glas als Verpackung?


Solchen Fragen widmet sich diese Tagung des RVW.

Veranstaltungsort

Universität Regensburg
Vielberth-Gebäude, 2. OG

H26

Informationen/Kontakt

Regensburger Verbund für Werbeforschung (RVW)
Sprecher: PD Dr. Sandra Reimann und Prof. Dr. Bernhard Dotzler
Universität Regensburg
93040 Regensburg
Telefon 0941-943 3484
E-Mail info@werbeforschung.org
http://www.werbeforschung.org

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