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Ergebnisse der Maßnahmen

Seit Projektbeginn konnten folgende Ergebnisse in den verschiedenen Maßnahmen erzielt werden:


Maßnahme 01: Erklären im Unterricht - FALKE

In der Maßnahme FALKE hat sich eine sich monatlich treffende Gruppe der beteiligten Lehrenden wie Promovierenden etabliert, in der eine fächer- und fakultätsübergreifende Diskussion zum Thema stattfindet. Die Ergebnisse gingen in die Entwicklung, Etablierung und Evaluation eines neuen hochschuldidaktischen Lehrformats ein, den so genannten Tandemseminaren:
Hier arbeiten je zwei Dozierende verschiedener Fächer gemeinsam mit Studierenden zum Thema Erklären (insgesamt 32 gehaltene Erklär-Seminare mit 315 Teilnehmern seit Projektbeginn). Die in einem Micro-Teaching-Format erlebte fachlich-kulturelle Fremderfahrung unterstützt die Reflexion über Lehrerhandeln und Unterrichtsqualität und die Sensibilisierung für sprachliche und sprecherische Aspekte. Die Studierenden erlernen adressatenorientiertes Erklären im Mündlichen und Schriftlichen. Dabei werden Aspekte leichterer Sprache thematisiert wie solche der sprecherischen Realisation.  Der Mehrwert dieses Formats ist in verschiedenen Evaluationen dokumentiert. Zusätzlich mündete die Auseinandersetzung mit „Erklären“ in die Konzeptualisierung einer gemeinsamen Studie, in der Schüler/-innen, Lehrkräfte, Seminarlehrkräfte sowie Fachdidaktiker/-innen zu ihrer Wahrnehmung, ihren Vorstellungen und ihren Bewertungskriterien über Erklären befragt werden. Dazu wurden von den Fachdidaktiken für das jeweilige Unterrichtsfach bisher insgesamt 65 Erklärvideos erstellt. Die Maßnahme erweiterte außerdem über die gesteckten Ziele hinaus die Diskussion und das Bemühen um Kohärenz auf die 2. Ausbildungsphase. Im Oktober 2017 wurden mit Unterstützung des Ministeriums 104 Seminarlehrkräfte in einem gemeinsamen, die Fächergrenzen überschreitenden Seminarlehrertag einbezogen und konnten für die zukünftige gemeinsame Arbeit gewonnen werden.


Maßnahme 02: Fortbildungsmaßnahme für Praktikumslehrkräfte

Im Bereich der Freiwilligen Fortbildungsmaßnahme von Praktikumslehrkräften bestand das Ziel darin, Praktikumslehrkräfte zu einer professionellen Betreuung von Praktikantinnen/Praktikanten zu befähigen. Hauptanliegen war es, dass die Lehrkräfte Studierende zu einer theoriegeleiteten Reflexion der schulischen Praxis anzuleiten. Hierzu wurde ein Fortbildungslehrgang (zwei Blöcke von je 1,5 Tagen; insgesamt fünf Lehrgänge mit 38 Lehrkräften) für Grund- und Mittelschullehrkräfte entwickelt. Während der Praxisphasen wurden die Praktikumslehrkräfte durch Coaching begleitet. In einem Pretest-Posttest-Follow-up-Kontrollgruppen-Design wurde die Wirksamkeit der Fortbildung überprüft. Neben den Praktikumslehrkräften wurden auch Lehrkräfte einer Wartekontrollgruppe sowie Praktikantinnen/ Praktikanten zu drei Messzeitpunkten befragt.


