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Praktisches Jahr

Aktuelle Mitteilung zum Splitting im Vorzeitigen Praktischen Jahr

Das Landesprüfungsamt für Medizin, Pharmazie und Psychotherapie vertritt zum Splitting innerhalb des Vorzeitigen Praktischen Jahres folgende Ansicht:

Die in Bayern eingeführte Praxis ein Tertial (§ 3 Abs. 1 ÄAppO) zu splitten, also zwei Mal acht Wochen in einer Klinik, z. B. im Ausland, abzuleisten, ist eine vom Verordnungsgeber nicht vorgesehene Ausnahme und daher ein absolutes Zugeständnis. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Voraussetzung für die einmalige Splittung ist jedoch, dass die beiden achtwöchigen Tertialteile nicht durch Urlaub oder andere Fehlzeiten noch weiter verkürzt werden, da acht Wochen die Untergrenze sind, bei der eine sinnvolle, zusammenhängende Ausbildung gerade noch gewährleistet ist.

Da die Splitting-Möglichkeit in § 3 (Praktisches Jahr) der ÄAppO nicht genannt ist, macht offenbar auch § 5 (Vorzeitiges Praktisches Jahr) der Abweichungs-Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 30.03.2020 keine Angaben dazu. Sollte in Ausnahmefällen dennoch ein Ausbildungsabschnitt des Vorzeitigen Praktischen Jahres gesplittet werden, sind die Vorgaben des § 5 Abs. 2 der Abweichungs-Verordnung beachtlich. Bestätigt die Heimat-Universität, dass das Ausbildungsziel des Vorzeitigen Praktischen Jahres insgesamt erreicht wurde, hat das staatliche Prüfungsamt dies grundsätzlich zu akzeptieren.

Hinweis: Der Deutsche Bundestag hat eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt. Mit der Abweichungs-Verordnung soll der Primärzweck verfolgt werden, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und Infektionsketten zu unterbinden. Durch möglichst flexible Regelungen soll sichergestellt werden, dass die Medizinstudierenden in der aktuellen Krisensituation das Gesundheitswesen unterstützen und gleichzeitig ihr Studium erfolgreich fortsetzen können. Eine uneingeschränkte PJ-Mobilität widerspricht in der derzeitigen Situation diesem Zweck. Ein triftiger Grund nun das PJ oder Teile hiervon im Ausland abzuleisten, ist grundsätzlich nicht erkennbar. Es wäre sowohl organisatorisch möglich als auch zumutbar, das vorgezogene PJ am Universitätsklinikum oder einem Lehrkrankenhaus abzuleisten. Wir können daher zu einer Ableistung des PJ im Ausland derzeit nicht zuraten.


Allgemein

Bescheinigung

PJ-Logbücher

Die PJ-Logbücher werden von den PJ-Beauftragten der jeweiligen Kliniken, Abteilungen und Lehrkrankenhäuser zum Beginn des Tertials ausgegeben.

Dort erhalten Sie auch organisatorische Informationen über den Ablauf des PJ. 

Mit der Änderung der Approbationsordnung für Ärzte aus dem Jahr 2012, ist eine Verpflichtung zum Führen von PJ-Logbüchern seit dem 1. April 2013 entstanden.

Die Verpflichtung zum Führen des Logbuchs gilt grundsätzlich

  • an der Heimatuniversität (UR) bzw. dem Heimatuniversitätsklinikum (UKR),
  • allen Akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität Regensburg und
  • an PJ-Stellen im Ausland.

Wird das PJ an einer anderen Universitätsklinik oder einem Lehrkankenhaus einer anderen Universität abgeleistet, so ist das Logbuch der dortigen Heimatuniversität bzw. des dortigen Lehrkrankenhauses zu führen.

Bei der Anmeldung zum 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ist mit der Anmeldung zur Prüfung das Logbuch jeden Tertials ebenfalls dem Prüfungsamt vorzulegen.



  1. UNIVERSITÄT

Studium

 

Dozentin-und-studierende-im-hoersaal

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Fakultät für Medizin

am Universitätsklinikum
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg