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Meldungen aus der Forschung


UR-Studierende erhalten Prix de l’Académie de Berlin 2021

Podcast-Projekt mit renommiertem deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet


17. September 2021

Für seinen Beitrag zur internationalen Versöhnung wurde das Podcast-Projekt „Französische Stimmen zu Gehör gebracht: Zeugnisse zum KZ-Komplex Flossenbürg 1938-1945“ von Romanistik-Studierenden der Universität Regensburg mit dem „Prix de l’Académie de Berlin 2021 für einen herausragenden Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft“ ausgezeichnet. Vor rund 80 geladenen Gästen nahmen die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via stellvertretend den Preis von Prof. Dr. Gesine Schwan, der ersten Vorsitzenden der Académie de Berlin, im Beisein der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Schirmherrin des Prix de l’Académie de Berlin, Regensburgs Universitätspräsidenten Prof. Dr. Udo Hebel, der Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow und der ebenfalls ausgezeichneten Menschenrechtsexpertin und Leiterin der Arolsen Archives Floriane Azoulay entgegen. In einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Ulrich Wickert erläuterten die Regensburger Studierenden die Projektarbeit im Seminar und in Kooperation mit deutschen und französischen Institutionen, ihre wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Beweggründe und ihr Verständnis von Erinnerungsarbeit. „Das Podcast-Projekt ist ein wichtiger universitärer Beitrag zur gesellschaftlich hochrelevanten Erinnerungsarbeit und ein wunderbares Beispiel dafür, was aus der Partnerschaft zwischen der Universität Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erwachsen kann, Es freut mich außerordentlich, dass unsere Regensburger Studierenden diese hohe Auszeichnung für ihre Arbeit erhielten“ betont Präsident Prof. Dr. Udo Hebel. Die Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow erläuterte: „Es freut mich sehr, dass das Projekt eine solch weitreichende Resonanz erfahren hat und dass das Engagement der Studierenden von einer so hochkarätigen Institution gewürdigt wurde. Der Preis ist ein großer Schritt im Rahmen der erfolgreichen Arbeit und Forschung an der Universität Regensburg.“

v.l. Menschenrechtsexpertin Floriane Azoulay, Prof. Dr. Gesine Schwan und die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via bei der Preisverleihung in Berlin. © U. Hebel / Universität Regensburg

Bereits im Juli war bekanntgegeben worden, dass das Projekt des Hauptseminars in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft der Universität Regensburg mit dem renommierten deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet wird. In seiner Begründung zur Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises betonte die Académie de Berlin, dass das von deutschen und französischen Studierenden erstellte Projekt einen bislang unbekannten Teil der französisch-deutschen Geschichte auf der Basis französischer Zeugnisse vermittele und diesen schwierigen Teil der gemeinsamen Vergangenheit einer breiteren Öffentlichkeit näherbringe. Die Auszeichnung wird jährlich an Personen, Institutionen oder Projekte vergeben, die auf außergewöhnliche Art und Weise zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen. Im Rahmen der Preisverleihung führten Präsident Prof. Hebel und Prof. von Treskow Gespräche mit der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes und Vertretern der französischen Botschaft zu einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen dem neuen Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg und französischen Einrichtungen der Erinnerungsarbeit.

Zum Projekt

Das Podcast-Projekt der Romanistik-Studierenden entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Muggenthaler vom Bayerischen Rundfunk und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Unter der Leitung von Professorin Dr. Isabella von Treskow, Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Philologie I der Universität Regensburg, haben Studierende der UR in einem Hauptseminar in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft französische Zeugenberichte von Überlebenden des KZ-Komplexes Flossenbürg übersetzt und analysiert und so das Schicksal der französischen Häftlinge im Konzentrationslager erforscht. Um die Texte und Botschaften der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden sie von den Studierenden in deutscher und französischer Sprache als Podcasts aufgenommen. Das Ergebnis verschafft den Lebens- und Leidensgeschichten der KZ-Häftling Gehör und ruft die Greueltaten und Verbrechen des NS-Regimes in Erinnerung. Da alle Texte in der zehnteiligen Podcast-Reihe von den Studierenden selbst eingesprochen wurden, könne man „über ihre Stimmen die Stimmen aus der Vergangenheit hören“, heißt es dazu auf der Webseite des Projektes.