Maßnahme 03: Training emotionaler Kompetenzen

Maßnahmen im Bereich des Trainings emotionaler Kompetenzen sahen die theoriebasierte Ableitung eines Rahmenmodells zu emotionalen Kompetenzen vor. Darauf aufbauend wurde ein modularisiertes Training emotionaler Kompetenzen (Rollenspiele mit Videofeedback, Selbsterfahrungsinstrumente, Reflexionsübungen und praktische Einzel- und Kleingruppenaufgaben) für Lehramtsstudierende entwickelt. Das Trainingsprogramm wurde siebenmal mit insgesamt 51 Studierenden durchgeführt und mit einem randomisierten Kontrollgruppendesign evaluiert. Weitere Durchgänge sind geplant. Gegenwärtig wird ein Manual zum Trainingsprogramm erstellt, das als Handbuch im Jahr 2018 publiziert wird. Vier zusätzliche Studien befassen sich mit den Wirkmechanismen der Trainingsinhalte, darunter eine zur Wirkung einer im Rahmen des Trainings entwickelten App zur Reflexion eigener Emotionen und Emotionsregulationsgewohnheiten auf emotionale Kompetenze


Maßnahme 04: Perspektivenübernahme trainieren

Ziel der Maßnahme Perspektivenübernahme trainieren ist die Entwicklung eines neuen Veranstaltungskonzepts zum bestehenden schulexperimentellen Praktikum (Pflichtveranstaltung). Es sieht einen Einsatz von ausgewählten Schulexperimenten im Realunterricht vor, um die Anforderungen erfahrbar zu machen, die mit schulischen Experimenten für die planende und unterrichtende Lehrkraft verbunden sind. Nach einer Entwicklungsphase von einem Semester wird das Seminar gegenwärtig zum zweiten Mal angeboten und bezieht wie geplant Fachwissenschaftler, Studierende, Lehrkräfte und Schüler ein. Die geplante zusätzliche Zusammenarbeit mit Seminarlehrkräften und Referendaren wird aktuell vorbereitet. Der Stand der Maßnahmen in diesem Bereich entspricht der Dauer, seitdem geeignetes Personal gewonnen werden konnte (insgesamt 46 Studierende).


Maßnahme 05: Experimentelle Kompetenz (Chemie)

Zur Förderung experimenteller Kompetenz von Lehrkräften im Fach Chemie wurden in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaft und -didaktik kompetenzorientierte Lehrerfortbildungen entwickelt; diese wurden bisher sechsmal mit 34 Lehrkräften durchgeführt. Hier werden Lehrkräfte angeleitet, einen lernwirksamen Experimentalunterricht zu realisieren. Indem den Lehrkräften die Möglichkeit gegeben wird, auch Materialien auszuleihen, wird die nachhaltige Implementation der Fortbildungsinhalte und damit die Wirksamkeit der Fortbildung als solche substanziell unterstützt. Die Entwicklungsarbeit des Formats wird im Rahmen einer Promotion wissenschaftlich begleitet.


Maßnahme 06: IMpuLs!

In der Maßnahme IMpuLs! (Inklusion und Mehrsprachigkeit partizipativ entwickeln – universitäre Lehrerbildung schulnah!) wurde eine universitätsinterne, bereichsübergreifende Falldatenbank „Inklusion und Mehrsprachigkeit“ zur Nutzung in der Lehre aufgebaut (aktuell 142 Video- und Autidodateien, davon 125 selbst erstellte und 17 externe Fälle). Ein bereichsübergreifender Ausschuss  für Inklusion wurde eingerichtet, in dem sich Vertreter/-innen aller lehrerbildenden Fakultäten treffen (aktuell 41 Mitglieder aus 20 Fach- und Arbeitsbereichen, aktuell acht abgehaltene Sitzungen). Zwei Ringvorlesungen (WS 2016/17 und WS 2017/18) mit je sechs Terminen wurden für Studierende, Dozierende, Lehrkräfte und die interessierte Öffentlichkeit durchgeführt.


Maßnahme 07: Zertifikat "Inklusion - Basiskompetenzen“ (ZIB)

Die Einrichtung eines Zertifikats "Inklusion – Basiskompetenzen"  als Erweiterungs-möglichkeit der Lehramtsstudiengänge Grund- und Mittelschule konnte erfolgreich eingerichtet werden (Lehrprogramm, Prüfungsordnung, Studienplan, Modulhandbuch). Die erste Kohorte (24 Studierende) hat im Herbst 2017 das Programm abgeschlossen, die zweite Kohorte (18 Studierende) hat begonnen. Die Studierenden durchlaufen dabei je drei Blockseminare (Theorieseminare) und drei Praxisseminare in 11 Kooperationsschulen. Das Zertifikat zielt auf die Vermittlung von Basiskompetenzen für inklusive Bildung (Reflexion eigener Einstellungen, Erwerb von Wissen, Aufbau von Handlungskompetenzen). Die Daten der Begleitforschung zeigen signifikante Zuwächse in der Kompetenzerwartung, inklusiven Überzeugung und inklusiven Selbstwirksamkeit der Studierenden.


Maßnahme 08: EXITE

Das Ziel der Maßnahme EXITE (Experiencing International Teacher Education) geeignete Mobilitätsformate für studienbezogene Auslandsaufenthalte zu entwickeln, konnte vollumfänglich erreicht werden: Es wurden erziehungswissenschaftliche Studienmöglich-keiten für Studierende aller Lehrämter an 43 Partneruniversitäten weltweit identifiziert; gleichzeitig wurden Vereinbarungen zur Aufnahme von Praktikantinnen/Praktikanten mit 16 Schulen in Europa und Übersee getroffen. Es wurde eine Informationsstruktur entwickelt (Beratung, Printmedien, Informationsveranstaltungen), welche an einem Auslandsaufenthalt interessierte Lehramtsstudierende motiviert und informiert. Seit Beginn der Projektlaufzeit konnten so 116 Lehramt-Outgoings (Studium) sowie 61 Lehramt-Outgoings (Praktikum) verzeichnet werden.


Maßnahme 09: Unterstützung und Anreiz für Lehrerfortbildungen

Der Schwerpunkt von Unterstützung und Anreiz für Lehrerfortbildungen  besteht darin, die Kontaktaufnahme von Lehrkräften mit der Universität zu unterstützen und diese wieder an die UR heranzuführen: Indem regelmäßig thematisch für das Lehramt relevante Vorlesungsveranstaltungen und Fortbildungen durch Broschüren in den umliegenden Schulen mit einer neu konzipierten Mediastrategie beworben werden, können Lehrkräfte punktuell an Lehrangeboten der Universität teilhaben. Für die Lehrerfortbildner/-innen der UR hingegen kann ein Leitfaden zur Organisation, Durchführung und Konzeption von Lehrerfortbildungen zur Qualitätssicherung solcher Formate herangezogen werden. Neue Lehrerfortbildungen speziell in der Fachwis-senschaft wurden organisatorisch unterstützt. Für das Frühjahr 2018 ist ein Vernetzungstreffen mit Akteuren der Schulaufsicht geplant, um mittels verbindlichen Verfahrensanweisungen die vorhandenen UR-Angebote dauerhaft an der Schule zu integrieren.


Maßnahme 10: Einrichtung von UR-Klassen

In der ersten Förderphase wurden und werden die vier vorgesehenen UR-Klassen eingerichtet und in Betrieb genommen (2016: Albertus-Magnus-Gymnasium und Grundschule Burgweinting/ 2017: St.-Wolfgang-Mittelschule / 2018: Realschule am Judenstein; 19 kooperative Veranstaltungen). Alle Schulen sind von der Universität aus problemlos zu erreichen und betreuen Praktikanten/-innen der UR (1. Phase). Außerdem haben alle Schulen einen eigenen Seminarbetrieb (2. Phase) oder sind in diesen eingebunden. Die vorbereiteten Räume werden von allen drei Phasen sowie über das KOLEG-Projekt hinaus genutzt.


                                                                                                          (Stand: 11/2017)

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