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Forschungswege im Spiegel der Zeit

Emeritus Henri Brunner blickt in neuem Buch auf sein Lebenswerk zurück


16. August 2021

Die neue Buchreihe „Lebenswerke in der Chemie“ stellt das Leben und Wirken herausragende Forscher unserer Zeit vor. Den Auftakt der autobiografischen Reihe macht unter anderem der emeritierte Professor Henri Brunner, Begründer der anorganischen Chemie an der Universität Regensburg. Am 7. September werden die ersten drei Autoren und ihre Laudatoren in einem Zoom-Webinar vorgestellt.

„Es musste eine andere Chemie her.“ Dieser unbequeme Gedanke führte Henri Brunner 1966 zu den bis dato unbekannten optisch aktiven Übergangsmetallkomplexen – und zu seinem Lebensthema Bild / Spiegelbild. Heute ist es Lehrbuchwissen, dass durch winzige Mengen dieser Katalysatoren die Bild / Spiegelbild-Information in große Mengen organischer und pharmazeutischer Produkte übertragen wird. 1971 führte seine kreative und nachhaltige Chemie zur Berufung als jüngstem Lehrstuhlinhaber Deutschlands und Begründer der anorganischen Chemie in Regensburg.

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Bildunterschrift: Emeritus Henri Brunner gilt als Begründer der anorganischen Chemie in Regensburg. © Henri Brunner

Schon seine Mutter lehrte ihn: „Mach die Augen auf im Leben“. Henri Brunner, geboren 1935, hielt sich daran: Ob beim Zeichnen, beim Schach, beim Sport, Kartoffelkäfer sammeln, als Assistent, bei Berufungen, bei der Drittmittelbeschaffung, in der Lehre, bei Krawatten und Schnecken und auch mit 85 ! „Mit der Bild /Spiegelbild-Trennung meiner Mangankomplexe war mir der wissenschaftliche Durchbruch gelungen. Seitdem fasziniert mich das Bild /Spiegelbild-Phänomen. (…) Ich habe versucht, Bild / Spiegelbild in der Chemie und auch außerhalb der Chemie zu meinem Markenzeichen zu machen und meine Bild / Spiegelbild-Besessenheit an die 150 Mitarbeiter weiterzugeben, die bei mir promoviert haben“, führt Prof. Brunner in seinen Vorbemerkungen zu „Lebenswerke in der Chemie“ in den von ihm entwickelten Forschungsbereich ein.

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Für die Buchreihe wurden ausgezeichnete Chemiker von einem Beirat der Fachgruppe Geschichte der Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) eingeladen, ihre Forschungswege im Spiegel ihrer Zeit und ihres persönlichen Umfelds im Rückblick zu beschreiben. Highlights chemischer Forschung, Wissenschaftspolitik und Privates - von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute - kommen so facettenreich ans Licht. Die autobiographische Reihe gibt so Einblicke in das Leben und Denken herausragender Forscher im Spiegel der Zeit. Welche Rolle spielt in der chemischen Spitzenforschung die ununterbrochene Folge von Hypothese, Experiment und Interpretation, welche Rolle spielen die Impulse von Mentoren, Mitarbeitern und Studenten oder auch die von Konkurrenten? Erfolgreiche Wissenschaftler beschreiben authentisch und persönlich, wie Neues in den Naturwissenschaften entsteht.

Vorstellung der Autoren und Laudatoren

Am 7. September von 16 -18 Uhr werden die ersten drei Autoren, ihre Werke und Laudatoren vorgestellt. Als Laudatorin für Prof. Brunner spricht Stefanie Dehnen, Professorin für Anorganische Chemie an der Philipps-Universität Marburg und Vizepräsidentin der GDCh. Im Rahmenprogramm kommen der Förderer Dr. Karl Reuter und der Vorsitzende des Beirates, Carsten Reinhardt, Professor für Historische Wissenschaftsforschung an der Universität Bielefeld, zu Wort. Die Veranstaltung findet als Zoom-Webinar statt.

Weitere Informationen sowie den entsprechenden Link zur Zoom-Veranstaltung gibt es ab Ende August unter https://l-i-c.org/


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