Die Académie de Berlin

Die Académie de Berlin wurde 2006 gegründet und will im Sinne Voltaires den geistigen Austausch und Dialog zwischen Deutschland und Frankreich in Sprache und Kultur fördern. Vorsitzende der Académie de Berlin e. V. ist Prof. Dr. Gesine Schwan, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Wickert und Schirmherrin die Französische Botschafterin I. E. Anne-Marie Descôtes.

Informationen/Kontakt

Prof. Dr. Isabella v. Treskow
Universität Regensburg - Institut für Romanistik
Lehrstuhl für Französische und Italienische Literatur- u. Kulturwissenschaft
Telefon 0941 943-3373
E-Mail isabella.von-treskow@ur.de

Meldungen aus dem Präsidium

UR-Studierende erhalten Prix de l’Académie de Berlin 2021

Podcast-Projekt mit renommiertem deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet


17. September 2021

Für seinen Beitrag zur internationalen Versöhnung wurde das Podcast-Projekt „Französische Stimmen zu Gehör gebracht: Zeugnisse zum KZ-Komplex Flossenbürg 1938-1945“ von Romanistik-Studierenden der Universität Regensburg mit dem „Prix de l’Académie de Berlin 2021 für einen herausragenden Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft“ ausgezeichnet. Vor rund 80 geladenen Gästen nahmen die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via stellvertretend den Preis von Prof. Dr. Gesine Schwan, der ersten Vorsitzenden der Académie de Berlin, im Beisein der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Schirmherrin des Prix de l’Académie de Berlin, Regensburgs Universitätspräsidenten Prof. Dr. Udo Hebel, der Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow und der ebenfalls ausgezeichneten Menschenrechtsexpertin und Leiterin der Arolsen Archives Floriane Azoulay entgegen. In einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Ulrich Wickert erläuterten die Regensburger Studierenden die Projektarbeit im Seminar und in Kooperation mit deutschen und französischen Institutionen, ihre wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Beweggründe und ihr Verständnis von Erinnerungsarbeit. „Das Podcast-Projekt ist ein wichtiger universitärer Beitrag zur gesellschaftlich hochrelevanten Erinnerungsarbeit und ein wunderbares Beispiel dafür, was aus der Partnerschaft zwischen der Universität Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erwachsen kann, Es freut mich außerordentlich, dass unsere Regensburger Studierenden diese hohe Auszeichnung für ihre Arbeit erhielten“ betont Präsident Prof. Dr. Udo Hebel. Die Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow erläuterte: „Es freut mich sehr, dass das Projekt eine solch weitreichende Resonanz erfahren hat und dass das Engagement der Studierenden von einer so hochkarätigen Institution gewürdigt wurde. Der Preis ist ein großer Schritt im Rahmen der erfolgreichen Arbeit und Forschung an der Universität Regensburg.“

v.l. Menschenrechtsexpertin Floriane Azoulay, Prof. Dr. Gesine Schwan und die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via bei der Preisverleihung in Berlin. © U. Hebel / Universität Regensburg

Bereits im Juli war bekanntgegeben worden, dass das Projekt des Hauptseminars in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft der Universität Regensburg mit dem renommierten deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet wird. In seiner Begründung zur Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises betonte die Académie de Berlin, dass das von deutschen und französischen Studierenden erstellte Projekt einen bislang unbekannten Teil der französisch-deutschen Geschichte auf der Basis französischer Zeugnisse vermittele und diesen schwierigen Teil der gemeinsamen Vergangenheit einer breiteren Öffentlichkeit näherbringe. Die Auszeichnung wird jährlich an Personen, Institutionen oder Projekte vergeben, die auf außergewöhnliche Art und Weise zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen. Im Rahmen der Preisverleihung führten Präsident Prof. Hebel und Prof. von Treskow Gespräche mit der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes und Vertretern der französischen Botschaft zu einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen dem neuen Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg und französischen Einrichtungen der Erinnerungsarbeit.

Zum Projekt

Das Podcast-Projekt der Romanistik-Studierenden entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Muggenthaler vom Bayerischen Rundfunk und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Unter der Leitung von Professorin Dr. Isabella von Treskow, Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Philologie I der Universität Regensburg, haben Studierende der UR in einem Hauptseminar in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft französische Zeugenberichte von Überlebenden des KZ-Komplexes Flossenbürg übersetzt und analysiert und so das Schicksal der französischen Häftlinge im Konzentrationslager erforscht. Um die Texte und Botschaften der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden sie von den Studierenden in deutscher und französischer Sprache als Podcasts aufgenommen. Das Ergebnis verschafft den Lebens- und Leidensgeschichten der KZ-Häftling Gehör und ruft die Greueltaten und Verbrechen des NS-Regimes in Erinnerung. Da alle Texte in der zehnteiligen Podcast-Reihe von den Studierenden selbst eingesprochen wurden, könne man „über ihre Stimmen die Stimmen aus der Vergangenheit hören“, heißt es dazu auf der Webseite des Projektes.

Die Académie de Berlin

Die Académie de Berlin wurde 2006 gegründet und will im Sinne Voltaires den geistigen Austausch und Dialog zwischen Deutschland und Frankreich in Sprache und Kultur fördern. Vorsitzende der Académie de Berlin e. V. ist Prof. Dr. Gesine Schwan, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Wickert und Schirmherrin die Französische Botschafterin I. E. Anne-Marie Descôtes.

Informationen/Kontakt

Prof. Dr. Isabella v. Treskow
Universität Regensburg - Institut für Romanistik
Lehrstuhl für Französische und Italienische Literatur- u. Kulturwissenschaft
Telefon 0941 943-3373
E-Mail isabella.von-treskow@ur.de

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UR-Studierende erhalten Prix de l’Académie de Berlin 2021

Podcast-Projekt mit renommiertem deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet


17. September 2021

Für seinen Beitrag zur internationalen Versöhnung wurde das Podcast-Projekt „Französische Stimmen zu Gehör gebracht: Zeugnisse zum KZ-Komplex Flossenbürg 1938-1945“ von Romanistik-Studierenden der Universität Regensburg mit dem „Prix de l’Académie de Berlin 2021 für einen herausragenden Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft“ ausgezeichnet. Vor rund 80 geladenen Gästen nahmen die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via stellvertretend den Preis von Prof. Dr. Gesine Schwan, der ersten Vorsitzenden der Académie de Berlin, im Beisein der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Schirmherrin des Prix de l’Académie de Berlin, Regensburgs Universitätspräsidenten Prof. Dr. Udo Hebel, der Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow und der ebenfalls ausgezeichneten Menschenrechtsexpertin und Leiterin der Arolsen Archives Floriane Azoulay entgegen. In einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Ulrich Wickert erläuterten die Regensburger Studierenden die Projektarbeit im Seminar und in Kooperation mit deutschen und französischen Institutionen, ihre wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Beweggründe und ihr Verständnis von Erinnerungsarbeit. „Das Podcast-Projekt ist ein wichtiger universitärer Beitrag zur gesellschaftlich hochrelevanten Erinnerungsarbeit und ein wunderbares Beispiel dafür, was aus der Partnerschaft zwischen der Universität Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erwachsen kann, Es freut mich außerordentlich, dass unsere Regensburger Studierenden diese hohe Auszeichnung für ihre Arbeit erhielten“ betont Präsident Prof. Dr. Udo Hebel. Die Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow erläuterte: „Es freut mich sehr, dass das Projekt eine solch weitreichende Resonanz erfahren hat und dass das Engagement der Studierenden von einer so hochkarätigen Institution gewürdigt wurde. Der Preis ist ein großer Schritt im Rahmen der erfolgreichen Arbeit und Forschung an der Universität Regensburg.“

v.l. Menschenrechtsexpertin Floriane Azoulay, Prof. Dr. Gesine Schwan und die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via bei der Preisverleihung in Berlin. © U. Hebel / Universität Regensburg

Bereits im Juli war bekanntgegeben worden, dass das Projekt des Hauptseminars in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft der Universität Regensburg mit dem renommierten deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet wird. In seiner Begründung zur Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises betonte die Académie de Berlin, dass das von deutschen und französischen Studierenden erstellte Projekt einen bislang unbekannten Teil der französisch-deutschen Geschichte auf der Basis französischer Zeugnisse vermittele und diesen schwierigen Teil der gemeinsamen Vergangenheit einer breiteren Öffentlichkeit näherbringe. Die Auszeichnung wird jährlich an Personen, Institutionen oder Projekte vergeben, die auf außergewöhnliche Art und Weise zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen. Im Rahmen der Preisverleihung führten Präsident Prof. Hebel und Prof. von Treskow Gespräche mit der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes und Vertretern der französischen Botschaft zu einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen dem neuen Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg und französischen Einrichtungen der Erinnerungsarbeit.

Zum Projekt

Das Podcast-Projekt der Romanistik-Studierenden entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Muggenthaler vom Bayerischen Rundfunk und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Unter der Leitung von Professorin Dr. Isabella von Treskow, Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Philologie I der Universität Regensburg, haben Studierende der UR in einem Hauptseminar in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft französische Zeugenberichte von Überlebenden des KZ-Komplexes Flossenbürg übersetzt und analysiert und so das Schicksal der französischen Häftlinge im Konzentrationslager erforscht. Um die Texte und Botschaften der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden sie von den Studierenden in deutscher und französischer Sprache als Podcasts aufgenommen. Das Ergebnis verschafft den Lebens- und Leidensgeschichten der KZ-Häftling Gehör und ruft die Greueltaten und Verbrechen des NS-Regimes in Erinnerung. Da alle Texte in der zehnteiligen Podcast-Reihe von den Studierenden selbst eingesprochen wurden, könne man „über ihre Stimmen die Stimmen aus der Vergangenheit hören“, heißt es dazu auf der Webseite des Projektes.

Die Académie de Berlin

Die Académie de Berlin wurde 2006 gegründet und will im Sinne Voltaires den geistigen Austausch und Dialog zwischen Deutschland und Frankreich in Sprache und Kultur fördern. Vorsitzende der Académie de Berlin e. V. ist Prof. Dr. Gesine Schwan, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Wickert und Schirmherrin die Französische Botschafterin I. E. Anne-Marie Descôtes.

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Prof. Dr. Isabella v. Treskow
Universität Regensburg - Institut für Romanistik
Lehrstuhl für Französische und Italienische Literatur- u. Kulturwissenschaft
Telefon 0941 943-3373
E-Mail isabella.von-treskow@ur.de

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UR-Studierende erhalten Prix de l’Académie de Berlin 2021

Podcast-Projekt mit renommiertem deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet


17. September 2021

Für seinen Beitrag zur internationalen Versöhnung wurde das Podcast-Projekt „Französische Stimmen zu Gehör gebracht: Zeugnisse zum KZ-Komplex Flossenbürg 1938-1945“ von Romanistik-Studierenden der Universität Regensburg mit dem „Prix de l’Académie de Berlin 2021 für einen herausragenden Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft“ ausgezeichnet. Vor rund 80 geladenen Gästen nahmen die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via stellvertretend den Preis von Prof. Dr. Gesine Schwan, der ersten Vorsitzenden der Académie de Berlin, im Beisein der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Schirmherrin des Prix de l’Académie de Berlin, Regensburgs Universitätspräsidenten Prof. Dr. Udo Hebel, der Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow und der ebenfalls ausgezeichneten Menschenrechtsexpertin und Leiterin der Arolsen Archives Floriane Azoulay entgegen. In einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Ulrich Wickert erläuterten die Regensburger Studierenden die Projektarbeit im Seminar und in Kooperation mit deutschen und französischen Institutionen, ihre wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Beweggründe und ihr Verständnis von Erinnerungsarbeit. „Das Podcast-Projekt ist ein wichtiger universitärer Beitrag zur gesellschaftlich hochrelevanten Erinnerungsarbeit und ein wunderbares Beispiel dafür, was aus der Partnerschaft zwischen der Universität Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erwachsen kann, Es freut mich außerordentlich, dass unsere Regensburger Studierenden diese hohe Auszeichnung für ihre Arbeit erhielten“ betont Präsident Prof. Dr. Udo Hebel. Die Projektleiterin Prof. Dr. Isabella von Treskow erläuterte: „Es freut mich sehr, dass das Projekt eine solch weitreichende Resonanz erfahren hat und dass das Engagement der Studierenden von einer so hochkarätigen Institution gewürdigt wurde. Der Preis ist ein großer Schritt im Rahmen der erfolgreichen Arbeit und Forschung an der Universität Regensburg.“

v.l. Menschenrechtsexpertin Floriane Azoulay, Prof. Dr. Gesine Schwan und die beiden Regensburger Studentinnen Theresa Oberhauser und Céline Via bei der Preisverleihung in Berlin. © U. Hebel / Universität Regensburg

Bereits im Juli war bekanntgegeben worden, dass das Projekt des Hauptseminars in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft der Universität Regensburg mit dem renommierten deutsch-französischen Kulturpreis ausgezeichnet wird. In seiner Begründung zur Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises betonte die Académie de Berlin, dass das von deutschen und französischen Studierenden erstellte Projekt einen bislang unbekannten Teil der französisch-deutschen Geschichte auf der Basis französischer Zeugnisse vermittele und diesen schwierigen Teil der gemeinsamen Vergangenheit einer breiteren Öffentlichkeit näherbringe. Die Auszeichnung wird jährlich an Personen, Institutionen oder Projekte vergeben, die auf außergewöhnliche Art und Weise zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen. Im Rahmen der Preisverleihung führten Präsident Prof. Hebel und Prof. von Treskow Gespräche mit der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes und Vertretern der französischen Botschaft zu einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen dem neuen Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg und französischen Einrichtungen der Erinnerungsarbeit.

Zum Projekt

Das Podcast-Projekt der Romanistik-Studierenden entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Muggenthaler vom Bayerischen Rundfunk und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Unter der Leitung von Professorin Dr. Isabella von Treskow, Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Philologie I der Universität Regensburg, haben Studierende der UR in einem Hauptseminar in französischer Kultur- und Literaturwissenschaft französische Zeugenberichte von Überlebenden des KZ-Komplexes Flossenbürg übersetzt und analysiert und so das Schicksal der französischen Häftlinge im Konzentrationslager erforscht. Um die Texte und Botschaften der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden sie von den Studierenden in deutscher und französischer Sprache als Podcasts aufgenommen. Das Ergebnis verschafft den Lebens- und Leidensgeschichten der KZ-Häftling Gehör und ruft die Greueltaten und Verbrechen des NS-Regimes in Erinnerung. Da alle Texte in der zehnteiligen Podcast-Reihe von den Studierenden selbst eingesprochen wurden, könne man „über ihre Stimmen die Stimmen aus der Vergangenheit hören“, heißt es dazu auf der Webseite des Projektes.

Die Académie de Berlin

Die Académie de Berlin wurde 2006 gegründet und will im Sinne Voltaires den geistigen Austausch und Dialog zwischen Deutschland und Frankreich in Sprache und Kultur fördern. Vorsitzende der Académie de Berlin e. V. ist Prof. Dr. Gesine Schwan, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Wickert und Schirmherrin die Französische Botschafterin I. E. Anne-Marie Descôtes.

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