Doppelerfolg der Universitätsorthopädie in Bad Abbach
Doppelerfolg der Universitätsorthopädie in Bad Abbach
Die Klinik für Orthopädie der Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach konnte beim diesjährigen Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie gleich zwei herausragende Erfolge feiern.
Privatdozent Dr. med. Tobias Kappenschneider, Leiter der Sektion “Spezielle Orthopädische Geriatrie”, wurde als Seniorautor für die beste wissenschaftliche Arbeit des Jahres in der Zeitschrift „Die Orthopädie“ mit dem renommierten Julius-Springer-Preis ausgezeichnet. Die prämierten wissenschaftlichen Erkenntnisse entstammen der Entwicklung des Bad Abbacher Konzepts zur Vermeidung von Komplikationen und Risiken bei älteren Patienten, die sich einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenkersatz unterziehen.
„Unsere qualitativ hochwertigen Studien belegen eindrucksvoll, wie mit dem eigens entwickelten interdisziplinären Versorgungskonzept, gerade bei lebenserfahrenen Menschen, schwere Komplikationen beim Kunstgelenkersatz minimiert werden können. Das ist Patientensicherheit im besten Sinne“, erklärt Privatdozent Dr. Tobias Kappenschneider. Das neue Verfahren ist in Bad Abbach mittlerweile zur Routine geworden. Dadurch profitieren auch Patienten in höherem Lebensalter von den minimalinvasiven und besonders schonenden Operationsverfahren beim künstlichen Knie- und Hüftgelenkersatz am dortigen Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung. Doch damit nicht genug, die „Knochendocs“ aus Bad Abbach forschen aktuell bereits an weiteren Verbesserungen zum Wohle der Patienten. Die Auszeichnung wurde stellvertretend vom Erstautor der Studie, Prof. Dr. Matthias Meyer in Berlin entgegengenommen.
Doppelten Grund zur Freude gab es dann bei der Mitgliederversammlung des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) im Rahmen des Kongresses. Der Ordinarius und Ärztliche Direktor der Klinik für Orthopädie der Universität Regensburg, Professor Dr. Tobias Renkawitz, wurde in Berlin mit überwältigender Mehrheit zum Vizepräsident des nationalen Berufsverbands gewählt. Gemeinsam mit dem Bundesvorstand des BVOU vertritt der gebürtige Regensburger damit rund 7.500 Orthopäden und Unfallchirurgen berufspolitisch auf nationaler sowie europäischer Ebene.

Prof. Tobias Renkawitz und Dr. Tobias Kappenschneider (v.l.)
Neben seinen übergeordneten Aufgaben als Vizepräsident möchte Professor Renkawitz zukünftig die regionale Zusammenarbeit zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten in der Bundesrepublik weiter vorantreiben. Auch am Universitätsstandort Bad Abbach möchte er dazu neue Impulse setzen. „Wir betreiben Forschung auf internationalem Niveau, doch gerade die lokale Vernetzung zur Behandlung orthopädischer Erkrankungen gewinnt angesichts aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen zunehmend an Bedeutung. Unsere Gesundheitspartner in der Region möchten wir zukünftig deshalb noch intensiver einbeziehen und uns regelmäßig gemeinsam über neue Erkenntnisse und die bestmöglichen Therapiestrategien für unsere Patienten austauschen“, betont Professor Renkawitz.
Mit diesen Erfolgen setzt sich der spürbare Aufschwung der universitären Orthopädie am Asklepios Klinikum Bad Abbach nach Amtsübernahme von Professor Renkawitz im letzten Jahr weiter fort und die Klinik unterstreicht ihre positive Rolle in Forschung und Patientenversorgung im Bereich Orthopädie und Gelenkchirurgie.
